'Zahn um Zahn' mit Götz George als Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski
Zahn um Zahn (1985)
Zahn um Zahn ist ein deutscher Kinofilm von Hajo Gies aus dem Jahr 1985, basierend auf der bekannten Tatort‑Reihe. In der Hauptrolle glänzt Götz George als Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski. Der Titelsong Faust auf Faust stammt von Klaus Lage. Gedreht wurde in Duisburg und Marseille. Zum 40. Jubiläum des Duisburger Tatorts sendete der WDR am 4. Januar 2022 eine in HD restaurierte Fassung.
Handlung
Der Abriss einer Wohnsiedlung der Grassmann‑Werke führt in Duisburg zu schweren Ausschreitungen. In einer Wohnung findet man Alf Krüger, Mitarbeiter der Grassmann‑Werke, samt Familie erschossen vor. Die Polizei vermutet zunächst ein Familiendrama mit erweitertem Suizid. Auffällig: Die jüngste Tochter überlebt, weil sie sich unter dem Tisch versteckt.

Krüger war zehn Tage zuvor fristlos entlassen worden. Schimanski, der ihn aus der Schulzeit kennt, glaubt nicht an die angebliche Unterschlagung von 80.000 DM. Nach einem Streit mit Grassmann wird er suspendiert.
Parallel recherchiert Journalistin Ulli im selben Fall. Sie und Schimanski geraten aneinander, arbeiten aber unfreiwillig in dieselbe Richtung. In Krügers Unterlagen taucht eine Firma Delattre aus Marseille auf.
Schimanski reist nach Marseille, trifft dort auf einen Informanten – der jedoch ermordet wird. Die französische Polizei hält ihn für verdächtig, lässt ihn aber nicht aus der Stadt. Ulli taucht ebenfalls in Marseille auf, und gemeinsam stoßen sie auf Verbindungen zwischen Grassmann und Delattre.
Nach mehreren Angriffen, einer brennenden Scheune und einer wilden Verfolgung geraten sie an eine Gruppe ehemaliger Fremdenlegionäre, deren Abzeichen – ein Seepferdchen – später entscheidend wird.
Zurück in Duisburg wird klar: Alf Krüger wurde ermordet, weil er herausgefunden hatte, dass die Grassmann‑Werke heimlich an Delattre verkauft wurden. Der Mörder: Pierre Hacker, ein Legionär im Auftrag Delattres.
Als Hacker nach Duisburg gebracht wird, wird er aus dem Hinterhalt erschossen. Schimanski erkennt, dass Wilhelm Krüger, der Vater des Opfers, Selbstjustiz übt. Ulli versucht unterdessen, Delattre zu interviewen – und stirbt bei einer Explosion auf Grassmanns Zweitanwesen.
In den Trümmern findet Schimanski ein Foto, das Grassmann eindeutig als Delattre identifiziert. Er stellt ihn zur Rede. Grassmann gesteht alles – doch bevor Schimanski schießen kann, tötet Wilhelm Krüger den Mann, der seinen Sohn auf dem Gewissen hat.
In der letzten Szene gehen Schimanski und Krüger am Rhein entlang. Beide wissen, dass die Wahrheit im Fluss versinken wird.
Kritiken
„Überzeugender, rasant inszenierter Actionfilm mit guten Darstellern und Sinn für Atmosphäre und Witz. Insgesamt solide Unterhaltung ohne sonderlichen Tiefgang.“
– Lexikon des internationalen Films
Der Fischer Film Almanach 1986 kritisierte, dass Schimanski „an Profil verloren“ habe und zu sehr als „undifferenzierter Schlägertyp“ erscheine.
Mein Fazit
Für mich ein Muss für alle Schimanski‑Fans. Götz George als cooler KHK Horst Schimanski – einfach nur Kult. Und die Titelmusiik von Klaus Lage, Faust auf Faust, gehört für mich zu den besten Songs der 80er.