Ultraviolet (2006)
Der Action- und Science-Fiction-Film Ultraviolet ist eine US-amerikanische Produktion mit Milla Jovovich und Cameron Bright. Regie führte Kurt Wimmer, der auch das Drehbuch schrieb. Die Premiere in den Vereinigten Staaten fand am 3. März 2006 statt, während der Film in Deutschland am 6. Juli 2006 in den Kinos anlief.
Handlung
Am Ende des 21. Jahrhunderts führt eine genetische Modifikation eines alten Virus zur Ausbreitung der Krankheit Haemophagia. Infizierte Menschen, sogenannte Hämophagen, entwickeln vampirähnliche Eigenschaften. Die Regierung reagiert drastisch und beginnt, die Erkrankten systematisch zu verfolgen und zu vernichten.
Auch die Krankenschwester Violet Song jat Shariff wird infiziert. Nachdem sie gezwungen wird, ihre Schwangerschaft abzubrechen, schließt sie sich dem Widerstand an und wird zu einer der stärksten Kämpferinnen der Hämophagen.
Ein Bürgerkrieg bricht aus, als der skrupellose Vizekardinal Ferdinand Daxus die vollständige Auslöschung der Infizierten plant. Violet stiehlt aus einem Labor eine angeblich tödliche Waffe – die sich jedoch als ein kleiner Junge namens Six entpuppt. In seinem Blut könnte sowohl die Vernichtung als auch die Rettung der Hämophagen liegen.
Während Violet versucht, das Kind zu schützen, verfolgt Daxus seine eigenen Pläne: Mit einem tödlichen Virus will er die Menschheit kontrollieren. Es kommt zu zahlreichen Kämpfen, Verrat und Enthüllungen. Schließlich stellt sich heraus, dass Six ein Klon von Daxus ist.
Im finalen Showdown kommt es zu einem intensiven Duell zwischen Violet und Daxus. Nach einem erbitterten Kampf gelingt es Violet, ihn zu besiegen. Am Ende überlebt Six auf unerwartete Weise, und beide verlassen gemeinsam das zerstörte Gebäude.
Kritiken
Die Kritiken zum Film fielen überwiegend negativ aus. Laut Wikipedia-Kritik wurde insbesondere die Handlung als schwach und wenig durchdacht beschrieben. Zwar wurden die visuellen Effekte und der Stil teilweise gelobt, jedoch kritisierten viele Rezensenten die fehlende Tiefe und die teilweise überladene Inszenierung.
Entstehung
Die visuelle Gestaltung des Films orientiert sich stark an Comics, obwohl keine direkte Vorlage existiert. Bereits in der Eröffnungssequenz wird dies durch eingeblendete Comichefte verdeutlicht.
Regisseur Kurt Wimmer griff erneut auf die von ihm entwickelte Kampfkunst „Gun Kata“ zurück, die bereits in seinem Film „Equilibrium“ zum Einsatz kam. Dabei berechnet der Kämpfer die Flugbahnen von Kugeln, um Angriffe effizient abzuwehren.
Der Film enthält zudem verschiedene stilistische Elemente wie das wiederkehrende Biogefährdungssymbol und die fiktive Sprache Thaihindi, eine Mischung aus Thai und Hindi.
Mit einem Budget von rund 30 Millionen US-Dollar produziert, wurde der Film vom Verleih ScreenGems stark gekürzt – gegen den Willen des Regisseurs. Die ursprüngliche Laufzeit von 120 Minuten wurde auf 88 Minuten reduziert, um eine niedrigere Altersfreigabe zu erreichen.
Highlights
✔ Stylische Actionsequenzen mit futuristischem Look
✔ Starke Hauptdarstellerin in einer typischen Actionrolle
✔ Interessanter Mix aus Science-Fiction und Vampir-Thematik
✔ Visuell an Comics angelehnte Inszenierung
Mein Fazit
Ultraviolet ist ein gut gemachter Action- und Science-Fiction-Film, der vor allem durch seine Optik und die Präsenz von Milla Jovovich überzeugt. Die Idee einer vampirähnlichen Mutation durch ein Virus bietet einen spannenden Ansatz.
Besonders interessant ist die Parallele zu Jovovichs Rolle in „Resident Evil“, in der sie ebenfalls eine genetisch veränderte Kämpferin verkörpert. Auch hier scheint die Rolle wie für sie gemacht zu sein.
Trotz Schwächen in der Story bleibt der Film unterhaltsam und läuft immer wieder im Fernsehen. Wer stylische Action mit futuristischem Setting mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.