55 Tage in Peking (1963): Monumentalfilm über den Boxeraufstand
55 Tage in Peking ist ein US-amerikanischer Monumentalfilm aus dem Jahr 1963 und zählt zu den großen Historienepen der klassischen Hollywood-Ära. Regie führte Nicholas Ray, während Andrew Marton für große Teile der imposanten Actionszenen verantwortlich war. In den Hauptrollen sind Charlton Heston, Ava Gardner und David Niven zu sehen.
Der Film erzählt die dramatischen Ereignisse rund um den Boxeraufstand in China und die Belagerung des internationalen Gesandtschaftsviertels in Peking im Jahr 1900. Mit aufwendigen Kulissen, Tausenden Statisten und spektakulären Schlachtszenen wurde das Historienepos zu einer der größten Filmproduktionen seiner Zeit.

55 Tage in Peking (1963): Steckbrief
| Deutscher Titel | 55 Tage in Peking |
|---|---|
| Originaltitel | 55 Days at Peking |
| Produktionsland | USA |
| Erscheinungsjahr | 1963 |
| Regie | Nicholas Ray |
| Produzent | Samuel Bronston |
| Genre | Historienfilm, Kriegsfilm, Abenteuerfilm |
| Laufzeit | ca. 154 Minuten |
| Musik | Dimitri Tiomkin |
| Hauptdarsteller | Charlton Heston |
| Weitere Stars | Ava Gardner, David Niven |
| Historischer Hintergrund | Boxeraufstand 1899–1900 |
| Drehorte | Spanien |
| Budget | rund 17 Millionen US-Dollar |
Handlung von 55 Tage in Peking
Im Jahr 1900 befindet sich China in einer schweren politischen Krise. Die sogenannte Boxerbewegung richtet sich gegen den wachsenden Einfluss der westlichen Mächte und gegen christliche Missionen im Land.
Während die Kaiserinwitwe Tzu-Hsi versucht, ihre Macht zu sichern, nehmen die Spannungen gegenüber Ausländern und chinesischen Christen immer weiter zu. Im internationalen Gesandtschaftsviertel Pekings bereiten sich Diplomaten und Militärs auf mögliche Unruhen vor.
Nachdem der deutsche Botschafter auf offener Straße ermordet wird, beginnt die Belagerung des Diplomatenviertels. Dort verschanzen sich rund 500 Ausländer und zahlreiche chinesische Christen unter dem Schutz weniger Soldaten.
Major Matt Lewis, dargestellt von Charlton Heston, übernimmt gemeinsam mit den internationalen Streitkräften die Verteidigung gegen eine vielfache Übermacht. Während der wochenlangen Belagerung kämpfen die Eingeschlossenen ums Überleben.
Neben den militärischen Ereignissen erzählt der Film auch persönliche Geschichten von Liebe, Verlust, Opferbereitschaft und Mut in einer Zeit großer politischer Umwälzungen.
Die wichtigsten Figuren
Major Matt Lewis
Der amerikanische Offizier ist einer der zentralen Verteidiger des Gesandtschaftsviertels. Er übernimmt in den schwierigsten Situationen Verantwortung und wird zu einem Symbol des Widerstands.
Baronin Natalie Ivanoff
Die russische Baronin lebt im Diplomatenviertel und entwickelt eine enge Beziehung zu Major Lewis. Ihre Geschichte sorgt für die romantische Ebene des Films.
Sir Arthur Robertson
Der britische Diplomat versucht während der Belagerung die internationale Gemeinschaft zusammenzuhalten und politische Konflikte innerhalb des Viertels zu lösen.
Kaiserinwitwe Tzu-Hsi
Die Herrscherin des chinesischen Kaiserreichs gerät zwischen politischen Zwängen, nationalistischen Kräften und dem Druck der ausländischen Mächte.
Der historische Boxeraufstand
Dem Film liegt ein reales Ereignis zugrunde: der Boxeraufstand in China zwischen 1899 und 1901. Die als „Boxer“ bekannte Bewegung lehnte den zunehmenden Einfluss westlicher Nationen und christlicher Missionare ab.
Im Sommer 1900 kam es zur berühmten Belagerung des Pekinger Gesandtschaftsviertels. Diplomaten, Soldaten und Zivilisten verschiedener Nationen verteidigten sich dort über mehrere Wochen gegen Angreifer.
Nach 55 Tagen erreichte ein internationales Expeditionskorps aus acht Staaten die Hauptstadt und beendete die Belagerung. Dieses Ereignis bildet den Kern der Filmhandlung.
Produktion und Dreharbeiten
Produzent Samuel Bronston wollte mit 55 Tage in Peking an die großen Historienepen seiner Zeit anknüpfen. Für die Produktion entstanden in Spanien gewaltige Nachbauten des Pekinger Gesandtschaftsviertels.
Das enorme Budget von rund 17 Millionen US-Dollar floss vor allem in monumentale Kulissen, Tausende Kostüme und umfangreiche Massenszenen. Die Schlachten gehören bis heute zu den beeindruckendsten Sequenzen klassischer Monumentalfilme.
Während der Produktion kam es zu gesundheitlichen Problemen von Regisseur Nicholas Ray. Daher übernahmen andere Filmemacher, darunter Andrew Marton, Teile der Dreharbeiten.
Kritiken und Auszeichnungen
Die aufwendigen Schlachtenszenen und die eindrucksvolle Filmmusik von Dimitri Tiomkin wurden vielfach gelobt. Besonders die Größe der Produktion beeindruckte Zuschauer und Kritiker gleichermaßen.
Für zwei Oscars erhielt der Film Nominierungen in den Kategorien Beste Filmmusik sowie Bester Titelsong für „So Little Time“.
Während die Handlung und historische Genauigkeit teilweise kritisch betrachtet wurden, gelten die Massenszenen und die Ausstattung bis heute als Höhepunkte des Genres.
🎬 Film-Tipp: El Cid (1961) – Charlton Heston im nächsten Monumentalepos
Wenn dir 55 Tage in Peking gefallen hat, solltest du unbedingt auch El Cid (1961) ansehen. Ebenfalls mit Charlton Heston in der Hauptrolle gehört der Film zu den bedeutendsten Historienepen der 1960er-Jahre.
Der Monumentalfilm erzählt die Geschichte des legendären spanischen Ritters Rodrigo Díaz de Vivar und verbindet historische Ereignisse mit großen Schlachtszenen, politischen Intrigen und emotionalen Konflikten.
Kurz gesagt: Ein weiteres bildgewaltiges Historienepos mit Charlton Heston, das Fans klassischer Monumentalfilme nicht verpassen sollten.
👉 Mehr zum Film:
El Cid (1961) – Charlton Heston & Sophia Loren
Warum der Film bis heute beeindruckt
55 Tage in Peking entstand in einer Zeit, als große Historienfilme noch mit riesigen Kulissen, Tausenden Statisten und echten Drehorten produziert wurden. Dadurch besitzt der Film eine besondere visuelle Wucht, die auch heute noch beeindruckt.
Vor allem Fans klassischer Monumentalfilme schätzen die aufwendige Ausstattung, die beeindruckenden Schlachtenszenen und die charismatische Besetzung mit Charlton Heston, Ava Gardner und David Niven.
Fazit zu 55 Tage in Peking
55 Tage in Peking gehört zu den großen Historienepen der 1960er-Jahre. Der Film verbindet reale historische Ereignisse mit dramatischer Unterhaltung und präsentiert einige der eindrucksvollsten Massenszenen seiner Epoche.
Zwar nimmt sich die Handlung viele Freiheiten gegenüber der tatsächlichen Geschichte, doch die monumentale Inszenierung, die prachtvolle Ausstattung und die starke Besetzung machen den Film bis heute sehenswert.
Mein Fazit: Ein klassisches Monumentalepos für Fans historischer Abenteuerfilme, großer Schlachten und der legendären Hollywood-Produktionen der 1950er- und 1960er-Jahre.
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🔗 Weiterführende Informationen zu 55 Tage in Peking
Weitere Informationen, Kritiken, Hintergrundmaterial und Filmdaten zu 55 Tage in Peking finden sich bei verschiedenen Film- und Informationsportalen:
📖 Wikipedia
Hintergrundinformationen zum Film, zur Handlung, zur Produktion und zum historischen Boxeraufstand.
🎬 Cinema.de
Filminformationen, Besetzung und weitere Angaben zum Monumentalfilm von 1963.
🍅 Rotten Tomatoes
Internationale Filminformationen sowie Kritiken und Bewertungen zu Fifty Five Days at Peking.
🎞️ Filmdienst
Redaktionelle Informationen und filmkritische Einordnung von 55 Tage in Peking.
⭐ IMDb
Internationale Filmdatenbank mit Informationen zu Besetzung, Crew, Erscheinungsjahr und weiteren Filmdetails.
🎥 Moviepilot
Informationen zum Film, Handlung, Besetzung und Bewertungen aus der deutschen Film-Community.
🎭 Kino-Zeit
Filmkritik, Trailer und redaktionelle Informationen zu 55 Tage in Peking.
Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu 55 Tage in Peking basieren auf den bereitgestellten Informationen sowie den angegebenen Film- und Informationsquellen.
Weitere Informationen finden sich unter anderem bei Wikipedia, IMDb, Cinema.de, Filmdienst und Rotten Tomatoes.