Mel Brooks’ verrückte Geschichte der Welt – Filmvorstellung
Originaltitel: History of the World, Part I
Regie: Mel Brooks
Erscheinungsjahr: 1981
Genre: Parodie, Satire, Sketch-Komödie
FSK: 16
Über den Film
„Mel Brooks’ verrückte Geschichte der Welt“ ist eine satirische Parodie auf verschiedene Epochen der Menschheitsgeschichte. Der Film springt von der Steinzeit über das Römische Reich bis hin zur französischen Revolution und nimmt dabei historische Ereignisse, religiöse Motive und Hollywood-Klischees humorvoll aufs Korn.
Handlung – Episoden der Weltgeschichte
Die Steinzeit
Die Steinzeit wird als öde und eintönig dargestellt, bis Humor und Musik „erfunden“ werden. Ein schmerzhaftes Missgeschick führt zufällig zu einer Art früher Musik – eine überzeichnete Parodie auf die Entstehung von Kultur.
Moses und die Gebote
Mel Brooks spielt Moses, der eigentlich 15 Gebote erhält. Eine Steintafel fällt jedoch herunter, sodass nur zehn Gebote beim Volk ankommen – ein klassischer Brooks-Gag.
Das Römische Imperium
Brooks verkörpert den Stand-up-Philosophen Comicus, der im Palast von Kaiser Nero auftritt. Seine politischen Witze kommen schlecht an, weshalb er fliehen muss. Gemeinsam mit dem Sklaven Josephus beginnt eine chaotische Flucht, die unter anderem zu einer überzeichneten Szene mit einem gigantischen Joint führt.
Judäa und das „Last Supper“-Wortspiel
Comicus arbeitet kurzzeitig als Kellner und trifft auf Jesus und die Jünger. Dabei entsteht ein Wortspiel rund um das „Last Supper“, das typisch für Brooks’ Humor ist.
Die Spanische Inquisition
In einer Musical-Parodie spielt Brooks den Großinquisitor Torquemada. Die Szene ist bewusst überdreht und erinnert an Broadway-Nummern.
Die Französische Revolution
Mel Brooks übernimmt die Rolle von König Ludwig XVI. Während der Adel in Dekadenz lebt, hungert das Volk. Durch eine Verwechslung soll ein einfacher „Pisspage“ anstelle des Königs hingerichtet werden. Mit Hilfe von Josephus gelingt die Flucht – ein Running Gag, der die Episoden miteinander verbindet.
Vorschau auf „Teil II“
Am Ende zeigt der Film eine Fake-Vorschau auf einen nie produzierten zweiten Teil, darunter Szenen wie „Hitler on Ice“, ein Wikingerbegräbnis und „Juden im Weltraum“. Diese Vorschau wurde Kult – auch wenn der Film selbst nie erschien.
Besetzung
- Mel Brooks: Moses, Comicus, Torquemada, Jacques, Ludwig XVI.
- Dom DeLuise: Kaiser Nero
- Madeline Kahn: Kaiserin Nympho
- Harvey Korman: Count de Monet
- Gregory Hines: Josephus
- Pamela Stephenson: Mademoiselle Rimbaud
- Cloris Leachman: Madame DeFarge
- John Hurt: Jesus
- Orson Welles: Erzähler (Originalfassung)
Kritiken
Viele Kritiker loben die respektlose, überdrehte Art des Films. Das „Lexikon des internationalen Films“ beschreibt ihn als makabre Farce, die historische Epochen und politische Systeme satirisch überzeichnet. Gleichzeitig wird angemerkt, dass der Film weniger temporeich sei als frühere Brooks-Werke.
IMDb-Bewertung: 6,8/10
IMDb – History of the World, Part I
Rotten Tomatoes:
Rotten Tomatoes – History of the World, Part I
Besonderheiten
- Der deutsche Titel wurde teilweise falsch interpretiert und mit „Geschichte des Ersten Weltkriegs“ übersetzt.
- Viele Wortspiele funktionieren im Deutschen weniger gut. Ein Beispiel ist „Count de Monet“, das im Englischen wie „Count the Money“ klingt.
- Die deutsche Synchronfassung verliert dadurch Humor, der im Original besser funktioniert.
Fazit
Mel Brooks liefert eine wilde, respektlose und oft absurde Parodie auf die Weltgeschichte. Der Humor ist typisch für Brooks: überdreht, politisch unkorrekt und voller Wortspiele. Leider gehen einige dieser Wortspiele in der deutschen Fassung verloren. Für Fans von Brooks’ Stil ist der Film dennoch ein Klassiker.