Hercules in New York (1970): Arnold Schwarzeneggers trashiger Filmstart
Hercules in New York ist eine US-amerikanische Fantasy-Komödie aus dem Jahr 1970 und der erste Spielfilm mit Arnold Schwarzenegger in einer Hauptrolle. Regie führte Arthur Allan Seidelman, das Drehbuch stammt von Aubrey Wisberg, der den Film auch produzierte.
Gedreht wurde der Film bereits 1969, seine Veröffentlichung erfolgte jedoch 1970. Genau deshalb findet man bei dem Titel gelegentlich die Jahreszahl 1969. Als offizielles Erscheinungsjahr wird heute 1970 geführt. Rotten Tomatoes nennt den 25. Februar 1970 als Kinostart in den USA.
Für Arnold Schwarzenegger war Hercules in New York ein ungewöhnlicher Einstieg ins Filmgeschäft. Noch bevor er mit Filmen wie Conan der Barbar, Terminator oder Predator zum internationalen Actionstar wurde, spielte er hier den griechischen Halbgott Hercules – mit deutlich hörbarem österreichischem Akzent und unter dem Namen Arnold Strong.
Heute ist der Film vor allem wegen seiner unfreiwilligen Komik, der kuriosen Handlung und Schwarzeneggers frühem Auftritt interessant. Für Fans von B-Movies und Trash-Kino ist Hercules in New York deshalb weniger ein großer Fantasyfilm als vielmehr ein amüsantes Stück Filmgeschichte.

Hercules in New York – Filmdaten
| Originaltitel | Hercules in New York |
|---|---|
| Erscheinungsjahr | 1970 |
| Produktionsjahr | 1969 |
| Produktionsland | USA |
| Regie | Arthur Allan Seidelman |
| Drehbuch | Aubrey Wisberg |
| Produzent | Aubrey Wisberg |
| Musik | John Balamos |
| Genre | Fantasy / Komödie / Abenteuer |
| Originalsprache | Englisch |
| Laufzeit | ca. 90 Minuten |
| US-Kinostart | 25. Februar 1970 |
Hercules in New York (1970) – Handlung
Hercules, der Sohn des Zeus, langweilt sich im antiken Olymp. Er möchte etwas von der Welt sehen und bittet seinen Vater darum, auf die Erde reisen zu dürfen. Zeus ist von dieser Idee wenig begeistert. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gelangt Hercules schließlich trotzdem nach New York.
Ein Schiff findet den im Meer treibenden Hercules und nimmt ihn an Bord. Die Besatzung hält ihn zunächst für einen gewöhnlichen Schiffbrüchigen. Nach der Ankunft in New York City geht Hercules von Bord und gerät schon bald in eine handfeste Auseinandersetzung mit mehreren Dockarbeitern. Dank seiner übermenschlichen Kraft kann er sich problemlos gegen seine Gegner behaupten.
Die ungewöhnliche Szene wird von Pretzie, einem schmächtigen Brezelverkäufer, beobachtet. Er erkennt schnell, dass Hercules alles andere als ein gewöhnlicher Fremder ist. Die beiden werden zu einem ungewöhnlichen Duo und versuchen gemeinsam, sich in der fremden Großstadt zurechtzufinden.
Hercules zieht bald die Aufmerksamkeit eines Universitätsprofessors auf sich. Seine außergewöhnliche Kraft und seine sportlichen Fähigkeiten machen ihn zum Gesprächsthema. Gleichzeitig entdeckt Hercules die Vorzüge des Lebens in New York und verbringt Zeit mit der Tochter des Professors.
Pretzie versucht unterdessen, mit Hercules‘ außergewöhnlichen Fähigkeiten Geld zu verdienen. Hercules steigt schließlich ins professionelle Wrestling ein und wird durch seine übermenschliche Stärke zu einer lokalen Attraktion.
Damit beginnen allerdings neue Schwierigkeiten: Kriminelle wollen Hercules für ihre eigenen Zwecke einsetzen. Gleichzeitig versucht Zeus, seinen eigensinnigen Sohn wieder unter Kontrolle zu bekommen. So entwickelt sich aus Hercules‘ Ausflug nach New York ein turbulentes Abenteuer zwischen Götterwelt, Großstadt und Wrestling-Ring.
Arnold Schwarzenegger als Hercules
Für Filmfans ist Hercules in New York vor allem wegen Arnold Schwarzenegger interessant. Es handelt sich um seinen ersten Spielfilmauftritt in einer Hauptrolle. Der damals 22-jährige Bodybuilder war noch weit von seiner späteren Karriere als Hollywoodstar entfernt.
Schwarzenegger spielt Hercules mit der körperlichen Präsenz, die später zu seinem Markenzeichen werden sollte. Gleichzeitig wirkt sein Auftritt deutlich unbeholfener als seine späteren Rollen. Gerade diese Mischung macht den Film heute zu einem kuriosen Dokument aus der Frühphase seiner Karriere.
Im Vorspann wurde Schwarzenegger als Arnold Strong geführt. Auch sein österreichischer Akzent ist deutlich zu hören – beziehungsweise wurde in der ursprünglichen US-Fassung teilweise durch eine nachträgliche Synchronisation überdeckt.
Hercules in New York – Kritik
Hercules in New York gehört nicht zu den Filmen, die wegen ihrer ausgefeilten Inszenierung oder ihrer technischen Qualität in die Filmgeschichte eingegangen sind. Die Geschichte ist bewusst leichtgewichtig, die Spezialeffekte wirken heute schlicht und einige Szenen besitzen einen ausgeprägten Trash-Charakter.
Auch die internationale Kritik fällt entsprechend wenig begeistert aus. Rotten Tomatoes führt den Film aktuell mit einem Tomatometer von 14 Prozent bei sieben Kritiken. Beim Publikum erreicht der Film dort 27 Prozent bei mehr als 5.000 Bewertungen.
Interessanterweise liegt gerade darin für viele Zuschauer der Reiz. Wer einen ernsthaften Fantasyfilm erwartet, dürfte mit Hercules in New York wenig anfangen können. Wer dagegen Freude an alten B-Movies, absurden Situationen und unfreiwilliger Komik hat, bekommt einen ungewöhnlichen Vertreter seines Genres.
Auch Rotten Tomatoes beschreibt den Film als Low-Budget-Komödie und hebt unter anderem Hercules‘ Begegnung mit einem entflohenen Bären, seine Fahrt durch Broadway und seine Wrestling-Karriere hervor.
Vor allem für Arnold-Schwarzenegger-Fans, Liebhaber von B-Movies und Zuschauer, die Spaß an kuriosen Fantasyfilmen und klassischem Trash-Kino haben.
Hercules in New York – Trivia
- Der Film wurde 1969 produziert, erschien aber 1970 im Kino.
- Arnold Schwarzenegger war bei seinem Filmdebüt erst 22 Jahre alt.
- Im Vorspann wurde Schwarzenegger als Arnold Strong angekündigt.
- Hercules in New York war Schwarzeneggers erste Spielfilm-Hauptrolle.
- Der Film verbindet griechische Mythologie mit dem New York der späten 1960er-Jahre.
- Die Begegnung mit einem Bären gehört zu den bekanntesten kuriosen Szenen des Films.
- Rotten Tomatoes führt den Film als Comedy mit einer Laufzeit von rund 90 Minuten.
🎬 Filmtipp: Supersonic Man (1979)
Wenn dir Hercules in New York wegen seiner Mischung aus B-Movie, absurden Einfällen und unfreiwilligem Humor gefällt, lohnt sich ein Blick auf einen weiteren kuriosen Genrevertreter: Supersonic Man (1979).
Der spanische Science-Fiction- und Superheldenfilm verbindet klassische Superheldenklischees mit Action, Science-Fiction, Slapstick und reichlich Trash-Charme. Damit passt er hervorragend zu unserem Blick auf ungewöhnliche Genreproduktionen.
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Supersonic Man (1979) – Handlung, Besetzung, Kritik und Trivia
Mein Fazit zu Hercules in New York
Hercules in New York ist kein großer Fantasyklassiker – und genau das macht den Film für Trash-Fans so interessant. Die ungewöhnliche Geschichte, die einfache Inszenierung und Arnold Schwarzeneggers früher Auftritt ergeben einen Film, der heute vor allem als kurioses Stück Filmgeschichte funktioniert.
Wer Schwarzenegger nur aus seinen späteren Actionfilmen kennt, bekommt hier eine völlig andere Seite des Schauspielers zu sehen. Noch bevor er zum internationalen Superstar wurde, musste sich der junge Österreicher als Hercules durch New York kämpfen, wrestlen und mit den Eigenheiten der modernen Welt auseinandersetzen.
Für Freunde von B-Movies, Retro-Fantasy und unfreiwilliger Komik ist Hercules in New York daher durchaus einen Blick wert. Ein Meisterwerk ist der Film nicht – ein unterhaltsames Kuriosum dagegen schon.
Mein Urteil: Trashiges Frühwerk mit hohem Kultfaktor – weniger wegen seiner filmischen Qualität als wegen Arnold Schwarzenegger, der kuriosen Handlung und des ganz eigenen 1970er-Jahre-Charmes.
Weiterführende Links zu Hercules in New York
Weitere Informationen, Kritiken und Filmdaten zu Hercules in New York findest du bei diesen Filmportalen:
- Hercules in New York bei IMDb
- Hercules in New York bei Wikipedia
- Hercules in New York beim Filmdienst
- Hercules in New York bei Rotten Tomatoes – Kritiken, Bewertungen, Besetzung und Filminformationen.
- Hercules in New York bei der OFDb
- Hercules in New York bei Filmstarts