Der schwarze Seeteufel (1961)
Originaltitel: Gordon, il pirata nero
Alternativtitel: Gordon, chevalier des mers (FRA), El pirata negro (ESP), The Black Buccaneer (GBR), Rage of the Buccaneers (USA), Black Pirate, Pirate Warrior
Deutsche Erstaufführung: 13. Juli 1962
Regie: Mario Costa
Kamera: Carlo Bellero
Musik: Carlo Rustichelli
Drehbuch: John Byrne, Ottavio Poggi
Inhalt
Gordon ist ein gefürchteter Pirat, bekannt als „Der schwarze Seeteufel“. Doch seine Mission ist ehrenhaft: Er bekämpft Sklavenhändler und stellt sich dem Menschenhandel entgegen. Auf der Suche nach dessen Ursprung reist er nach San Salvador und tarnt sich als Plantagenbesitzer. Doch sein Plan gerät ins Wanken, als sein Erzfeind Tortuga auftaucht.
Hintergrund
Die italienischen Piratenfilme orientieren sich stark an klassischer Abenteuerliteratur, etwa von James Fenimore Cooper, Robert Louis Stevenson oder Emilio Salgari, sowie an den großen Hollywood-Vorbildern.
Kritik
„Der schwarze Seeteufel“ kombiniert klassische Piratenmotive wie Intrigen um einen Gouverneur und das Thema Sklaverei. Im Mittelpunkt steht Gordon – ein ernsthafter, zielstrebiger Held, der sich deutlich von den oft humorvollen Draufgängern des Genres unterscheidet. Er vermeidet unnötige Kämpfe, handelt aber konsequent, wenn es darauf ankommt.
Der Film zeichnet klare Linien zwischen Gut und Böse und bietet mit Figuren wie Tortuga und Romero starke Gegenspieler. Auch eine romantische Handlung ist integriert, die zusätzliche Spannung erzeugt.
„Aber Ihr seid ein Pirat; das könnt Ihr doch wohl nicht leugnen.“ – Manuela
„Wenn Ihr damit meint, dass ich gegen die Sklaverei kämpfe, dann leugne ich es nicht!“ – Gordon
Visuell überzeugt der Film durch farbenfrohe Bilder und eine solide Inszenierung. Zudem wird die deutsche Synchronisation besonders positiv hervorgehoben.
Externe Kritiken & Quellen
- IMDb – Bewertung: 5,1/10
- Moviepilot
- Cinema.de – Redaktionelle Kritik
- Italo-Cinema.de
- OFDb – Die Seite für Film-Liebhaber
Mein Fazit
Ein durchschnittlicher Piratenfilm „made in Italy“, der besonders für Fans von Vincent Price interessant ist. Zwar kann er nicht mit großen Hollywood-Blockbustern mithalten, besitzt aber einen eigenen Charme. Gerade weil viele Genrevertreter aus den USA stammen, wirkt dieser Film erfrischend anders und durchaus reizvoll.