Blob – Schrecken ohne Namen (1958): Steve McQueen kämpft gegen eine gallertartige Lebensform aus dem All
Blob – Schrecken ohne Namen (Originaltitel: The Blob) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm von Irvin S. Yeaworth junior aus dem Jahr 1958. In einer seiner frühen großen Kinorollen spielt Steve McQueen den Jugendlichen Steve Andrews, der gemeinsam mit seiner Freundin Jane Martin eine außerirdische Bedrohung entdeckt.
Was zunächst wie eine ungewöhnliche Sternschnuppe aussieht, entpuppt sich als außerirdischer Organismus. Die gallertartige Masse verschlingt alles, was sie berührt, und wächst mit jedem Opfer. Doch obwohl Steve und Jane die Gefahr mit eigenen Augen sehen, will ihnen zunächst niemand glauben.
Während die Kreatur immer größer wird und eine Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzt, müssen die Jugendlichen herausfinden, wie sich das scheinbar unaufhaltsame Wesen stoppen lässt.

Blob – Schrecken ohne Namen (1958): Steckbrief
Besetzung von Blob – Schrecken ohne Namen
Im Mittelpunkt steht Steve McQueen als Steve Andrews. Für McQueen war der Film ein wichtiger früher Schritt auf dem Weg zu seiner späteren Karriere als Hollywoodstar. An seiner Seite spielt Aneta Corsaut die Jane Martin. Gemeinsam versuchen die beiden, ihre Heimatstadt vor dem außerirdischen Wesen zu warnen.
- Steve McQueen – Steve Andrews
- Aneta Corsaut – Jane Martin
- Earl Rowe – Lieutenant Dave
- Olin Howland – der alte Mann
- Stephen Chase – Dr. T. Hallen
- John Benson – Sergeant Jim Bert
- Lee Payton – Tony Gressette
- George Karas – Joe, der Eisverkäufer
Handlung von Blob – Schrecken ohne Namen (1958)
Die Jugendlichen Steve Andrews und Jane Martin beobachten eines Abends, wie eine Sternschnuppe in einem nahegelegenen Wald niedergeht. Neugierig machen sie sich auf den Weg zur Einschlagstelle. Dort entdeckt ein alter Mann, der in einer Waldhütte lebt, einen kleinen Meteoriten. Als er mit einem Stock eine gallertartige Substanz aus dem Gestein zieht, haftet diese plötzlich an seiner Hand. Der Mann bekommt die Masse nicht mehr los und leidet unter heftigen Schmerzen.
Steve und Jane begegnen dem verstörten Mann auf der Landstraße und bringen ihn zu einem Arzt. Während Steve zum Einschlagsort zurückgeschickt wird, um nach weiteren Spuren zu suchen, untersucht der Arzt den Verletzten. Doch bevor ihm geholfen werden kann, breitet sich die außerirdische Substanz aus: Der Blob verschlingt den alten Mann, anschließend auch die Arzthelferin und den Arzt.
Niemand glaubt den Jugendlichen
Steve wird Zeuge des Grauens und alarmiert die Polizei. Doch als die Beamten das Haus untersuchen, finden sie keine eindeutigen Beweise. Da der Arzt angeblich zu einer Konferenz aufgebrochen sein soll, hält man Steves Geschichte für unglaubwürdig. Steve und Jane werden nach Hause geschickt, geben sich aber nicht geschlagen. Sie treffen sich heimlich wieder und versuchen, ihre Freunde und die Bewohner der Stadt zu warnen.
Die Entdeckung der Schwachstelle
Gemeinsam mit anderen Jugendlichen suchen Steve und Jane nach Hinweisen. Am Supermarkt von Steves Vater bemerken sie eine offene Tür. Im Gebäude werden sie vom inzwischen gewachsenen Blob angegriffen. Sie können sich in einen Kühlraum retten. Dort stellen sie fest, dass die Kreatur die Kälte meidet und den gekühlten Raum nicht betreten kann. Damit kennen sie endlich eine mögliche Schwachstelle des Monsters.
Angriff auf das Kino
Der Blob wächst weiter und dringt schließlich in das Kino ein. Unter den Besuchern bricht Panik aus. Einige Menschen können entkommen, während die Kreatur immer mehr Raum einnimmt. Die berühmte Kinoszene gehört zu den einprägsamsten Momenten des Films: Die Gefahr bricht mitten in den Alltag der Stadt ein, während die Menschen zunächst kaum begreifen, womit sie es zu tun haben.
Der Kampf gegen den Blob
Steve, Jane, Janes kleiner Bruder und weitere Menschen suchen Schutz im Keller eines Diners. Steve erklärt, dass der Blob auf Kälte empfindlich reagiert. Daraufhin organisieren die Menschen Feuerlöscher und setzen sie gemeinsam gegen das Monster ein. Tatsächlich gelingt es, die gallertartige Lebensform einzufrieren und dadurch stark zu verkleinern.
Schließlich wird der eingefrorene Blob mit einem Transportflugzeug der United States Air Force über der Arktis abgeworfen. Die unmittelbare Gefahr scheint gebannt – doch der Film lässt die Frage offen, ob die eisige Umgebung das Wesen wirklich für immer unschädlich machen kann.
Hintergrund zum Film Blob – Schrecken ohne Namen
Blob – Schrecken ohne Namen entstand aus der Zusammenarbeit der Drehbuchautorin Kate Phillips, die auch unter dem Namen Kay Linaker bekannt war, und des Filmemachers Irvin S. Yeaworth junior. Yeaworth arbeitete zuvor vor allem an religiösen Kurzfilmen. Mit The Blob schuf er einen Science-Fiction-Horrorfilm, der sich deutlich von diesen früheren Arbeiten unterschied.
Der Film startete am 12. September 1958 in den US-amerikanischen Kinos. In Deutschland kam er am 18. März 1960 unter dem Titel Blob – Schrecken ohne Namen in die Kinos. Als Alternativtitel ist auch Angriff aus dem Weltall bekannt.
Eine ungewöhnliche Monsteridee
Im Zentrum steht kein klassisches Monster mit Körper und Gesicht, sondern eine formlose, ständig wachsende Masse. Der Blob wird gefährlicher, je mehr Menschen er verschlingt. Diese einfache, aber wirkungsvolle Idee verleiht dem Film seinen besonderen Reiz und macht die Bedrohung jederzeit schwer einschätzbar.
Die wichtigsten Themen im Film „Blob – Schrecken ohne Namen“
Jugendliche gegen die Erwachsenenwelt
Steve und Jane erkennen die Gefahr als Erste und versuchen, die Stadt zu warnen. Doch die Erwachsenen nehmen ihre Beobachtungen lange nicht ernst. Der Konflikt zwischen den Generationen ist ein wichtiger Bestandteil der Handlung.
Angst vor dem Unbekannten
Der Blob kommt aus dem All und entzieht sich allen vertrauten Vorstellungen. Niemand weiß zunächst, was die Substanz ist oder wie sie aufgehalten werden kann. Gerade diese Ungewissheit erzeugt einen großen Teil der Spannung.
Zusammenhalt und Einfallsreichtum
Erst als die Menschen zusammenarbeiten und Steves Beobachtung ernst nehmen, finden sie eine Möglichkeit, das Monster aufzuhalten. Der Film macht Mut, genauer hinzusehen und auch ungewöhnliche Lösungen in Betracht zu ziehen.
Nachwirkung und Kultstatus
Blob – Schrecken ohne Namen entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Kultfilm des Science-Fiction- und Horrorkinos. Besonders Steve McQueens frühe Hauptrolle, die ungewöhnliche Kreatur und die berühmte Kinoszene trugen dazu bei, dass der Film bis heute bekannt ist.
1972 entstand mit Beware! The Blob eine Fortsetzung, bei der Schauspieler Larry Hagman Regie führte. 1988 folgte eine Neuverfilmung unter dem Titel Der Blob, die den Stoff deutlich härter und mit wesentlich drastischeren Spezialeffekten erzählte.
In Phoenixville im US-Bundesstaat Pennsylvania findet seit dem Jahr 2000 jährlich das Blobfest statt. Im Colonial Theater, einem der Originalschauplätze des Films, wird der Klassiker gezeigt. Anschließend stellen Besucher die im Film dargestellte Flucht aus dem Kino nach.
Rezeption und Filmkritik zu Blob – Schrecken ohne Namen
Das Lexikon des internationalen Films ordnet Blob – Schrecken ohne Namen als zum Kultfilm avancierten Gruselklassiker ein. Besonders hervorgehoben wird der Spannungsaufbau: Die Jugendlichen sehen das Grauen zuerst, doch die Erwachsenen schenken ihnen lange keinen Glauben.
Aus heutiger Sicht lebt der Film nicht nur vom Horror, sondern auch von seinem Zeitbild der amerikanischen 1950er-Jahre. Die Spezialeffekte wirken inzwischen eher charmant als erschreckend, doch gerade ihr handgemachter Charakter gehört zum Reiz des Films.
Wer modernen, expliziten Horror erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. The Blob setzt stärker auf Atmosphäre, Suspense, eine originelle Monsteridee und den Konflikt zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.
Mein Fazit zu Blob – Schrecken ohne Namen
Blob – Schrecken ohne Namen ist ein unterhaltsamer und origineller Science-Fiction-Horrorklassiker. Die Vorstellung einer außerirdischen Masse, die mit jedem Opfer größer wird, ist ebenso simpel wie wirkungsvoll. Dazu kommt Steve McQueen in einer frühen Hauptrolle, lange bevor er zu einem der großen Stars Hollywoods wurde.
Die Inszenierung ist typisch für das Genrekino der 1950er-Jahre: Mit begrenzten Mitteln entsteht eine einprägsame Bedrohung, die vor allem durch Spannung und die Reaktionen der Figuren funktioniert. Die Kinoszene und die Entdeckung der Kälte als Schwachstelle bleiben besonders im Gedächtnis.
🎬 Film-Tipp: Dark Star – Finsterer Stern (1974)
John Carpenters kultige Sci-Fi-Parodie
Wenn dir Blob – Schrecken ohne Namen gefallen hat, könnte auch Dark Star – Finsterer Stern etwas für dich sein. Der Science-Fiction-Kultfilm von John Carpenter erzählt mit viel schwarzem Humor von einer Raumschiffbesatzung, deren langwierige Mission im All zunehmend aus dem Ruder läuft.
Statt eines klassischen Weltraumabenteuers erwartet dich eine schräge Mischung aus Einsamkeit, technischen Pannen und philosophischem Witz. Ein ganz anderer, aber ebenso eigenwilliger Blick auf das Science-Fiction-Kino.
👉 Hier geht’s zum Film:
▶️ Blob – Schrecken ohne Namen
🔗 Weiterführende Links zu Blob – Schrecken ohne Namen
Weitere Informationen zu Besetzung, Produktion und Filmgeschichte findest du bei folgenden Filmportalen:
- IMDb – Blob – Schrecken ohne Namen – Filmdaten und Hintergrundinformationen
- IMDb – Vollständige Besetzung – Darsteller und Crew-Mitglieder
- Rotten Tomatoes – The Blob – Kritiken und Filminformationen
- Filmdienst – Blob – Schrecken ohne Namen – Filmkritik und Einordnung
- Wikipedia – Blob – Schrecken ohne Namen – Überblick zur Filmgeschichte
Hinweis: Verfügbarkeit und Inhalte externer Webseiten können sich ändern. Die Links dienen der weiterführenden Information.
Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu Handlung, Besetzung, Kinostarts und Filmgeschichte orientieren sich an den verfügbaren Filminformationen zu Blob – Schrecken ohne Namen (The Blob, 1958).