60er Jahre Space-Action: Perry Rhodan und das alienhafte Abenteuer
60er Jahre Space-Action: Perry Rhodan und das alienhafte Abenteuer
Originaltitel: …4 …3 …2 …1 …morte • Land: Italien / Spanien / Deutschland • Genre: Science-Fiction / Abenteuer • Regie: Primo Zeglio • Kinostart (Deutschland): 20. Oktober 1967
Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall ist der einzige Kinofilm, der den berühmten Heftroman-Helden Perry Rhodan in den Mittelpunkt stellt. Die deutsche Fassung wurde gegenüber der internationalen Version Mission Stardust um rund 15 Minuten gekürzt. Trotzdem gilt der Film heute als kultiges Retro‑Werk der 1960er‑Jahre, das Science-Fiction, Agentenfilm und Gangster-Elemente miteinander verbindet.
Die Handlung
Perry Rhodan, Major der „U.S. Space Force“, wird mit seinem Team auf eine geheime Mission zum Mond geschickt. Zuvor hatten Wissenschaftler unter dem sogenannten „Nubischen Meer“ ein unbekanntes Metall entdeckt, das wertvoller sein soll als alle Edelmetalle zusammen. Während die Mission vorbereitet wird, belauscht Gangsterboss Arkin die Gespräche und plant, das Wissen für sich zu nutzen.
Auf dem Mond stößt Rhodans Team überraschend auf ein außerirdisches Raumschiff. Dort treffen sie auf den Wissenschaftler Crest und die Kommandantin Thora. Beide stammen vom Planeten Arkon, der 114 Lichtjahre entfernt liegt. Da ihre Reparaturroboter zerstört wurden, können sie ihr Schiff nicht mehr starten. Deshalb bietet Perry Rhodan seine Hilfe an.
Dr. Paulsen erkennt schnell, dass Crest schwer erkrankt ist. Er leidet an Leukämie, da sein Immunsystem durch genetische Degeneration geschwächt ist. Nur der Arzt Dr. Haggard auf der Erde kann helfen. Deshalb fliegt die Gruppe mit einem kleinen arkonidischen Beiboot nach Afrika.
Dort geraten Rhodan und Burley in einen Hinterhalt von Arkins Leuten. Mit Thoras Technologie können sie sich jedoch befreien. Schließlich erreichen sie Dr. Haggard – oder zumindest jemanden, der so aussieht. Denn schon bald zeigt sich, dass Arkin den echten Haggard entführt hat und ein Doppelgänger an seiner Stelle arbeitet.
Während Crest behandelt wird, eskaliert die Situation. Arkins Leute versuchen, die Heilung zu sabotieren. Thora aktiviert ihre Kampfroboter, die die Angreifer mit einem blauen Energiestrahl entmaterialisieren. Gleichzeitig wird Thora entführt und auf Arkins Insel verschleppt.

Perry Rhodan befreit sich aus der Gefangenschaft und kehrt zum Raumschiff zurück. Crest kann Thoras Standort über ein arkonidisches Gerät orten. Daraufhin brechen Rhodan und Burley in Schutzanzügen zu Arkins Insel auf. Sie befreien Thora, während Flipper – ein Verräter aus Rhodans Team – ums Leben kommt. Arkin flieht zunächst, doch Thora zerstört die gesamte Insel mit einem einzigen Knopfdruck.
Gemeinsam mit dem echten Dr. Haggard kehren alle zum Mond zurück. Dort kommt es schließlich zur symbolischen Vereinigung der Arkoniden und der Menschen. In der letzten Szene liegen sich Thora und Perry Rhodan in den Armen – ein klassisches Happy End der 1960er‑Jahre.
Produktionsnotizen
Der Film wurde 1966 in Rom, Spanien und auf Teneriffa gedreht. Er gilt als typisches europäisches Science-Fiction‑Trashprodukt der 60er‑Jahre: buntes Design, einfache Effekte und Dialoge, die heute oft unfreiwillig komisch wirken. Die Rolle von Perry Rhodan übernahm der US‑Schauspieler Lang Jeffries.
Die Handlung basiert lose auf den ersten drei Romanen der Perry‑Rhodan‑Serie: Unternehmen Stardust, Die dritte Macht und Die strahlende Kuppel. Viele Elemente wurden jedoch stark verändert oder vereinfacht. So wurde die Wüste Gobi zur afrikanischen Savanne, und neue Figuren wie Dr. Sheridan oder Gangsterboss Arkin wurden hinzugefügt.
Für Essy Persson, die Thora spielt, war der Film der Beginn einer kurzen internationalen Karriere. Der Titelsong Seli stammt von Marcello Giombini und wurde von Edda Dell’Orso gesungen.
Kritiken
Die Kritiken fielen sehr unterschiedlich aus. Viele Fans der Romanreihe waren enttäuscht, da der Film stark von der Vorlage abweicht. Andere lobten den charmanten Retro‑Look und die Mischung aus Science-Fiction und Agentenfilm.
„Technisch aufwendiger, aber formal zweitklassiger Science-Fiction-Film.“
Lexikon des internationalen Films
„Fans hassen den Film mit Inbrunst.“
Spiegel Online
Weitere technische Daten
- Produktionsfirmen: P.E.A. Cinematografica, Tefi Filmproduktion, Attor-Film S.A.
- Verleih: Constantin Film
- Filmformat: 35 mm • Farbe: Technicolor
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Mein Fazit
Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall ist ein Film für Retro‑Fans und Liebhaber der Romanserie. Auch wenn viele Elemente heute trashig wirken, besitzt der Film einen besonderen Charme. Er ist ein Stück Science-Fiction‑Geschichte und zeigt, wie europäisches Genrekino der 60er‑Jahre funktionierte.
KAMPF DER PLANETEN (FanEdit, uncut, komplett deutsch, Cinemascope, Farbe, Full HD)
"Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall" - fehlende deutsche Dialoge:
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