Das Dschungelbuch (1942) – Ein zeitloser Dschungelklassiker nach Rudyard Kipling (Original Bild, Liezen Gemeinfrei)
Das Dschungelbuch (1942) – Abenteuerklassiker nach Rudyard Kipling
Land: USA • Jahr: 1942 • Regie: Zoltán Korda
Das Dschungelbuch 1942 (Originaltitel: Rudyard Kipling’s Jungle Book) ist eine frühe Farbfilm‑Verfilmung des berühmten Romans von Rudyard Kipling. Der Film kombiniert exotische Dschungelkulissen, eindrucksvolle Tieraufnahmen und märchenhafte Fantasy‑Elemente. Dadurch entstand ein Abenteuerklassiker, der bis heute eine besondere Atmosphäre besitzt.
Die Verfilmung gilt als eine der stimmungsvollsten Interpretationen der Mowgli‑Geschichte. Zudem beeindruckt sie durch ihre farbenprächtige Technicolor‑Optik und die aufwendige Ausstattung.
Mehr Hintergründe bietet auch Wikipedia: Das Dschungelbuch (1942).
Mowgli zwischen Mensch und Dschungel
Ein alter Mann erzählt einem britischen Mädchen Geschichten aus seiner Jugend. Dabei erinnert er sich an Mowgli, dessen Vater vom Tiger Shir Khan getötet wurde. Der Junge floh in den Dschungel und wurde von Wölfen großgezogen.
Zwölf Jahre später lebt Mowgli vollständig in der Wildnis. Er versteht die Sprache der Tiere und bewegt sich frei durch den Dschungel. Dennoch bleibt Shir Khan sein größter Feind.
Als Mowgli ein Dorf erreicht, nimmt ihn Messua bei sich auf. Sie ahnt nicht, dass er ihr verlorener Sohn ist. Während Mowgli die Welt der Menschen kennenlernt, freundet er sich mit Mahala an. Doch deren Vater Buldeo misstraut ihm und sieht in ihm eine Bedrohung.
Mowgli und Mahala entdecken einen verlassenen Palast mit einer geheimen Schatzkammer. Eine Kobra warnt sie vor dem Fluch des Goldes. Als Buldeo davon erfährt, beginnt eine gefährliche Jagd nach dem Schatz – begleitet von Gier, Verrat und tödlichen Gefahren.
Parallel dazu muss sich Mowgli Shir Khan stellen. Mit Hilfe von Kaa und Baghira gelingt ihm der Kampf gegen den Tiger. Dennoch hetzt Buldeo die Dorfbewohner gegen ihn auf.
Als ein großes Feuer ausbricht, versucht Mowgli sowohl Menschen als auch Tiere zu retten. Schließlich kehrt er in den Dschungel zurück – dorthin, wo er wirklich hingehört.
Hintergrund und Produktion
Das Dschungelbuch 1942 wurde in Hollywood und am Lake Sherwood gedreht. Produzent Alexander Korda ließ Bambus, Lianen und Pflanzen aus Indien importieren, um authentische Dschungelkulissen zu schaffen.
Über 300 Tiere kamen zum Einsatz. Vier Tiertrainer und ein eigener Regieassistent betreuten sie. Nahaufnahmen wurden ausschließlich mit zahmen Tieren gedreht, um Risiken zu vermeiden.
Während der Produktion kam es zu Konflikten zwischen Alexander und Zoltán Korda. Der eine wollte ein realistisches Abenteuer, der andere ein märchenhaftes Spektakel. Es war ihre letzte gemeinsame Produktion.
Komponist Miklós Rózsa entwickelte für jede Figur ein eigenes musikalisches Thema. Außerdem war Das Dschungelbuch der erste Film, dessen Musik als offizieller Soundtrack veröffentlicht wurde.
Die Premiere fand am 3. April 1942 statt. In Deutschland lief der Film ab 1949 im Kino.
Besetzung und deutsche Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand 1962 in München.
- Sabu – Mowgli (Fritz Wepper)
- Joseph Calleia – Buldeo (Wolfgang Eichberger)
- Patricia O’Rourke – Mahala (Uschi Wolff)
- John Qualen – Barbier (Harry Wüstenhagen)
- Frank Puglia – Gelehrter (Klaus W. Krause)
- Ralph Byrd – Durga (Niels Clausnitzer)
- Faith Brook – englisches Mädchen (Rosemarie Fendel)
Kritiken
Die New York Times lobte die opulente Inszenierung, kritisierte jedoch die starke Betonung des Spektakels. Variety hob die Tieraufnahmen und die farbenprächtige Gestaltung hervor.
Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet den Film als „farbenprächtigen Jugend‑Abenteuerfilm nach Rudyard Kipling“.
Oscars und Auszeichnungen
Bei den Oscars 1943 war Das Dschungelbuch 1942 in vier Kategorien nominiert:
- Beste Kamera
- Beste Filmmusik
- Bestes Szenenbild
- Beste Spezialeffekte
Mein Fazit
Das Dschungelbuch 1942 ist für mich die atmosphärischste Verfilmung des Kipling‑Romans. Der Film besitzt einen einzigartigen Technicolor‑Charme, den moderne Produktionen kaum erreichen.
Wer klassische Abenteuerfilme liebt, sollte diesen Retro‑Klassiker unbedingt sehen. Die Mischung aus echten Tieraufnahmen, märchenhafter Musik und exotischen Kulissen macht ihn zeitlos.
Für Kinder ab etwa sechs Jahren geeignet – und für Erwachsene ein nostalgisches Erlebnis.
Weiterführende Links
- Wikipedia: Das Dschungelbuch (1942)
- IMDb‑Eintrag
- Rotten Tomatoes
- Sindbads siebente Reise – Filmklassiker
Das Original Dschungelbuch aus dem Jahr 1942 - deutsch
Tief im indischen Dschungel ist der mächtige Tiger Shir Khan der Herr ...über Leben und Tod.
Als Shir Kahn eines Nachts das Camp eines britischen Soldatentrupps angreift, kommt es zu einer großen Panik, bei der ein kleiner Inderjunge namens Mogli aus der schützenden Gemeinschaft gerissen wird um im Dschungel verschwindet.
So beginnt Moglis unglaubliches Abenteuer. Er wird von Tieren aufgezogen und muss, zum Mann heranwachsen, mit seinen Freunden Baghira, dem Panther, dem Bären Balu und dem Wolf Grauer Bruder den Dschungel gegen den Tiger Shir Kahn und die gierige Zivilisation verteidigen.Mehr anzeigen