(Original Filmposter : Lizenz gemeinfrei)
Endstation Mond (Destination Moon, 1950)
Endstation Mond (Verweistitel: Rakete zum Mond, Ziel Mond, Originaltitel: Destination Moon) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1950. Der in Farbe gedrehte Film basiert auf dem Roman Endstation Mond von Robert A. Heinlein und erzählt die Geschichte einer privat finanzierten Reise zum Mond.
Handlung
Nachdem ein US-amerikanisches Projekt zur ersten Mondlandung durch einen Unfall gescheitert ist, wird der Bau einer Rakete durch den Großindustriellen Jim Barnes finanziert. Er will anderen Nationen zuvorkommen, die möglicherweise ebenfalls einen Mondflug planen, da man vom Mond aus die Erde mit Raketen bedrohen könnte.
Kurz vor dem Start verbietet die US-Regierung den Flug, nachdem sich herausgestellt hat, dass der frühere Unfall auf Sabotage zurückging. Ein Gerichtsbeschluss soll den Start verhindern, da die Öffentlichkeit befürchtet, es könne Radioaktivität durch den Atomreaktor der Rakete freigesetzt werden. Barnes weist seine Besatzung dennoch an, zu starten. Die während des Fluges auftretenden Probleme werden gelöst, und schließlich landen die ersten Menschen auf dem Mond.
Bei den Vorbereitungen zum Rückflug wird klar, dass zu wenig Treibstoff vorhanden ist und einer der Astronauten auf dem Mond zurückbleiben müsste. Die Besatzung löst auch dieses Problem, indem sie alles, was nicht lebensnotwendig ist, vor dem Start über Bord wirft.
Auszeichnungen
- 1951: Oscar für die besten Spezialeffekte (Devereaux Jennings, Gordon Jennings, Paul K. Lerpae)
- 1951: Bronzener Bär der Berlinale in der Kategorie Abenteuer- und Kriminalfilme
Rollen und Darsteller
Besetzung und Synchronisation : Die für die deutsche DVD-Veröffentlichung hergestellte zweite Synchronisation wurde durch das Synchronstudio F. Homann, Coesfeld, realisiert.
| Rolle | Darsteller | 2. Synchronisation (DVD) |
|---|---|---|
| Jim Barnes | John Archer | |
| Dr. Charles Cargraves | Warner Anderson | Freddy Homann |
| General Thayer | Tom Powers | Hans Bayer |
| Joe Sweeney | Dick Wesson | |
| Emily Cargraves | Erin O’Brien-Moore | |
| Brown | Ted Warde |
Kritiken und Einordnung
Aufgrund seiner politischen Aussage ist Endstation Mond vielfach als Propagandamachwerk beschrieben worden. Viele betrachten ihn dennoch als einen der ersten modernen Science-Fiction-Filme. Robert A. Heinlein, der auch am Drehbuch mitarbeitete, galt manchen als rechtsgerichteter Hardliner der Science-Fiction.
In Heinleins Roman haben die Nationalsozialisten bereits Atomwaffen auf dem Mond stationiert, im Film wird eine konkurrierende Nation nur angedeutet. Die Warnung, man könne vom Mond aus Atomraketen auf die Erde schießen, ist für die Finanziers das entscheidende Argument. Die US-Amerikaner nehmen den Mond feierlich und mit Gottes Hilfe für die Menschheit in Besitz.
Technisch ist der Film heute völlig überholt, dennoch wurde bei der Ausstattung großer Wert auf Authentizität und das damals technisch Machbare gelegt. Mondlandschaft und Rakete wurden für die „Außenaufnahmen“ im All gezeichnet. Kurios ist ein Werbefilm mit Woody Woodpecker, der den Finanziers das technische Prinzip erklärt.
Das Handbuch der katholischen Filmkritik urteilte: „Utopische Unterhaltung im Dienste amerikanischer Militärstrategie. Einige belehrende Zeichentricks für alt und jung.“ Das Lexikon des Science Fiction Films bezeichnete den Film als Propagandamachwerk und Vorbild für viele amerikanische Space Operas und betonte die feierliche Inbesitznahme des Mondes „im Namen der freien Welt und mit Hilfe Gottes“.
Fazit
Destination Moon beziehungsweise Endstation Mond ist aus heutiger Sicht technisch überholt, besitzt aber einen besonderen Stellenwert innerhalb der Science-Fiction-Geschichte. Viele betrachten ihn als einen der ersten modernen Science-Fiction-Filme überhaupt. Besonders bemerkenswert ist, wie viel Wert bereits 1950 auf eine möglichst realistische Darstellung der Raumfahrt gelegt wurde.
Kritisch wird der Film vor allem wegen seiner politischen Aussagen gesehen. Die Handlung ist stark vom Kalten Krieg geprägt und transportiert deutlich amerikanische Interessen und Ängste, weshalb er häufig als Propagandamachwerk bezeichnet wurde. Gleichzeitig vermittelt er einen optimistischen Blick auf Technik und Fortschritt.
Für seine Zeit bietet Endstation Mond spannende Unterhaltung und beeindruckende Spezialeffekte, die nicht ohne Grund mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. Wer klassische Science-Fiction und Filmgeschichte mag, sollte sich den Film definitiv ansehen – er zeigt eindrucksvoll, wie sich die Menschen Anfang der 1950er-Jahre die Zukunft der Raumfahrt vorgestellt haben. Auch die IMDb-BEWERTUNG von 6,3/10 (5147 Stimmen) ist eine solide Bewertung.
Endstation Mond (Destination Moon) - Oscar-prämierter Science Fiction Film aus 1950
den Bronzenen Bär auf der Berlinale in der Kategorie Abenteuer- und Kriminalfilme.
Gegen den Willen der amerikanischen Regierung bricht ...eine Mannschaft um den Ingenieur Barnes in einer atombetriebenen Rakete zum Mond auf. Finanziert wird das Unternehmen durch private Geldgeber, die aus Patriotismus auf dem Mond eine Raketenabschussbasis errichten wollen. Die Landung auf dem Erdtrabanten glückt, doch es stellt sich heraus, dass der Treibstoff aufgrund des Gewichts der Rakete für die Rückreise nicht ausreichen wird.
Basierend auf dem Roman Rocket Ship Galileo.
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Darsteller • John Archer, Warner Anderson, Tom Powers
Regie • Irving Pichel
FSK • Freigegeben ab 12 Jahren
Jahr • 1950
Produktionsland • USAMehr anzeigen