Erik der Wikinger (1989): Terry Jones‘ schräge Wikinger-Komödie
Erik der Wikinger (Originaltitel: Erik the Viking) ist eine Filmkomödie von Terry Jones, einem ehemaligen Mitglied der englischen Komikergruppe Monty Python, aus dem Jahr 1989. Der Film startete am 9. November 1989 in den deutschen Kinos.
Im Mittelpunkt steht der Wikinger Erik, der nach einem missglückten Raubzug zunehmend an der Gewalt und den Bräuchen seiner eigenen Welt zweifelt. Gemeinsam mit seinen Gefährten macht er sich auf eine fantastische Reise, um Ragnarök aufzuhalten und die schlafenden Götter zu erwecken.

Erik der Wikinger (1989): Steckbrief
🎬 Handlung von Erik der Wikinger
Erik der Wikinger lebt im norwegischen Dorf Ravensfjord und nimmt wie die anderen Wikinger an Raubzügen teil – schließlich gehört sich das für einen Wikinger. Doch nach einer Begegnung mit der schönen Helga bekommt Erik Zweifel an dieser Lebensweise.
Die alte Seherin Freyja bestätigt seine Befürchtungen: Ragnarök hat begonnen. Der Fenriswolf hat die Sonne verschlungen und die Welt in Dunkelheit gehüllt. Die Menschen bekämpfen sich gegenseitig, während die Götter eingeschlafen sind.
Nur das Wunderhorn von König Arnulf könnte die Götter wieder wecken. Erik beschließt deshalb, gemeinsam mit seinen Gefährten auf eine gefährliche Reise zu gehen. Doch nicht alle sind von seiner Mission begeistert.
Der Gehilfe des Dorfschmieds Keitel, Loki, fürchtet um seine Existenz. Wenn die Menschen keinen Krieg mehr führen, verliert er seine Arbeit. Deshalb versucht Loki, Eriks Expedition zu sabotieren, und informiert heimlich den lokalen Fürsten Halbtyr den Schwarzen.
Atlantis-West und der Fluch
Nach einer Begegnung mit einem Drachen, der ihr Schiff beinahe versenkt, erreichen Erik und seine Männer Atlantis-West, im englischen Original Hy Brasil. Auf der Insel herrscht ewige Fröhlichkeit – allerdings aufgrund eines gefährlichen Fluchs.
Kein Tropfen menschlichen Blutes darf dort durch ein Schwert vergossen werden. Sollte dies geschehen, würde die gesamte Insel im Meer versinken.
Erik verliebt sich während seines Aufenthalts in Prinzessin Aud, die Tochter von König Arnulf. Gleichzeitig nähert sich Halbtyrs Schiff der Insel. Erik und seine Gefährten müssen deshalb gegen ihre Feinde kämpfen, ohne dabei den tödlichen Fluch auszulösen.
Der Weg nach Walhalla
Schließlich gelangt Erik in den Besitz des Wunderhorns. Doch Loki sorgt dafür, dass das Mundstück im Meer landet. Als dabei ein Wikinger getötet wird, erfüllt sich der Fluch: Atlantis-West beginnt zu versinken.
Erik und seine Gefährten können sich mit Prinzessin Aud und dem Wunderhorn retten. Mit den Tönen des Horns gelangen sie schließlich nach Walhalla und wecken die Götter.
Doch die Begegnung fällt völlig anders aus als erwartet: Die Götter sind Kinder und erklären Erik, dass sie die Menschen nicht dazu bringen können, einander zu lieben oder zu hassen.
Der christliche Mönch Harald, der nicht an Walhalla glaubt, kann jedoch zwischen den Welten wandeln. Mit einem dritten Ton des Wunderhorns bringt er Erik und seine Männer schließlich zurück nach Hause.
Dort wartet bereits Halbtyr. Doch im entscheidenden Moment stürzt das Wikingerschiff vom Himmel und begräbt ihn und seine Männer unter sich. Der Fenriswolf ist besiegt – und die Sonne geht wieder auf.
Produktion und Besonderheiten
Erik der Wikinger entstand unter der Regie von Terry Jones, der vor allem als Mitglied von Monty Python bekannt wurde. Der Film verbindet klassische Abenteuer- und Fantasy-Elemente mit dem typisch absurden britischen Humor der Komikergruppe.
Die Geschichte nimmt dabei zahlreiche Motive aus der nordischen Mythologie auf und verwandelt sie in eine satirische Abenteuerkomödie. Ragnarök, Walhalla, der Fenriswolf, Loki und die Wikinger werden mit bewusst absurden Einfällen kombiniert.
Besonders ungewöhnlich ist die Darstellung der Götter: Statt mächtiger übernatürlicher Wesen erscheinen sie als Kinder, die selbst erklären müssen, dass sie keinen Einfluss darauf haben, wie sich die Menschen verhalten.
Die kuriosesten Momente in Erik der Wikinger
- Ragnarök: Die Welt liegt in Dunkelheit, weil der Fenriswolf die Sonne verschlungen hat.
- Der Drache: Eriks Reise beginnt mit einer Begegnung, die das Wikingerschiff beinahe zerstört.
- Atlantis-West: Eine Insel, die untergeht, sobald menschliches Blut vergossen wird.
- Der sinnlose Gesang: König Arnulf und seine Untertanen feiern das Leben mit Liedern wie „Di-da, di-da, di-da …“.
- Die Götter: In Walhalla trifft Erik auf Götter, die überraschenderweise Kinder sind.
- Der dritte Ton: Das Wunderhorn bringt Erik und seine Männer in letzter Sekunde zurück nach Hause.
Rezeption und Humor
Erik der Wikinger verbindet klassische Fantasy-Abenteuer mit dem schrägen Humor, für den Terry Jones und Monty Python bekannt sind. Anstelle eines ernsten Wikinger-Epos präsentiert der Film eine bewusst absurde Reise durch eine Welt voller Götter, Drachen, Flüche und ungewöhnlicher Einfälle.
Der Humor entsteht dabei vor allem durch die Kombination aus einer großen mythologischen Handlung und völlig unerwarteten Situationen. Besonders die Reise nach Walhalla und die Begegnung mit den kindlichen Göttern gehören zu den ungewöhnlichsten Momenten des Films.
Dotterbart (1983): Monty Python auf hoher See
Wenn dir Erik der Wikinger gefallen hat, solltest du dir auch unbedingt Dotterbart (Originaltitel: Yellowbeard) anschauen. Der britische Comedy-Piratenfilm ist ebenfalls stark vom typisch britischen Humor und dem Stil von Monty Python geprägt.
Dotterbart (Originaltitel: Yellowbeard) ist eine britische Comedy-Piratenfilm-Parodie von Mel Damski aus dem Jahr 1983. Mit Graham Chapman in der Titelrolle sowie Eric Idle und John Cleese in Nebenrollen sind drei ehemalige Mitglieder der Comedy-Gruppe Monty Python beteiligt.
In weiteren Rollen sind unter anderem das Komikerduo Cheech und Chong sowie Marty Feldman zu sehen. Der Film verbindet klassische Piratenfilm-Motive mit schwarzem Humor, Slapstick und dem typisch absurden britischen Comedy-Stil.
Kurz gesagt: Eine herrlich schräge Piratenfilm-Parodie über einen Schatz, eine völlig chaotische Besatzung und einen Piraten, der selbst nach 140 Jahren Haft noch lange nicht ans Aufgeben denkt.
Hier geht’s zum Film:👉 Dotterbart (1983)
Fazit zu Erik der Wikinger
Erik der Wikinger ist eine ungewöhnliche Mischung aus Wikinger-Abenteuer, Fantasy und britischer Komödie. Terry Jones nimmt die großen Motive der nordischen Mythologie und verwandelt sie in eine humorvolle und teilweise völlig absurde Abenteuerreise.
Ob Ragnarök, der Fenriswolf, Atlantis-West, das Wunderhorn oder die kindlichen Götter von Walhalla – der Film spielt bewusst mit den Erwartungen an ein klassisches Wikinger-Epos.
🔗 Weiterführende Links zu Erik der Wikinger
Weitere Informationen zu Erik der Wikinger (1989), zur Handlung, Besetzung und zum Film finden Sie bei den folgenden Filmangeboten:
- IMDb – Erik der Wikinger – Filminformationen und Besetzung
- Wikipedia – Erik der Wikinger – Hintergrundinformationen und Handlung
- TV Spielfilm – Erik der Wikinger – Filminformationen
- Filmdienst – Erik der Wikinger – Informationen und Kritik
- Moviepilot – Erik der Wikinger – Filminformationen
- Filmstarts – Erik der Wikinger – Filmarchiv und Informationen
- Filmfriend – Erik der Wikinger – Informationen zum Film
- Rotten Tomatoes – Erik the Viking – Filminformationen
- Kino.de – Erik der Wikinger – Filmarchiv und Informationen
- Fernsehserien.de – Erik der Wikinger – Informationen zum Film
Hinweis: Verfügbarkeit, Streamingangebote und Produktseiten können sich ändern. Die Links dienen der weiterführenden Information und ersetzen keine unabhängige Prüfung der jeweiligen Anbieter.
Kultige Abenteuerkomödie mit Tim Robbins in ERIK DER WIKINGER – Ganzer Film auf Deutsch kostenlos
Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu Handlung und Filmgeschichte beziehen sich auf die vorliegenden Informationen zu Erik der Wikinger (1989). Der Film wurde von Terry Jones inszeniert und startete am 9. November 1989 in den deutschen Kinos.
Die Handlung umfasst Eriks Reise von Ravensfjord über Atlantis-West bis nach Walhalla sowie den Kampf gegen Halbtyr und die Folgen der Ragnarök-Ereignisse.