John Carter – Zwischen zwei Welten (2012): Abenteuer auf dem Mars
John Carter – Zwischen zwei Welten ist ein großes Science-Fiction-Abenteuer aus dem Jahr 2012 und die Realfilm-Adaption von Edgar Rice Burroughs‘ Roman Die Prinzessin vom Mars. Der Film entführt den ehemaligen Bürgerkriegsveteranen John Carter auf den fremdartigen Mars, der von seinen Bewohnern Barsoom genannt wird.
Unter der Regie von Andrew Stanton entstand ein aufwendig produziertes Weltraum- und Fantasy-Abenteuer mit riesigen Wüstenlandschaften, fremden Völkern, vierarmigen Kriegern, gigantischen Kreaturen und einer romantischen Geschichte zwischen John Carter und der Prinzessin Dejah Thoris.

John Carter – Zwischen zwei Welten (2012): Steckbrief
Worum geht es in John Carter – Zwischen zwei Welten?
Die Geschichte beginnt im Jahr 1881 mit dem mysteriösen Tod des ehemaligen Bürgerkriegsveteranen John Carter. Sein Neffe Edgar Rice Burroughs reist zur Beerdigung und erfährt, dass die Leiche seines Onkels in einem verschlossenen Mausoleum aufbewahrt wird. Ein Anwalt übergibt ihm Carters Tagebuch, in dem sich die unglaubliche Geschichte seines Lebens befindet.
John Carter gelangt auf den Mars
Die Handlung führt zurück ins Jahr 1868. John Carter lebt als ehemaliger Soldat und Goldsucher in Arizona. Er möchte sich aus den Konflikten seiner Zeit heraushalten und hat kein Interesse daran, erneut in einen Krieg hineingezogen zu werden.
Auf der Flucht gelangt Carter in eine geheimnisvolle Höhle. Dort begegnet er einem fremdartigen Mann, der zu den geheimnisvollen Thern gehört. Nach einem Kampf wird Carter durch ein mysteriöses Medaillon auf den Mars transportiert.
Barsoom – eine völlig fremde Welt
Der Mars trägt bei seinen Bewohnern den Namen Barsoom. Für Carter ist die fremde Welt zunächst kaum zu begreifen. Die geringere Schwerkraft ermöglicht ihm enorme Sprünge und verleiht ihm eine außergewöhnliche körperliche Kraft.
Barsoom ist von verschiedenen Völkern und Kulturen geprägt. Zu den wichtigsten gehören die Tharks, große grüne, vierarmige Krieger, sowie die menschlich aussehenden Bewohner der Städte Helium und Zodanga.
Carter gerät schon bald in einen Konflikt, der weit größer ist als seine eigene Geschichte. Er begegnet dem Thark-Anführer Tars Tarkas und gewinnt durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten dessen Respekt.
Dejah Thoris und der Kampf um Helium
Eine zentrale Rolle spielt die Prinzessin Dejah Thoris, die aus der Stadt Helium stammt. Sie ist nicht nur eine Prinzessin, sondern zugleich eine intelligente und entschlossene Wissenschaftlerin, die versucht, einen Ausweg aus dem Krieg zwischen Helium und Zodanga zu finden.
Dejah soll aus politischen Gründen Sab Than, den Herrscher von Zodanga, heiraten. Die geplante Hochzeit soll den Konflikt zwischen den beiden Städten beenden. Doch hinter den Ereignissen steckt eine weitaus größere Verschwörung.
Die geheimnisvollen Therns
Carter entdeckt, dass die Thern im Hintergrund die Geschicke verschiedener Welten beeinflussen. Mit ihrer außergewöhnlichen Technologie können sie sich über große Entfernungen bewegen und greifen immer wieder in die Entwicklung von Zivilisationen ein.
Während Carter zunächst nur nach einem Weg zurück zur Erde sucht, verändert sich seine Einstellung. Die Beziehung zu Dejah Thoris und seine Freundschaft mit Tars Tarkas führen dazu, dass er schließlich bereit ist, für die Zukunft von Barsoom zu kämpfen.
Der Kampf um Barsoom
Als Helium von Zodanga angegriffen werden soll, stellt sich Carter gemeinsam mit seinen Verbündeten gegen die drohende Vernichtung. Es kommt zu großen Schlachten, in denen sich die verschiedenen Völker von Barsoom gegenüberstehen.
Carter gelingt es, Sab Than zu besiegen und Dejah zu retten. Nach der Hochzeit scheint sein Leben auf Barsoom endlich eine neue Richtung zu bekommen. Doch die Therns greifen erneut ein und Carter wird gegen seinen Willen zur Erde zurückgebracht.
Das Geheimnis des Mausoleums
Die Rahmenhandlung aus dem Jahr 1881 wird wieder aufgenommen. Edgar Rice Burroughs erkennt, dass die Ereignisse um seinen Onkel weitaus komplizierter sind, als er zunächst angenommen hat.
John Carter hat auf der Erde jahrelang nach Spuren der Therns gesucht. Schließlich gelingt es ihm, ein weiteres Medaillon zu erlangen. Carter setzt alles daran, nach Barsoom zurückzukehren – und muss dabei verhindern, dass die Therns ihn aufhalten.
Barsoom: Die faszinierende Welt von John Carter
Eine der größten Stärken von John Carter – Zwischen zwei Welten ist die ungewöhnliche Weltgestaltung. Der Mars wird nicht als leerer, roter Planet dargestellt, sondern als riesige Fantasy-Welt mit eigenen Völkern, Städten, Religionen, Technologien und politischen Konflikten.
Die Tharks
Die Tharks gehören zu den auffälligsten Bewohnern von Barsoom. Die grünen, vierarmigen Wesen sind zunächst als kriegerisches Volk bekannt. John Carter entwickelt jedoch insbesondere zu Tars Tarkas eine enge Verbindung und erkennt, dass die Tharks weit mehr sind als bloße Barbaren.
Helium und Zodanga
Die beiden großen Städte Helium und Zodanga stehen seit langer Zeit miteinander im Konflikt. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Mächten bildet einen wichtigen Teil der Handlung und macht John Carter schließlich zu einem entscheidenden Faktor im Krieg.
Die Therns
Die Therns agieren weitgehend im Hintergrund. Sie verfolgen eigene Ziele und nutzen ihre Technologie, um Einfluss auf die Entwicklung ganzer Welten zu nehmen. Dadurch bekommt die Geschichte neben den klassischen Abenteuerelementen auch eine politische und geheimnisvolle Ebene.
Die wichtigsten Figuren in John Carter – Zwischen zwei Welten
John Carter – Taylor Kitsch
Taylor Kitsch spielt den ehemaligen Soldaten John Carter. Zu Beginn ist Carter ein desillusionierter Einzelgänger, der nach persönlichen Verlusten kein Interesse mehr daran hat, für andere zu kämpfen. Erst seine Erlebnisse auf Barsoom verändern seine Einstellung.
Dejah Thoris – Lynn Collins
Lynn Collins verkörpert Dejah Thoris, die Prinzessin von Helium. Sie ist intelligent, mutig und kämpferisch und steht John Carter im Verlauf des Abenteuers zunehmend gleichberechtigt zur Seite.
Tars Tarkas – Willem Dafoe
Willem Dafoe leiht dem Thark-Anführer Tars Tarkas seine Stimme. Tars Tarkas wird zu einem der wichtigsten Verbündeten Carters und entwickelt sich zu einer zentralen Figur der Geschichte.
Sola – Samantha Morton
Samantha Morton spielt Sola, eine Thark-Kriegerin, die Carter und Dejah unterstützt. Ihre eigene Geschichte macht deutlich, dass auch innerhalb der Thark-Gesellschaft Macht, Tradition und persönliche Freiheit eine wichtige Rolle spielen.
Matai Shang – Mark Strong
Mark Strong spielt Matai Shang, den Anführer der Therns. Er gehört zu den wichtigsten Gegenspielern des Films und verkörpert die geheimnisvolle Macht, die hinter den politischen Konflikten auf Barsoom steht.
Die wichtigsten Themen des Films
Ein Held wider Willen
John Carter möchte zunächst kein Held sein. Er hat seine Vergangenheit satt und versucht, sich aus den Konflikten anderer herauszuhalten. Erst die Begegnung mit Dejah, Tars Tarkas und den Bewohnern von Barsoom bringt ihn dazu, Verantwortung zu übernehmen.
Eine zweite Chance
Carter bekommt auf Barsoom die Möglichkeit, sein Leben neu zu gestalten. Der Mars wird für ihn zu einer zweiten Heimat und gibt ihm einen neuen Grund, für etwas zu kämpfen.
Liebe und Verantwortung
Die Beziehung zwischen John Carter und Dejah Thoris ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Ihre Verbindung entwickelt sich parallel zu Carters persönlicher Veränderung.
Macht und Manipulation
Die Therns verleihen dem Film eine zusätzliche Ebene. Sie stehen für eine Macht, die Konflikte nicht selbst offen austrägt, sondern andere Völker manipuliert und gegeneinander ausspielt.
Freiheit und Selbstbestimmung
Mehrere Figuren kämpfen darum, über ihr eigenes Leben bestimmen zu können. Sowohl Carter als auch Dejah und Tars Tarkas müssen sich gegen politische und gesellschaftliche Zwänge behaupten.
Inszenierung und visuelle Effekte
Regisseur Andrew Stanton, der zuvor vor allem durch seine Arbeit an Animationsfilmen bekannt geworden war, wechselte mit John Carter erstmals in den Bereich des Realfilms.
Die Inszenierung setzt stark auf große Landschaften, aufwendige digitale Effekte und umfangreiche Actionszenen. Besonders die Tharks wurden mit aufwendiger Notion-capture-technik realisiert und anschließend digital in die Szenen integriert.
Zu den spektakulärsten Elementen gehören die riesigen Schlachtfelder, die marsianischen Städte, die fliegenden Fahrzeuge und die außergewöhnlichen Kreaturen von Barsoom.
Der Film verbindet dabei klassische Abenteuerfilm-Elemente mit Fantasy, Science-Fiction und romantischen Motiven. Dadurch erinnert John Carter – Zwischen zwei Welten teilweise an ältere Abenteuer- und Pulp-Geschichten, die bereits lange vor modernen Science-Fiction-Filmen entstanden sind.
John Carter in 3D und IMAX
Disney brachte John Carter – Zwischen zwei Welten als großes Kinoabenteuer in Disney Digital 3-D und IMAX 3D heraus. Die aufwendige Produktion war darauf ausgelegt, die riesigen Landschaften von Barsoom und die zahlreichen Actionszenen möglichst spektakulär auf der Kinoleinwand wirken zu lassen.
Eine lange Geschichte bis zur Verfilmung
Die Romane von Edgar Rice Burroughs gehören zu den frühen großen Werken der Science-Fiction- und Abenteuerliteratur. Die Figur John Carter entstand bereits Jahrzehnte vor vielen späteren bekannten Science-Fiction-Helden.
Die Verfilmung der Geschichten galt lange Zeit als schwierig. Die fremdartige Welt von Barsoom mit ihren riesigen Kreaturen, außerirdischen Völkern und ungewöhnlichen Landschaften stellte hohe Anforderungen an Technik und Budget.
Erst mit modernen digitalen Effekten konnte das Material in der gewünschten Größenordnung umgesetzt werden. Disney investierte schließlich ein Produktionsbudget von rund 250 Millionen US-Dollar in das Projekt.
Kinostart und der große Disney-Flop
John Carter startete Anfang März 2012 international in den Kinos. In Deutschland kam der Film am 8. März 2012 in die Kinos, während der US-Kinostart am 9. März folgte.
Trotz des enormen Budgets spielte der Film weltweit rund 284 Millionen US-Dollar ein. Angesichts der Produktions- und Marketingkosten war das Ergebnis für Disney enttäuschend. Der Film wurde deshalb schon kurz nach seinem Kinostart als großer finanzieller Flop wahrgenommen.
Die finanzielle Enttäuschung hatte allerdings nicht zur Folge, dass der Film bei allen Zuschauern durchfiel. Gerade Fans von klassischer Science-Fiction und Fantasy schätzen John Carter – Zwischen zwei Welten bis heute wegen seiner aufwendig gestalteten Welt und seines Abenteuercharakters.
Kritiken zu John Carter – Zwischen zwei Welten
Die Reaktionen auf den Film fielen gemischt aus. Gelobt wurden insbesondere die visuellen Effekte, die aufwendig gestaltete Welt von Barsoom und die zahlreichen Actionszenen.
Kritiker bemängelten dagegen unter anderem die komplizierte Handlung, das teilweise ungleichmäßige Erzähltempo und Figuren, deren Motive nicht immer sofort verständlich sind. Auch das Marketing des Films wurde häufig als problematisch angesehen.
Bei Rotten Tomatoes liegt der Film aktuell bei 52 Prozent positiven Kritikerbewertungen. Die dortige Zusammenfassung hebt zwar die visuellen Schauwerte und die Abenteuer-Elemente hervor, kritisiert aber unter anderem das ungleichmäßige Tempo und die teilweise schwer verständliche Handlung.
Rückblickend wird John Carter – Zwischen zwei Welten von vielen Zuschauern weniger als Katastrophe denn als ambitioniertes Science-Fiction-Abenteuer betrachtet, das unter seinen enormen Erwartungen und einem schwierigen Marketing litt.
Warum John Carter heute interessanter wirkt
Ein interessanter Aspekt des Films ist, dass viele seiner Motive keineswegs von späteren Science-Fiction-Filmen übernommen wurden. Edgar Rice Burroughs veröffentlichte die Geschichten um John Carter bereits lange vor vielen heute bekannten Genre-Klassikern.
Elemente wie ein Held auf einem fremden Planeten, außerirdische Völker, exotische Prinzessinnen, riesige Kreaturen und fantastische Städte waren bei Burroughs bereits Bestandteil der Vorlage. Dadurch besitzt John Carter aus heutiger Sicht einen besonderen Platz in der Geschichte der Science-Fiction.
Was 2012 für manche Zuschauer vertraut oder bekannt wirkte, war teilweise also auf eine Vorlage zurückzuführen, die selbst zu den frühen Einflüssen des Genres gehört.
Mein Fazit zu John Carter – Zwischen zwei Welten
John Carter – Zwischen zwei Welten ist ein ambitioniertes Science-Fiction-Abenteuer, das trotz seines finanziellen Misserfolgs viele Qualitäten besitzt. Die Welt von Barsoom ist fantasievoll gestaltet und bietet zahlreiche Ideen, die weit über einen gewöhnlichen Abenteuerfilm hinausgehen.
Besonders die Kombination aus Science-Fiction, Fantasy, Action und romantischer Abenteuergeschichte macht den Film interessant. Taylor Kitsch verkörpert einen Helden, der zunächst nur zurück zur Erde möchte und erst nach und nach erkennt, dass seine neue Welt zu seiner eigentlichen Heimat werden könnte.
Auch die Nebenfiguren gehören zu den Stärken des Films. Tars Tarkas, Dejah Thoris und die verschiedenen Völker von Barsoom geben der Geschichte deutlich mehr Tiefe, als es der Ruf des Films als großer Disney-Flop zunächst vermuten lässt.
Wer auf klassische Science-Fiction, Fantasy-Abenteuer, fremde Planeten und große Schlachten steht, sollte John Carter – Zwischen zwei Welten deshalb nicht allein wegen seiner damaligen finanziellen Enttäuschung abschreiben.
Mein Urteil: Ein aufwendig produziertes und visuell beeindruckendes Science-Fiction-Abenteuer mit einer faszinierenden Welt, starken Figuren und viel klassischem Abenteuergefühl. Nicht perfekt, aber für Genre-Fans absolut sehenswert.
🎬 Film-Tipp: D.A.R.Y.L. (1985)
Wenn dir John Carter – Zwischen zwei Welten gefallen hat, könnte auch D.A.R.Y.L. (1985) interessant sein. Inhaltlich haben beide Filme zwar wenig miteinander gemeinsam – aber gerade dieser Kontrast macht den Film-Tipp reizvoll.
Im Mittelpunkt steht der junge Daryl, gespielt von Barret Oliver, der zunächst wie ein ganz gewöhnlicher Junge wirkt. Doch hinter seiner außergewöhnlichen Intelligenz steckt ein streng geheimes Militärprojekt: Daryl wurde als künstliche Lebensform entwickelt und besitzt Fähigkeiten, die weit über die eines normalen Kindes hinausgehen.
Während John Carter in eine fremde Welt voller Abenteuer, Kriege und fantastischer Kreaturen verschlagen wird, erzählt D.A.R.Y.L. eine wesentlich ruhigere und persönlichere Geschichte. Daryl findet bei einer Pflegefamilie ein Zuhause und erlebt dort zum ersten Mal Freundschaft, Vertrauen, Zuneigung und familiäre Geborgenheit.
Der Film verbindet Science-Fiction, Abenteuer und Familienkino und stellt dabei eine überraschend zeitlose Frage: Was macht einen Menschen eigentlich zum Menschen? Daryl wurde als perfekte künstliche Lebensform erschaffen, entdeckt aber durch seine Zeit bei seiner Pflegefamilie Gefühle, Freundschaft, Liebe und den Wunsch nach einem eigenen Leben.
Kurz gesagt: „D.A.R.Y.L.“ ist ein warmherziges 80er-Jahre-Sci-Fi-Abenteuer über künstliche Intelligenz, Familie und die Frage, ob Menschlichkeit programmiert werden kann.
👉 Hier geht’s zum Film:
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Wo der Film aktuell legal gestreamt oder digital ausgeliehen werden kann, kann sich jederzeit ändern. Deshalb empfiehlt es sich, die jeweils aktuellen Angebote der offiziellen Streaming- und Videoanbieter zu prüfen.
John Carter vom Mars (Sci-Fi | Thriller | ganzer Film auf Deutsch)
Weiterführende Informationen zu John Carter
- Filmstarts – Kritik und Filminformationen
- OFDb – Datenbankeintrag zum Film
- IMDb – Besetzung und Filminformationen
- Wikipedia – Hintergrundinformationen
- ERBzine – Informationen zu Edgar Rice Burroughs
- Rotten Tomatoes – Kritiken und Bewertungen
- Disney+ – offizielles Streaming-Angebot, sofern verfügbar
- Cine-Five – Filminformationen und Handlung