Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft: Die Kult-Sketchparade von Monty Python
Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (Originaltitel: Monty Python’s And Now for Something Completely Different) ist eine Anthologie der besten Sketche aus den ersten beiden Staffeln der britischen Comedyreihe Monty Python’s Flying Circus. Sieben Darsteller spielen insgesamt rund 100 Figuren. Die Produktionskosten des Films waren mit nur ca. 80.000 Pfund Sterling verhältnismäßig gering.
Der 85-minütige Film zeigt über 40 Sketche aus der Monty-Python-Fernsehserie. Alle wurden dafür ohne Publikum neu aufgenommen. Der Film richtete sich vor allem an das US-amerikanische Publikum – dort war die TV-Serie noch nicht ausgestrahlt worden.

Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft: Steckbrief
Handlung von Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
Der 85-minütige Film zeigt über 40 Sketche aus der Monty-Python-Fernsehserie. Alle wurden dafür ohne Publikum neu aufgenommen. Der Film richtete sich vor allem an das US-amerikanische Publikum – dort war die TV-Serie noch nicht ausgestrahlt worden.
Als Running Gag verwendet der Sprecher immer wieder die Worte „Kommen wir nun zu etwas völlig anderem“ („And now for something completely different“) als Überleitung der einzelnen Sketche; daraus ist auch der Originaltitel hergeleitet. Das Werk enthält zudem gezeichnete Animationen, die ebenfalls als Überleitung dienen.
Die Verbindung der einzelnen Sketche
Die verschiedenen Sketche gehen jeweils ineinander über, werden von John Cleese als Ansager mit den Worten „Kommen wir nun zu etwas völlig anderem.“ angekündigt oder durch Trickfilmsequenzen von Terry Gilliam auf teils absurde Weise miteinander verknüpft.
- Über 40 Sketche aus der Fernsehserie
- Neuaufnahmen ohne Publikum
- Ansagen als wiederkehrendes Verbindungselement
- Trickfilmsequenzen von Terry Gilliam
- Absurder Humor, Satire und Slapstick
Die bekanntesten Sketche
Wie man nicht gesehen wird (How Not to Be Seen)
Ein Aufklärungsfilm des Militärs darüber, welche Fehler man beim Nicht-gesehen-werden machen kann.
Der Mann mit dem Tonbandgerät in der Nase (A Man With a Tape Recorder Up His Nose)
Eine Aufführung, in der ein Mann auf Druck in sein Nasenloch die Marseillaise spielt, später auch bei seinem Bruder und abschließend gleichzeitig bei beiden – „und nun in Stereo“.
Gefälschter ungarischer Sprachführer (Dirty Hungarian Phrasebook)
Ein Bericht über einen gefälschten deutsch-ungarischen (im Original: englisch-ungarischen) Sprachführer, der Sätze wie „Wo geht es zum Bahnhof?“ mit völlig falschen und absurden Übersetzungen versieht. Zu den bekannten Beispielen gehören „Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale“, „Meine Nippel explodieren vor Lust!“ und „Ich werde diese Schallplatte nicht kaufen, sie ist zerkratzt.“
Besuch beim Eheberater (Marriage Guidance Counsellor)
Arthur Pewtey besucht zusammen mit seiner Ehefrau Thekla einen Eheberater. Der Ehemann stellt sich als sehr naiv heraus und bemerkt nicht, wie der Eheberater sich vor seinen Augen an seine Frau heranmacht.
Gespräch in der Kneipe (Nudge Nudge)
Ein Kneipenbesucher wird von seinem aufdringlichen Gesprächspartner über sein Ehe- und Liebesleben ausgefragt.
Verteidigung gegen Angriffe mit Obst (Self Defence Against Fresh Fruit)
Ein Militärausbilder bringt seinen Schülern bei, wie man sich gegen jemanden verteidigt, der mit frischem Obst, etwa mit einer Banane, bewaffnet ist.
Hell’s Grannies / Angreifende Verkehrsschilder (Hell’s Grannies)
Ein Militäroffizier warnt, dass der Film nach dem Obst-Sketch zu albern wird, und verlangt vom Regisseur mehr Ernsthaftigkeit. Im nächsten Sketch geht es um neue, gefährliche Gangs auf den Straßen, zunächst um randalierende Seniorinnen, gewaltbereite Babys und schließlich um angriffslustige Linksabbiegeschilder. Dann bricht der Offizier den Sketch ab.
Die Tuntenparade (Military March)
Soldaten benehmen sich beim Exerzieren stereotyp homosexuell.
Die Hochalpinexpedition (Expedition to Mt. Kilimanjaro)
Ein Bergsteiger möchte an einer Expedition auf den Kilimandscharo teilnehmen. Dabei muss er feststellen, dass der Expeditionsleiter doppelsichtig ist und auch der Rest des Teams ein Haufen von Trotteln ist.
Musikalische Mäuse (Musical Mice)
Der Musiker Arthur Ewing führt sein neues Instrument vor, indem er mit Holzhämmern auf lebende Mäuse einschlägt, die dadurch in verschiedenen Tonlagen quieken. Das empörte Publikum formiert sich zum Lynchmob und jagt ihn aus dem Studio.
Interview (Sir Edward Ross)
Ein Interview mit einem Filmemacher kommt nicht zustande, weil der Interviewer mit seinen Anreden immer anzüglicher wird und seinen Interviewpartner so in Rage bringt.
Verführte Milchmänner (Seduced Milkmen)
Sketch über eine Frau, die Milchmänner in ihre Wohnung lockt und dann in einem verschlossenen Raum „sammelt“ und festhält.
Der tödlichste Witz der Welt (The Funniest Joke in the World)
Ein Witze-Erfinder ersinnt während des Zweiten Weltkriegs einen so tödlichen Witz, dass dieser von der britischen Infanterie auf dem Schlachtfeld eingesetzt wird.
Der Papagei ist tot (Dead Parrot)
Ein Tierladen-Besitzer bestreitet vehement, dass der Papagei, den er dem Kunden verkauft hat, tot ist.
Holzfäller-Lied (The Lumberjack Song)
Der eben genannte Tierladenbesitzer verkündet, dass er eigentlich lieber Holzfäller geworden wäre, und gibt in einem Lied zum Entsetzen des begleitenden Mountie-Chors und seiner Freundin bekannt, dass er transgeschlechtlich ist.
Die schmutzige Gabel (The Restaurant Sketch)
Ein Gast moniert in einem Edelrestaurant eine schmutzige Gabel; daraufhin eskaliert die Situation von einer Entschuldigung bis hin zur Bedrohung des Gastes.
Raub (Bank Robber)
Ein Bankräuber landet versehentlich in einem Miederwarengeschäft.
Büroalltag (People Falling Out of High Buildings)
Die Teilnehmer einer Aufsichtsratssitzung fallen am Bürofenster vorbei in die Tiefe. Zwei am Fenster sitzende Angestellte bemerken dies und wetten schließlich, wer als Nächster herunterfällt.
Berufsberatung (Vocational Guidance Counsellor)
Der „ausgesprochen langweilige“ Buchhalter Herbert Anchovy will Löwenbändiger werden, verwechselt jedoch Löwen mit Ameisenbären.
Erpressung (Blackmail!)
Erpressung wird zum Konzept einer neuen Show, Moderator ist der im vorigen Sketch auftretende Buchhalter.
Pearl Harbor (The Battle of Pearl Harbor)
Eine Frauengilde stellt die Seeschlacht von Pearl Harbor nach, die darin besteht, dass die Frauen auf einer morastigen Wiese mit Handtaschen aufeinander einprügeln.
Ein romantisches Intermezzo (A Romantic Interlude)
Schwarzweißfilmsequenzen von nicht sexuellen Vorgängen deuten den Geschlechtsakt eines Liebespaares an bzw. ersetzen diesen.
Die Weltmeisterschaft der Oberschichttrottel (Upper Class Twit of the Year)
Bei einer öffentlichen Veranstaltung soll der „Trottel der feinen Gesellschaft“ („upper-class twit of the year“) ermittelt werden. Zu den Disziplinen gehören unter anderem „Auf einer geraden Linie laufen“, „Den Nachbarn aufwecken“, „Die alte Frau umfahren“ und schließlich „Auf sich selbst schießen“.
Kritiken und Rezeption
Der Film wurde unter anderem dafür kritisiert, dass es sich nicht um vollständig neue Sketche handelt, sondern um Auszüge aus Monty Python’s Flying Circus. Außerdem wurde angemerkt, dass der Humor stark britisch geprägt sei und daher nicht für jedes Publikum gleichermaßen zugänglich sei.
„Eine insgesamt wenig ausgegorene Mischung aus intelligentem Witz und tumben Faxen, bissigem Humor und primitiven Blödeleien, hintersinniger Persiflage und grobem Klamauk. Für Geschmacksrichter ein rotes Tuch, für Liebhaber des ‚Schwarzen Humors‘ eine Fundgrube, für Satirehistoriker ein wichtiges Dokument.“
– Lexikon des internationalen Films
“Some of these things strike some people as funny; others do not. And so the audience is curiously frustrated. It’s strange to find yourself laughing when everyone else is silent, and strange when everyone laughs and you don’t get the joke.”
„Manche Leute finden manches davon lustig, andere nicht. Und daher ist das Publikum seltsam frustriert. Es ist seltsam, wenn man selbst lacht, während alle anderen still sind, und es ist seltsam, wenn alle anderen Leute lachen, während man selber den Witz nicht versteht.“
– Roger Ebert: Rezension in der Chicago Sun-Times vom 21. November 1972
🎬 Film-Tipp: Das Leben des Brian (1979) – Die Kultsatire von Monty Python
Wenn dir Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft mit seinem absurden Humor, den klassischen Sketchen und den verrückten Übergängen gefällt, könnte dir auch Das Leben des Brian (1979) gefallen.
Die berühmte Monty-Python-Satire verbindet absurden Humor mit Religions- und Gesellschaftssatire und erzählt die Geschichte von Brian Cohen, der durch eine Reihe von Missverständnissen gegen seinen Willen als Messias verehrt wird.
Titel: Das Leben des Brian (1979) 👉 Das Leben des Brian (1979)
Fazit zu Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft ist eine Sammlung zahlreicher Klassiker aus den ersten beiden Staffeln von Monty Python’s Flying Circus. Der Film bietet keinen klassischen, durchgehenden Handlungsbogen, sondern lebt von der Vielfalt seiner Sketche und dem schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Formen des Humors.
Vom „Papagei ist tot“ über das „Holzfäller-Lied“ bis zur „Weltmeisterschaft der Oberschichttrottel“ versammelt der Film zahlreiche Nummern, die den typischen Stil von Monty Python geprägt haben.
Mein Fazit: Eine herrlich absurde Sketchsammlung für alle, die den britischen Humor von Monty Python lieben und einige der bekanntesten Nummern aus Flying Circus in kompakter Form erleben möchten.
🔗 Weiterführende Links zu Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
- IMDb – Monty Python’s And Now for Something Completely Different
- Synchronkartei – Deutsche Synchronisation
- OFDb – Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
- Filmdienst – Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
- Rotten Tomatoes – And Now for Something Completely Different
- Roger Ebert – Rezension
- Filmstarts – Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
- ARD Plus – Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
- Moviepilot – Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft
Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft basieren auf den bereitgestellten Informationen und den angegebenen Quellen.
Weitere Informationen finden sich unter anderem bei IMDb, Synchronkartei, OFDb, Filmdienst, Rotten Tomatoes, Roger Ebert, Filmstarts, ARD Plus und Moviepilot.