Gott vergibt … Django nie! (1967) – Der düstere Anfang einer Legende
Mit „Gott vergibt … Django nie!“ (Original: Dio perdona… io no!) liefert Regisseur Giuseppe Colizzi einen ungewöhnlich ernsten Spaghetti-Western ab – und gleichzeitig den ersten gemeinsamen Auftritt von Terence Hill und Bud Spencer. Wer hier lockere Prügelkomik à la „Trinity“ erwartet, wird allerdings überrascht.
Anfang
Erschienen 1967 und international auch unter dem Titel Blood River bekannt, gehört dieser Film zur raueren Phase des Italo-Westerns. Gedreht wurde unter anderem in der kargen Landschaft von Almería in Spanien – ein Setting, das perfekt zur staubigen und brutalen Atmosphäre passt.
Handlung
Ein brutaler Überfall auf einen Geldtransportzug endet in einem Blutbad. Der verantwortliche Bandit glaubt, mit seiner Beute entkommen zu sein – doch er hat nicht mit einem gnadenlosen Revolverhelden gerechnet.
Durch ein manipuliertes Pokerspiel kommt es zur ersten Konfrontation, die schnell in Gewalt eskaliert. Danach verbündet sich der Revolverheld mit einem Versicherungsagenten, um das versteckte Geld zu finden. Doch wie es sich für einen guten Western gehört, ist nichts so einfach, wie es scheint – und Verrat liegt ständig in der Luft.
Rezeption
Mit einer IMDb-Wertung von 6,2/10 wird der Film oft als solider, aber unterschätzter Beitrag des Genres gesehen.
Viele Fans loben vor allem die dichte Atmosphäre und das ernsthafte Storytelling. Eine treffende Rezension bringt es auf den Punkt: Dieser Film ist „besser als die meisten amerikanischen Western“, weil er echte, fehlerhafte Charaktere zeigt statt glattgebügelter Helden.
Bemerkungen
Besonders spannend: Obwohl Terence Hill und Bud Spencer gemeinsam auftreten, ist von ihrem späteren Humor noch kaum etwas zu spüren. Stattdessen dominiert eine düstere, fast nihilistische Grundstimmung.
Der Film markiert den Beginn einer legendären Leinwandpartnerschaft – allerdings in einer Form, die viele heutige Fans überraschen dürfte.
Synchronisation
Die deutsche Fassung trägt den markanten Titel „Gott vergibt … Django nie!“, obwohl der Film inhaltlich nichts mit der Django-Reihe zu tun hat – ein typischer Marketing-Trick der damaligen Zeit.
Kompletter Film
Fazit
„Gott vergibt … Django nie!“ ist ein echter Geheimtipp für Fans des klassischen Spaghetti-Westerns. Hart, dreckig und überraschend ernst – weit entfernt von den späteren Kultkomödien des Duos Hill & Spencer.
Wer einen authentischen, kompromisslosen Western mit starken Charakteren und dichter Atmosphäre sucht, wird hier definitiv fündig. Wer hingegen auf Humor hofft, sollte lieber zu den späteren Filmen greifen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 – Düster, intensiv und unterschätzt)