Ghosts of Mississippi - Die Affäre Medgar
Das Attentat (1996) – Der lange Kampf um Gerechtigkeit für Medgar Evers
Originaltitel: Ghosts of Mississippi • Land: USA • Genre: Drama / Politthriller • Regie: Rob Reiner • Erscheinungsjahr: 1996 • Länge: 130 Minuten
Das Attentat basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film zeigt den jahrzehntelangen Kampf um Gerechtigkeit für den ermordeten Bürgerrechtler Medgar Evers. Gleichzeitig macht er deutlich, wie tief rassistische Strukturen im US-Bundesstaat Mississippi verwurzelt waren – und wie mutig die Menschen waren, die sich ihnen entgegenstellten.

Das Attentat: Wie Justiz und Zivilgesellschaft Medgar Evers retteten
Die Handlung
1963 wird der afroamerikanische Bürgerrechtler Medgar Evers vor seinem Haus erschossen. Obwohl der Täter – der weiße Rassist Byron De La Beckwith – schnell feststeht, bleibt er zunächst straffrei. In deinem Dokument heißt es:
„… in zwei darauffolgenden Strafprozessen von einer uneinigen weißen Jury nicht verurteilt …“
Nach der Verabschiedung des Civil Rights Act von 1964 gibt Myrlie Evers jedoch nicht auf. Sie kämpft weiter für die Wiederaufnahme des Falls. Allerdings fehlen Beweise, Akten verschwinden und politischer Druck erschwert die Ermittlungen zusätzlich.
Schließlich übernimmt der junge Staatsanwalt Bobby DeLaughter den Fall. Trotz Widerstands aus seinem Umfeld und trotz Morddrohungen arbeitet er unermüdlich weiter. Schritt für Schritt findet er Zeugen, die bestätigen, dass De La Beckwith den Mord später selbst gestanden hat.
1994 – mehr als 30 Jahre nach dem Attentat – kommt es endlich zu einem neuen Prozess. Dieses Mal entscheidet eine gemischte Jury. Das Urteil lautet: schuldig. De La Beckwith wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Für Myrlie Evers bedeutet dieses späte Urteil zumindest ein Stück Gerechtigkeit.
Kritiken
Die Kritiken fielen gemischt aus. James Berardinelli lobte die starke Besetzung. Gleichzeitig kritisierte er jedoch die „ungleichmäßige“ Darstellung von Whoopi Goldberg. In deinem Dokument heißt es dazu:
„Er sei ‚hineinziehend‘, aber als Plädoyer gegen Rassismus nur teilweise erfolgreich.“
Auch das Lexikon des internationalen Films äußerte sich kritisch. Es bemängelte die TV-hafte Bildgestaltung und die wenig differenzierten Charakterzeichnungen. Dennoch wird der Film häufig als wichtiges Zeitdokument betrachtet.
Auszeichnungen
- Oscar-Nominierungen 1997: James Woods (Bester Nebendarsteller), Matthew W. Mungle & Deborah La Mia Denaver (Bestes Make-up)
- Golden-Globe-Nominierung für James Woods
- Image Award-Nominierung für Whoopi Goldberg
- Political Film Society Award 1997 (Kategorie Menschenrechte)
- FBW-Prädikat: wertvoll
Mein Fazit
Wer Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses (1988) gesehen hat, kann Das Attentat noch besser einordnen. Der Film zeigt eindringlich, wie tief der Hass weißer Rassisten in den USA verwurzelt war. Gleichzeitig macht er deutlich, wie erschreckend aktuell dieses Thema geblieben ist.
Ein wichtiges Drama über Mut, Gerechtigkeit und die langen Schatten der Geschichte.
Ein ungeklärter Mord. Eine zweite Chance auf Gerechtigkeit | ALEC BALDWIN
Der Täter lebt frei,
während die Familie des Opfers
seit Jahren auf Gerechtigkeit wartet.
Ein engagierter Staatsanwalt
nimmt den Fall erneut auf
und stellt sich einem System,
das lieber vergessen ...will.
Gemeinsam mit der Witwe des Opfers
kämpft er gegen Lügen, Schweigen und Angst,
um die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen.
Ein bewegendes Gerichtsdrama
über Mut, Moral und den langen Weg zur Gerechtigkeit.
TIMESTAMPS
00:00 – Rückblick auf den Mord
14:20 – Wiederaufnahme des Falls
32:10 – Neue Beweise
55:40 – Konfrontation
1:21:00 – Gerichtsverhandlung
Dieser Film wird mit entsprechender Lizenz veröffentlicht.Mehr anzeigen