John Carpenters erstes Weltraumabenteuer: Dark Star im Kult-Check
Originaltitel: Dark Star • Land: USA • Genre: Science-Fiction / Parodie • Regie: John Carpenter • Kinostart (Deutschland): 9. Februar 1979
Dark Star ist eine satirische Science-Fiction-Komödie von John Carpenter. Der Film entstand als Low-Budget-Projekt an der University of Southern California und entwickelte sich später zu einem Kultklassiker. Besonders die Mischung aus schwarzem Humor, philosophischen Dialogen und einer bewusst improvisierten Ästhetik macht den Film bis heute einzigartig.
Weitere Informationen und Kritiken:
Die Handlung
Das Raumschiff Dark Star ist seit zwei Jahrzehnten im All unterwegs. Die Crew soll instabile Planeten zerstören, damit spätere Kolonien sicher entstehen können. Doch inzwischen verfällt das Schiff, und die Mannschaft ist erschöpft. Außerdem erschweren technische Defekte den Alltag an Bord.
Während Lt. Doolittle das Kommando führt, zieht sich Talby in die Beobachtungskuppel zurück. Boiler sorgt mit gefährlichen Späßen für Chaos. Sergeant Pinback kämpft wiederum mit einem außerirdischen Maskottchen, das wie ein hüpfender Wasserball wirkt. Schließlich führt ein beschädigter Kommunikationslaser dazu, dass die intelligente Bombe 20 versehentlich aktiviert wird.
Da die Bombe sich nicht mehr entschärfen lässt, versucht Doolittle, sie mit philosophischen Argumenten zu überzeugen. Kurzzeitig scheint das zu funktionieren. Doch schließlich interpretiert die Bombe ihre Existenz neu – mit fatalen Folgen für Schiff und Crew.
Hintergrund
Der Film begann 1970 als Studentenprojekt von John Carpenter und Dan O’Bannon. Ursprünglich war er rund 70 Minuten lang. Später wurde er für die Kinoauswertung erweitert. Trotz des extrem niedrigen Budgets entstanden kreative Effekte, die den Charme des Films bis heute ausmachen.
Interessant ist außerdem, dass der Begriff „Alien“ hier erstmals in einem Film verwendet wurde. Dan O’Bannon schrieb später das Drehbuch zum berühmten Film Alien von 1979. Zudem enthält Dark Star zahlreiche Anspielungen auf andere Werke, darunter 2001: Odyssee im Weltraum und THX 1138.
Die Produktion erhielt 1976 den Golden Scroll Award für Spezialeffekte und wurde für den Hugo Award nominiert. Auch der melancholische Titelsong Benson, Arizona trägt zum Kultstatus bei.
Kritiken
Viele Kritiker lobten die kreative Parodie auf Kubricks 2001. Obwohl der Film bewusst improvisiert wirkt, überzeugt er durch Humor, Einfallsreichtum und eine ungewöhnliche Atmosphäre. Heute gilt er als wichtiger Meilenstein im Frühwerk von John Carpenter.
„Eine bitterböse Science-Fiction-Parodie mit Kultstatus.“
Cinema (sinngemäß)
Cast & Crew
- Brian Narelle – Lt. Doolittle
- Cal Kuniholm – Boiler
- Dre Pahich – Talby
- Dan O’Bannon – Sgt. Pinback
- Joe Saunders – Commander Powell
Besonderheiten
- Erster Spielfilm von John Carpenter
- Low-Budget-Produktion mit Kultstatus
- Erste filmische Verwendung des Begriffs „Alien“
- Philosophische Dialoge mit einer intelligenten Bombe
- Parodie auf 2001: Odyssee im Weltraum
Mein Fazit
Dark Star ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der Humor, Satire und philosophische Ideen verbindet. Trotz seines winzigen Budgets wirkt er überraschend kreativ. Wer John Carpenter mag oder Science-Fiction-Parodien liebt, sollte diesen Kultfilm unbedingt gesehen haben.