Pink Floyd – The Wall: Ein kompromissloses Kultwerk der Filmkunst
Über den Film
Pink Floyd – The Wall ist die Verfilmung des gleichnamigen Konzeptalbums von Pink Floyd aus dem Jahr 1979. Regie führte Alan Parker, das Drehbuch stammt von Roger Waters. In der Hauptrolle ist Bob Geldof als Rockmusiker Pink zu sehen. Der Film verbindet Realfilm, Animation und die Musik von Pink Floyd zu einem außergewöhnlichen audiovisuellen Gesamtkunstwerk.
Statt einer klassischen, geradlinig erzählten Handlung führt der Film durch Pinks Erinnerungen, Ängste, Fantasien und Wahnvorstellungen. Vergangenheit und Gegenwart gehen dabei immer wieder ineinander über. Die aufwendigen Animationssequenzen von Gerald Scarfe verstärken die surrealen und bedrückenden Bilder des Films.
Pink Floyd – The Wall – ein audiovisuelles Meisterwerk zwischen Rockmusik, Animation und surrealem Drama.
Handlung
Pink ist ein erfolgreicher Rockmusiker, der sich zunehmend von seiner Umwelt isoliert. In einem Hotelzimmer in Los Angeles verliert er sich in Erinnerungen und Gedanken und beginnt, sein bisheriges Leben gedanklich neu zu durchleben.
Dabei werden traumatische Erfahrungen aus seiner Kindheit sichtbar. Besonders der Tod seines Vaters im Zweiten Weltkrieg, das schwierige Verhältnis zu seiner überfürsorglichen Mutter und die zerbrechende Ehe haben tiefe Spuren hinterlassen.
Mit zunehmender Isolation verliert Pink immer stärker den Bezug zur Realität. Drogen und Medikamente verschärfen seine Situation. Schließlich flüchtet er sich in eine düstere Fantasiewelt, in der er selbst zum autoritären Herrscher einer faschistisch anmutenden Massenbewegung wird.
Am Ende findet sich Pink in einem surrealen Gerichtsverfahren wieder. Menschen aus seiner Vergangenheit treten als Zeugen auf. Mutter, Lehrer und Ehefrau werden zu Symbolfiguren für die Erfahrungen, die seine psychische Mauer mit aufgebaut haben.
Das Urteil führt schließlich zur Zerstörung dieser Mauer. Was zunächst als Befreiung erscheint, lässt zugleich offen, was aus Pink nach dem Zusammenbruch seiner inneren Schutzmechanismen werden wird.
Weiterführende Informationen auf Wikipedia
Mehr über die Entstehung, Handlung, Besetzung und Hintergründe des Kultfilms Pink Floyd – The Wall findest du im ausführlichen Wikipedia-Artikel:
Die Mauer als zentrales Symbol
Die Mauer ist das wichtigste Symbol des Films. Sie steht für Isolation, Angst, Einsamkeit und die emotionale Abgrenzung von der Außenwelt. Jede traumatische Erfahrung trägt sinnbildlich dazu bei, diese Mauer höher werden zu lassen.
Dabei ist die Mauer nicht nur ein äußeres Hindernis. Sie entsteht vor allem in Pinks Kopf. Sie schützt ihn vor weiteren Verletzungen, trennt ihn gleichzeitig aber von anderen Menschen und verstärkt seine Einsamkeit.
Die Zerstörung der Mauer am Ende des Films bildet deshalb einen entscheidenden Wendepunkt: Pink wird gezwungen, sich seiner Vergangenheit und seinen eigenen Handlungen zu stellen.
Kindheit, Krieg und Entfremdung
Ein wiederkehrendes Thema des Films ist der Gegensatz zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt. Pinks Kindheit wird teilweise als stille und scheinbar friedliche Welt dargestellt, während Autoritäten wie Eltern, Lehrer, Ärzte und andere Erwachsene zunehmend als bedrohlich oder übermächtig erscheinen.
Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung des Schulsystems in Another Brick in the Wall, Part 2. Die Schüler erscheinen dabei als uniformierte Masse, die ihrer Individualität beraubt wird. Die berühmte Animation von Gerald Scarfe gehört zu den prägnantesten Bildern des Films.
Hintergrund
Die Figur Pink weist deutliche autobiografische Bezüge zu Roger Waters auf. Dazu gehören insbesondere der Verlust des Vaters im Zweiten Weltkrieg, die Erfahrungen mit der Mutter und die Themen Entfremdung und Isolation.
Gleichzeitig wird Pink häufig mit Syd Barrett in Verbindung gebracht, dem frühen Sänger und Gitarristen von Pink Floyd. Barretts psychischer Zusammenbruch und sein Rückzug aus der Band gehören zu den biografischen Hintergründen, die bei der Interpretation von The Wall immer wieder eine Rolle spielen.
Der Film ist dabei keine rein autobiografische Geschichte. Pink ist eine fiktive Figur, in der verschiedene Erfahrungen und Themen zusammengeführt werden.
Kritiken
„Grell-monströse Illustrationen … beeindruckt der wirre Film allein durch die konsequente Verbindung von Musik und Bild.“
– Lexikon des Internationalen Films
„Eine technisch brillante Kakophonie aus Licht und Ton …“
– Norbert Stresau
IMDb: ca. 8,0/10
Mein Fazit
Pink Floyd – The Wall ist weit mehr als die Verfilmung eines Rockalbums. Alan Parker und Roger Waters verbinden Musik, Realfilm, Animation und surrealistische Bilder zu einer außergewöhnlichen Auseinandersetzung mit Trauma, Einsamkeit, Verlust und psychischer Isolation.
Besonders die Animationen von Gerald Scarfe und die Musik von Pink Floyd machen den Film bis heute unverwechselbar. Wer eine klassische Erzählstruktur erwartet, dürfte von der fragmentarischen und albtraumhaften Inszenierung überrascht sein. Wer sich jedoch auf die Bildsprache und Musik einlässt, erlebt einen der ungewöhnlichsten Musikfilme seiner Zeit.
Mein Urteil: Ein kompromissloses Kultwerk und ein außergewöhnliches audiovisuelles Erlebnis.
Doku-Tipp: Scorpions – Wind of Change
Von der inneren Mauer eines Menschen zur realen Mauer, die Europa jahrzehntelang teilte: Die Geschichte von The Wall lässt sich thematisch auch mit der deutschen Geschichte verbinden.
Die Scorpions wurden mit „Wind of Change“ zu einem Symbol für den politischen Wandel in Europa. Der 1990 veröffentlichte Song entstand vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche in Europa und wurde eng mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Mauerfall verbunden.
Pink Floyd – The Wall - Der Spielfilm
Label:Constantin Film – 003 034, Taurus Film GmbH – 003 034
Format:VHSRip, Reissue, Stereo, PAL 480p
Country:Germany
Released:1986
Genre:Rock, PopStyle:Psychedelic Rock, Prog Rock
Before the film begins, there ...is an intro with German text panels, which are also read by a German speaker (0:30 min.). Then the logo of the film distribution company (Neue Constantin Film) will be displayed.
The action scenes are dubbed German. The songs were subtitled in German.
This version is likely to be identical to the German Theatrical Version. Unfortunately, here is the image format (about 1,95: 1) cropped on the sides. The original format would be Scope (2,35: 1). The sound is "Linear Stereo".
TOPRARITÄT: Bei der herkömmlichen englischen "The Wall Fassung” hat man den Titel “Hey You”, so wie er auf der Doppel-LP vorhanden ist, unter den Tisch fallen lassen, obwohl dazu auch Filmmaterial gedreht wurde. Weiterhin fehlt bei der normalen englischen Fassung das gesprochene Textintro, wie bei der deutschen Kinofassung von Constantin Film. Die Constantin Fassung ist auch die einzige Ausgabe, bei der die Dialoge wie bei den Szenen am Spielplatz, mit dem Lehrer, Manager oder dem Groupie für die deutschen Kinos synchronisiert wurde und zugleich deutsche Untertitel enthält.
Diese deutsche Version kam damals nur in geringsten Stückzahlen als V8 – Videoband auf dem Markt und wurde von Constantin Video ausschließlich als Verleih – VHS für Videotheken zur Verfügung gestellt. Leider gibt es bis heute von der deutschen Version nur diese alten Leihkasseten, die qualitätsmäßig nicht auf der Höhe der Zeit sind. Darüber hinaus wurde auch hier der Titel “Hey You” von den Fans vermisst. Bis heute gibt es keine ungeschnittene remastered Version von The Wall.
Dies ist die ungeschnittene deutsche Kinofassung, privat hergestellt von Filmfreunden, remastered vom VHS auf DVD-R DL mit hervoragender Bildqualität, inkl. Textintro, dem Titel “Hey You” und deutschen Untertiteln mit einer Laufzeit von 102 Minuten, die nur mit viel Glück als Filmbörsenware zu finden ist.
7 Minuten längere Laufzeit, mit deutscher Synchronisation inkl. 2 deutschen Untertitelspuren stehen zur Auswahl.Weitere Video anzeigen