Original Filmplakat (Lizenz Gemeinfrei)
Der Dieb von Bagdad 1940
Der Dieb von Bagdad (Originaltitel: The Thief of Bagdad) ist ein von Alexander Korda in Großbritannien produzierter Fantasy- und Abenteuerfilm in Technicolor aus dem Jahr 1940. Gleichzeitig handelt es sich um einen märchenhaften Filmklassiker nach Motiven aus Tausendundeine Nacht. Die aufwendige Produktion dauerte – auch aufgrund des Zweiten Weltkriegs – mehr als zwei Jahre. Bis heute gilt der Film als Meilenstein des Fantasy-Genres, insbesondere wegen seiner beeindruckenden Spezialeffekte, die später sogar mit einem Oscar ausgezeichnet wurden.
Handlung
Ahmad verliert seinen Thron
Ein blinder junger Mann wird auf der Straße durch eine fremde Frau angesprochen, die ihn in ihr Haus einlädt und ihm Essen verspricht. Dort erzählt der Blinde seine Lebensgeschichte: Als Kalif Ahmad regierte er einst über Bagdad. Allerdings führte sein Großwesir Jaffar tatsächlich die Geschäfte und unterdrückte das Volk brutal.
Eines Nachts geht Ahmad verkleidet durch die Straßen Bagdads, um zu erfahren, wie die Menschen wirklich über ihn denken. Dabei stellt ihm Jaffar jedoch eine Falle und lässt ihn für verrückt erklären. Ahmad landet im Gefängnis und lernt dort den jungen Dieb Abu kennen. Beide sollen am nächsten Morgen hingerichtet werden. Dank Abus Geschick gelingt ihnen allerdings die Flucht nach Basra.
Die Prinzessin von Basra
In Basra regiert ein Sultan, dem seine Spielzeuge wichtiger sind als sein Volk. Außerdem versteckt er seine wunderschöne Tochter vor allen Männern. Trotzdem begegnet Ahmad der Prinzessin zufällig und verliebt sich sofort in sie. Auch die Prinzessin empfindet sofort Zuneigung für ihn.
Währenddessen erscheint Jaffar in Basra und schenkt dem Sultan ein fliegendes Zauberpferd. Im Gegenzug verlangt er die Hand der Prinzessin. Diese lehnt ihn jedoch ab und flieht verkleidet aus dem Palast. Gleichzeitig werden Ahmad und Abu entdeckt und gefangen genommen. Daraufhin nutzt Jaffar seine magischen Kräfte: Ahmad verliert sein Augenlicht und Abu wird in einen Hund verwandelt.
Magie, Verrat und der Dschinn
Die Prinzessin wird später von einem Sklavenhändler gefangen und erneut in den Palast gebracht. Dort fällt sie in einen tiefen Schlaf. Nur Ahmad kann sie wieder erwecken. Allerdings entführt Jaffar die Prinzessin kurz darauf auf sein Schiff.
Abu, der noch immer verzaubert ist, wird von Jaffar ins Meer geworfen. Dennoch überlebt er und gelangt schließlich an einen einsamen Strand. Dort entdeckt er eine geheimnisvolle Flasche und befreit unwissentlich einen gewaltigen Dschinn.
Zunächst bedroht der Dschinn Abu. Doch der clevere Junge überlistet ihn und erhält schließlich drei Wünsche. Daraufhin gelangen beide zu einem magischen Kristall, dem allsehenden Auge. Mithilfe des Kristalls erkennt Abu, wie gefährlich Jaffars Einfluss inzwischen geworden ist.
Der Kampf gegen Jaffar

Später geraten Ahmad und Abu in Streit. Durch ein Missgeschick wird Ahmad nach Bagdad versetzt, während Abu allein zurückbleibt. Kurz darauf trifft Abu auf geheimnisvolle Weise Männer, die ihn für den prophezeiten Erlöser halten. Deshalb schenken sie ihm eine magische Armbrust und einen fliegenden Teppich.
Währenddessen versucht Jaffar endgültig die Macht an sich zu reißen. Außerdem manipuliert er die Prinzessin mithilfe einer magischen blauen Rose. Ahmad wird schließlich zum Tode verurteilt.
Im letzten Moment erscheint Abu jedoch auf seinem fliegenden Teppich über Bagdad. Das Volk erkennt in ihm den vorhergesagten Retter. Dadurch beginnt ein Aufstand gegen Jaffars Schreckensherrschaft. Schließlich tötet Abu den Magier mit dem Pfeil der Gerechtigkeit.
Am Ende wollen Ahmad und die Prinzessin heiraten. Ahmad plant sogar, Abu zu seinem Wesir zu machen. Doch Abu entscheidet sich lieber für neue Abenteuer und fliegt auf seinem Teppich davon.
Mein Fazit
Der Dieb von Bagdad ist ein zeitloser Filmklassiker und zugleich ein faszinierendes Stück Kinogeschichte. Besonders die fantasievolle Atmosphäre, die beeindruckenden Spezialeffekte und die märchenhafte Handlung machen den Film auch heute noch sehenswert.
Ich habe diesen Abenteuerfilm früher immer wieder gern im Fernsehen angeschaut, denn er besitzt einen ganz besonderen Zauber, den moderne Produktionen oft vermissen lassen. Vor allem Fans von klassischen Abenteuer- und Historienfilmen kommen hier voll auf ihre Kosten.
Darüber hinaus überzeugt der Film durch seine liebevolle Inszenierung und seine unvergesslichen Figuren. Wer große Filmklassiker mag, sollte sich dieses echte Schätzchen deshalb keinesfalls entgehen lassen.