Starman (1984) – John Carpenters Science-Fiction-Klassiker
Starman ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1984 von Regisseur John Carpenter. In den Hauptrollen sind Jeff Bridges und Karen Allen zu sehen. Der Film verbindet Science-Fiction mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und erzählt von einem Außerirdischen, der auf der Erde gestrandet ist und von den Menschen verfolgt wird.
In Deutschland startete Starman am 5. September 1985 in den Kinos. Aus der Begegnung zwischen einem Außerirdischen und einer jungen Witwe entwickelt sich eine emotionale Geschichte über Vertrauen, Menschlichkeit und die Suche nach einem Weg zurück nach Hause.

Starman (1984) – auf einen Blick
Starman – Besetzung
Besonders Jeff Bridges prägt den Film. Seine Darstellung des Außerirdischen wurde vielfach hervorgehoben und verleiht der Figur eine Mischung aus Naivität, Neugier und emotionaler Wärme.
Starman (1984) – Handlung
Ein Außerirdischer folgt der Einladung der Voyager Golden Record, die sich an Bord der Voyager-Sonden befindet. Die Botschaft der Menschheit weckt sein Interesse und führt ihn zur Erde.
Doch seine Ankunft verläuft anders als geplant. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wird sein Raumschiff von amerikanischen Kampfjets angegriffen. Das beschädigte Raumschiff muss auf der Erde notlanden.
Der Außerirdische sucht anschließend Schutz im Haus von Jenny Hayden. Dort entdeckt er Fotos, Filme und eine Haarsträhne von Jennys verstorbenem Ehemann Scott.
Mithilfe seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten nimmt er schließlich Scotts Gestalt an. Für Jenny ist die Begegnung zunächst ein Schock: Vor ihr steht äußerlich der Mann, den sie verloren hat, doch sein Verhalten ist völlig fremd.
Der Starman erklärt Jenny, dass er innerhalb von drei Tagen abgeholt werden soll. Gemeinsam machen sie sich deshalb auf den Weg zum Barringer-Krater in Arizona, wo die Abholung stattfinden soll.
Während der Reise verändert sich das Verhältnis zwischen den beiden. Der Außerirdische muss zunächst grundlegende Dinge des menschlichen Lebens lernen. Er lernt zu sprechen, zu essen und schließlich sogar Auto zu fahren.
Die besonderen Kräfte des Starman
Der Außerirdische besitzt mehrere kleine, leuchtende Kugeln, die ihm außergewöhnliche Fähigkeiten verleihen. Sie können unter anderem beschädigte oder zerstörte Dinge wiederherstellen und sogar Leben zurückbringen.
Eine besonders eindrucksvolle Szene zeigt, wie der Starman ein zuvor erschossenes Reh wieder zum Leben erweckt. Für ihn ist das Wiederherstellen von Leben etwas Selbstverständliches – für die Menschen wird seine Fähigkeit dagegen zum Beweis, dass er über Kräfte verfügt, die sie nicht verstehen.
Gleichzeitig sind die Kugeln begrenzt. Jede Anwendung kostet ihn eine seiner wertvollen Energiequellen, weshalb er sehr genau überlegen muss, wann er seine Fähigkeiten einsetzt.
Das Militär jagt den Starman
Die amerikanischen Behörden betrachten den Außerirdischen zunehmend als Bedrohung. Gleichzeitig besteht großes Interesse daran, seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wissenschaftlich zu untersuchen.
Damit beginnt eine groß angelegte Verfolgungsjagd. Während Jenny und der Starman versuchen, den Barringer-Krater zu erreichen, werden sie vom Militär verfolgt.
Eine wichtige Gegenposition nimmt der Wissenschaftler Mark Shermin ein. Er sieht in dem Außerirdischen keine Gefahr und möchte mit ihm kommunizieren, statt ihn zu bekämpfen oder zu einem Forschungsobjekt zu machen.
Einer der spektakulärsten Momente der Flucht ist die Explosion eines Tanklastzuges. Jenny wird dabei schwer verletzt. Der Starman setzt eine seiner Kugeln ein und rettet damit sowohl Jenny als auch sich selbst.
Jenny und der Starman
Aus der anfänglichen Angst und Ablehnung entwickelt sich zwischen Jenny und dem Außerirdischen langsam Vertrauen. Während der gemeinsamen Reise lernt Jenny, hinter der äußeren Gestalt ihres verstorbenen Mannes eine völlig andere Persönlichkeit zu sehen.
Gleichzeitig entdeckt der Starman die menschliche Welt und insbesondere die Bedeutung von Liebe, Nähe und Vertrauen.
Nach einer gemeinsamen Nacht eröffnet der Starman Jenny eine besondere Nachricht: Sie werde einen Sohn bekommen. Jenny, die sich bislang für unfruchtbar gehalten hat, erhält damit eine Hoffnung, die weit über die eigentliche Begegnung mit dem Außerirdischen hinausgeht.
Das Ende von Starman erklärt
Achtung, Spoiler: Am Rand des Barringer-Kraters gelingt es dem Militär, Jenny und den Starman aufzuspüren. Die beiden können zunächst mithilfe von Mark Shermin entkommen und erreichen den Krater.
Schließlich erscheint das Raumschiff des Starman. Seine außerirdischen Begleiter sind gekommen, um ihn wieder nach Hause zu holen.
Für Jenny bedeutet der Abschied jedoch einen endgültigen Verlust. Der Starman kann nicht auf der Erde bleiben. Bevor er geht, schenkt er Jenny die letzte seiner Kugeln.
Diese Kugel ist für ihren zukünftigen Sohn bestimmt und wird damit zu einem Symbol ihrer ungewöhnlichen Begegnung. Der Starman verschwindet anschließend mit seinem Raumschiff.
Starman – Kritik
Starman unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Filmen John Carpenters. Statt Horror und düsterem Terror stehen hier Menschlichkeit, Romantik und die Begegnung mit dem Fremden im Mittelpunkt.
Besonders die Darstellung des Außerirdischen durch Jeff Bridges ist ein wichtiger Bestandteil des Films. Seine Figur muss die menschliche Welt praktisch von Grund auf kennenlernen. Dadurch entstehen sowohl humorvolle als auch emotionale Momente.
Das Lexikon des internationalen Films bewertete den Film allerdings kritisch und bezeichnete ihn als „allenfalls durch einige Special-Effects interessant“.
Heute wird Starman vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Mischung aus Science-Fiction, Roadmovie und Liebesgeschichte geschätzt.
🎬 Film-Tipp: John Carpenters „Sie leben“ (1988)
Wenn du mehr Science-Fiction von John Carpenter entdecken möchtest, solltest du dir „Sie leben“ (1988) ansehen. Der Kultfilm verbindet Science-Fiction, Action, Horror und bissige Gesellschaftssatire zu einer ungewöhnlichen Geschichte über Konsum, Kontrolle, Manipulation und versteckte Machtstrukturen.
Sie leben (Originaltitel: They Live) erzählt die Geschichte des obdachlosen Tagelöhners John Nada. Durch eine besondere Sonnenbrille erkennt er plötzlich, was sich hinter der scheinbaren Normalität der Gesellschaft verbirgt: Zahlreiche Menschen sind in Wahrheit außerirdische Wesen.
Gleichzeitig werden durch die Brille versteckte Botschaften sichtbar. Aufforderungen wie „OBEY“, „CONSUME“ und „SLEEP“ enthüllen ein System, das die Bevölkerung unbemerkt beeinflussen und kontrollieren soll.
Kurz gesagt: Ein politisch bissiger Science-Fiction-Kultfilm über Konsum, Macht und Manipulation, der auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner provokanten Wirkung verloren hat.
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Starman – Die Fernsehserie von 1986
Der Kinofilm erhielt später eine Fortsetzung in Form einer gleichnamigen Science-Fiction-Fernsehserie. Starman wurde von 1986 bis 1987 produziert und umfasst insgesamt 22 Episoden.
Die Serie erzählt eine neue Geschichte: Der Starman kehrt auf die Erde zurück, um sich um seinen Sohn Scott Hayden zu kümmern und gemeinsam mit ihm nach seiner verschollenen Mutter zu suchen.
Die Hauptrolle des Starman übernahm in der Fernsehserie Robert Hays. Scott Hayden wurde von Christopher Daniel Barnes gespielt.
Damit greift die Serie die Familiengeschichte des Kinofilms auf und führt sie in anderer Form weiter.
John Carpenter und Starman
Starman entstand zu einer Zeit, in der John Carpenter bereits als Regisseur außergewöhnlicher Genre-Filme bekannt war. Im Gegensatz zu seinen düsteren Werken zeigt der Film jedoch eine deutlich romantischere und emotionalere Seite.
Gerade dieser Kontrast macht Starman innerhalb von Carpenters Filmografie besonders interessant. Der Film setzt weniger auf Horror als auf die Frage, wie ein Fremder die menschliche Gesellschaft erlebt – und wie zwei Menschen trotz ihrer Unterschiede Vertrauen zueinander entwickeln.
Wissenswertes zu Starman
- Regie: John Carpenter führte bei dem Science-Fiction-Film Regie.
- Hauptdarsteller: Jeff Bridges spielt den Starman, Karen Allen verkörpert Jenny Hayden.
- Voyager Golden Record: Die Botschaft der Voyager-Sonden bildet den Ausgangspunkt für die Ankunft des Außerirdischen auf der Erde.
- Schauplatz: Ein wichtiger Abschnitt der Handlung führt Jenny und den Starman zum Barringer-Krater in Arizona.
- Fernsehserie: Von 1986 bis 1987 entstand eine 22-teilige Science-Fiction-Serie, die die Geschichte des Starman weiterführte.
Weitere Quellen & Filminformationen
Mein Fazit zu Starman (1984)
Was wäre, wenn ein Außerirdischer auf der Erde strandet und sich ausgerechnet in eine Frau von unserem Planeten verliebt? Genau aus dieser ungewöhnlichen Ausgangsidee entwickelt John Carpenter eine überraschend emotionale Science-Fiction-Geschichte.
Was mich an diesem Film besonders fasziniert, ist die friedfertige Haltung des Starman. Während das Militär alles Unbekannte zunächst als Bedrohung betrachtet, begegnet der Außerirdische dem Leben mit Respekt und zeigt, dass Gewalt keineswegs die einzige Möglichkeit ist, mit dem Fremden umzugehen.
Jeff Bridges verleiht der Figur eine bemerkenswerte Mischung aus Naivität, Neugier und Menschlichkeit. Zusammen mit Karen Allen entsteht daraus eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die Starman deutlich von vielen anderen Science-Fiction-Filmen der 1980er-Jahre unterscheidet.
Mein Urteil: Ein emotionaler und ungewöhnlicher Science-Fiction-Film von John Carpenter – weniger Horror, mehr Menschlichkeit. Gerade diese Mischung macht Starman (1984) zu einem besonderen Genre-Klassiker.