Dallas – Die Kultserie, die Fernsehgeschichte schrieb

Für mich ist Dallas nicht einfach nur eine US-amerikanische Fernsehserie, die zwischen 1978 und 1991 produziert wurde – sie ist ein Stück Fernsehgeschichte, das mich bis heute begleitet. Schauplatz ist die texanische Metropole Dallas, in der sich alles um Macht, Geld und Intrigen innerhalb der fiktiven Familie Ewing dreht – und genau diese Mischung aus Glamour und Abgrund hat mich von Anfang an gepackt.
Insgesamt entstanden 357 Episoden sowie drei Fernsehfilme, die vom US-Sender CBS ausgestrahlt wurden. Die ikonische Titelmelodie von Jerrold Immel gehört für mich zu den großen Gänsehaut-Momenten der TV-Geschichte – schon nach wenigen Tönen bin ich wieder auf der Southfork Ranch. Gemessen an den Zuschauerzahlen gehört Dallas weltweit zu den erfolgreichsten Fernsehserien überhaupt, aber für mich zählt vor allem: Diese Serie hat sich tief ins Gedächtnis eingebrannt.
Die Entstehungsgeschichte – aus Fan-Sicht
Besonders spannend finde ich, dass als wichtigste Inspiration der Filmklassiker „Giganten“ (1956) gilt. Vor allem die Figur Jett Rink, gespielt von James Dean, diente als Vorlage für den späteren Seriencharakter J. R. Ewing – sogar die Initialen wurden übernommen. Im April 1978 startete Dallas zunächst als fünfteilige Miniserie. Aufgrund des großen Erfolgs folgte im Herbst desselben Jahres die erste reguläre Staffel.
Interessant ist auch, dass der ursprüngliche Arbeitstitel „Linda-Evans-Projekt“ lautete, da Linda Evans von Beginn an als Hauptdarstellerin eingeplant war. Produziert wurde die Serie von Lorimar, einer Firma, die zuvor vor allem für familienfreundliche Formate wie Die Waltons bekannt war. Dass ausgerechnet dieses Studio dann eine der intrigantesten und einflussreichsten Serien der 1980er-Jahre hervorbrachte, hat für mich bis heute einen besonderen Reiz.
Warum die Figuren so unvergesslich sind
Was Dallas für mich zur echten Kultserie macht, sind die Figuren. Allen voran John Ross „J.R.“ Ewing, Jr., gespielt von Larry Hagman. Er ist Miss Ellies und Jock Ewings ältester Sohn und leitet Ewing Oil – und er „wendet jeden Trick an, sei er noch so schmutzig“. Genau diese Mischung aus Charme, Skrupellosigkeit und verletztem Stolz macht ihn zu einer der faszinierendsten TV-Figuren überhaupt.
Auf der anderen Seite steht sein Bruder Robert „Bobby“ James Ewing, gespielt von Patrick Duffy. Er gilt als integerer Geschäftsmann, kann aber auch knallhart sein, wenn es nötig ist. Für mich verkörpert Bobby das moralische Gegengewicht zu J.R. – und gerade dieses Spannungsfeld zwischen den Brüdern ist ein Kern der Faszination von Dallas.
Tief berührt hat mich immer die Figur Sue Ellen Shepard Ewing Lockwood, gespielt von Linda Gray. Ihre Ehe mit J.R. ist von Höhen und Tiefen geprägt, sie leidet unter seinem Egoismus und sucht Trost im Alkohol. Ihre Rückfälle, ihr Kampf und ihre Versuche, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, geben der Serie eine emotionale Tiefe, die weit über einfache Seifenoper-Klischees hinausgeht.
Southfork, Öl und Familienfehden – der besondere Reiz
Die Southfork Ranch, das „fiktive Anwesen der Familie Ewing“ in Parker, Texas, ist für mich längst zu einem ikonischen Ort geworden. Sie steht für den Mythos vom texanischen Reichtum, aber auch für all die Geheimnisse, Affären und Konflikte, die sich hinter der glänzenden Fassade abspielen. Ob Jock Ewing, der Gründer von Ewing Oil, oder Eleanor „Miss Ellie“ Southworth Ewing Farlow, gespielt von Barbara Bel Geddes und später Donna Reed – die Familie ist das Herz der Serie.
Auch die ewige Fehde mit den Barnes, allen voran Clifford „Cliff“ Barnes, gespielt von Ken Kercheval, gehört für mich zu den großen Handlungsbögen von Dallas. Der Kampf um Ewing Oil, alte Verletzungen, Rache und verletzte Eitelkeiten – all das sorgt dafür, dass die Serie auch heute noch erstaunlich modern wirkt.
Dallas in Deutschland – ein Straßenfeger
In Deutschland feierte die Serie ihr Debüt am 30. Juni 1981 in der ARD. Auch hierzulande wurde Dallas schnell zum Straßenfeger und prägte über Jahre hinweg das Bild der amerikanischen Prime-Time-Unterhaltung. Für mich gehört Dallas zu den Serien, die man nicht einfach nur schaut – man erlebt sie. Jede Intrige, jede Familienfehde und jeder Blick über die Weiden von Southfork trägt ein Stück TV-Magie in sich, das bis heute nachhallt.
Dallas (1978): Wir erinnern uns an die verstorbenen Stars der Serie
Mit insgesamt 14 Staffeln und 357 Episoden prägte Dallas das Genre der Primetime-Soaps entscheidend mit und setzte Maßstäbe für spätere TV-Dramen. Die Serie wurde weltweit ausgestrahlt und erreichte Kultstatus, insbesondere durch den berühmten Cliffhanger „Who shot J.R.?“, der Fernsehgeschichte schrieb.
Dallas war nicht nur ein Spiegelbild des amerikanischen Traums, sondern auch ein Symbol für Macht, Gier und familiären Zusammenhalt in einer sich wandelnden Gesellschaft.Show More