Kung Fu – Die Fernsehserie zwischen Kampfkunst und Philosophie
Kung Fu ist für mich eine der legendärsten US-amerikanischen Fernsehserien überhaupt. Zwischen 1972 und 1975 erstmals ausgestrahlt, hat sie längst Kultstatus erreicht. Im Zentrum steht der charismatische Shaolin-Mönch Kwai Chang Caine, der auf seiner Reise durch den Wilden Westen Weisheit, innere Stärke und Kampfkunst vereint. Brillant dargestellt von David Carradine , fesselt die Figur bis heute mit ihrer Mischung aus spiritueller Tiefe und beeindruckender Martial-Arts-Action.
Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Caine durchstreift die Vereinigten Staaten auf der Suche nach seinem verschollenen Halbbruder. Auf seinem Weg gerät er immer wieder in Konflikte, die er mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Shaolin-Kung-Fu-Fähigkeiten, seiner buddhistischen Philosophie und seiner inneren Ruhe meistert.
Ein Western mit fernöstlicher Seele
Die Fernsehserie Kung Fu (1972–1975) erzählt die Abenteuer des (halb-) chinesischen Shaolin-Mönchs Kwai Chang Caine. Während einer von ihm nicht verursachten Auseinandersetzung tötete Caine im Kampf ein Mitglied der kaiserlichen Familie und war daher gezwungen, China zu verlassen. Auf der Flucht reist er in den Westen der USA, um seinen Halbbruder zu suchen, und streift dabei allein durch den Wilden Westen.
Besonders faszinierend finde ich, wie Caine versucht, die rauen Sitten der Cowboys mit den im Kloster verinnerlichten Werten von Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit in Einklang zu bringen. Rückblenden auf seine Jugendjahre im Shaolin-Tempel wirken wie kleine Lehrstücke – fast wie Mini-Parabeln.
Auch die offene Feindseligkeit gegenüber chinesischen Einwanderern ist ein wiederkehrendes Thema. In einer Episode deckt Caine einen vertuschten Mord an einem Chinesen auf, in einer anderen wird er selbst trotz dünner Beweislage angeklagt Caine und das Mädchen mit der Mandoline, Staffel 1, Folge 10). Diese Geschichten wirken bis heute erstaunlich aktuell.
📺 Retro-Kritik: Kung Fu (1972–1975)
Für mich war und ist Kung Fu seiner Zeit weit voraus. Statt auf schnelle Action setzt die Serie auf Stille, innere Konflikte und eine fast meditative Erzählweise. David Carradine verkörpert Caine mit einer Ruhe, die sich deutlich von den üblichen TV-Helden der 70er-Jahre abhebt.
Auch wenn die Kampfchoreografien aus heutiger Sicht schlicht wirken, bleibt Kung Fu ein atmosphärischer Klassiker, der mehr über Moral, Menschlichkeit und innere Stärke erzählt als über rohe Gewalt. Jede Episode fühlt sich an wie eine kleine Parabel – perfekt für ein Retro-Programm, das nicht nur Nostalgie, sondern auch Haltung zeigen will.
Ein Auswahl von Folgen der TV Serie mit David Carradine
Shane 01 Die Schule