Der zehnte Tag (1971/1973) – Psycho‑Thriller mit Orson Welles & Anthony Perkins (KI Bild)
Der zehnte Tag (1971/1973) – Psycho‑Thriller mit Orson Welles & Anthony Perkins
Der zehnte Tag (Originaltitel: La Décade prodigieuse) ist ein französisch‑italienischer Psycho‑Thriller von Claude Chabrol, der lose auf dem gleichnamigen Roman von Ellery Queen basiert.
Der Film kam 1971 in Frankreich ins Kino und lief in Deutschland ab 1973.
Mit Stars wie Orson Welles, Anthony Perkins und Michel Piccoli gehört er zu den ungewöhnlichsten Werken Chabrols – eine Mischung aus Familiendrama, Mystery und psychologischem Krimi.
Wikipedia
🕵️ Handlung
Der junge Kunststudent Charles Van Horn (Anthony Perkins) erwacht in einem Pariser Hotelzimmer – seine Hände sind voller Blut, und er kann sich an nichts erinnern.
Verängstigt bittet er seinen ehemaligen Professor Paul Régis (Michel Piccoli) um Hilfe.
Gemeinsam fahren sie zum abgelegenen Landsitz der Familie Van Horn, wo Charles’ dominanter Vater Theo Van Horn (Orson Welles) und dessen junge Frau Hélène (Marlène Jobert) leben.
Je länger Paul dort bleibt, desto stärker spürt er, dass in diesem Haus etwas zutiefst Verstörendes vor sich geht:
Manipulation, Eifersucht, psychische Abhängigkeit – und ein perfides Spiel, das sich an den „Zehn Geboten“ orientiert.
Der Film entwickelt sich zu einem düsteren Psycho‑Drama, in dem niemand unschuldig ist und jeder ein Geheimnis verbirgt.
Filmstarts
🎬 Drehorte
Gedreht wurde überwiegend in Frankreich, darunter:
- Paris – Hotel‑ und Stadtszenen
- Französische Provinz – das Landhaus der Van‑Horn‑Familie
- typische Chabrol‑Schauplätze mit eleganten, aber unheimlichen Interieurs
Die Kameraarbeit von Jean Rabier verstärkt die klaustrophobische Atmosphäre des Familiendramas.
FILMDIENST
Im Zeichen des Bösen (Touch of Evil) – Masterpieces of Cinema (2‑Disc Blu‑ray)
Orson Welles’ düsterer Noir‑Klassiker Im Zeichen des Bösen gilt als einer der stilprägendsten Filme des Genres. Eine schonungslose Geschichte über Mord, Korruption und moralischen Verfall in einer mexikanischen Grenzstadt – mit Charlton Heston, Janet Leigh und Welles selbst in einer seiner stärksten Rollen.
| 🎬 Regie | Orson Welles |
| ✍ Autoren | Orson Welles, Whit Masterson, Franklin Coen |
| 🎭 Stars | Charlton Heston, Orson Welles, Janet Leigh |
| 📀 Format | 2‑Disc Blu‑ray (Masterpieces of Cinema) |
| 🏆 IMDb‑Awards | Alle Auszeichnungen ansehen |
In einer mexikanischen Grenzstadt explodiert eine Autobombe – der Beginn einer Geschichte voller Intrigen, Machtmissbrauch und moralischer Abgründe. Der korrupte Polizeichef Hank Quinlan (Welles) und der idealistische Ermittler Vargas (Heston) geraten in einen Strudel aus Gewalt, Manipulation und persönlicher Rache. Touch of Evil gilt als einer der letzten großen Filme der klassischen Noir‑Ära.
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🎭 Besetzung und Synchronisation
Hauptrollen
| Rolle | Schauspieler |
|---|---|
| Charles Van Horn | Anthony Perkins |
| Paul Régis | Michel Piccoli |
| Theo Van Horn | Orson Welles |
| Hélène Van Horn | Marlène Jobert |
| Ludovic | Guido Alberti |
Deutsche Synchronisation
Die deutsche Fassung erschien Anfang der 1970er‑Jahre.
Synchronstudios und Sprecher variieren je nach Veröffentlichung, typisch für internationale Koproduktionen dieser Zeit.
⭐ Kritiken
Die Kritiken fielen gemischt aus – typisch für Chabrols experimentellere Werke.
Gelobt wurden:
- die dichte, unheimliche Atmosphäre
- das starke Schauspiel von Perkins, Piccoli und Welles
- die elegante, symbolreiche Inszenierung
- die psychologische Tiefe
Kritisiert wurden:
- die Überfrachtung mit Symbolik und religiösen Bezügen
- die teilweise schwer nachvollziehbare Handlung
- das langsame Erzähltempo
Der Filmdienst lobte die raffinierte Inszenierung, kritisierte aber die „metaphysischen Überladungen“ des Films.
FILMDIENST
🏆 Auszeichnungen
Der Film selbst erhielt keine großen internationalen Preise, gilt aber als:
- wichtiger Beitrag im Spätwerk von Claude Chabrol
- bemerkenswerte Zusammenarbeit dreier Weltstars: Welles, Perkins, Piccoli
- Kultfilm für Fans europäischer Psycho‑Thriller der 1970er
🎞️ Fazit
Der zehnte Tag ist ein atmosphärisch dichter Psycho‑Thriller, der weniger auf klassische Spannung setzt, sondern auf psychologische Manipulation, familiäre Abgründe und symbolische Ebenen.
Mit einem großartigen Ensemble, einer unheimlichen Grundstimmung und Chabrols präziser Regie ist der Film ein Geheimtipp für Liebhaber anspruchsvoller europäischer Thriller.
Wer Orson Welles oder Anthony Perkins in ungewöhnlichen Rollen sehen möchte, findet hier ein faszinierendes, wenn auch sperriges Werk der 70er‑Jahre.