Rapunzel (2009)
★★★★★☆☆☆☆☆ (5/10)
🎬 Filmfakten
- 📅 Erscheinungsjahr: 2009
- 🎭 Genre: Märchenfilm / Fantasy
- ⏱ Laufzeit: ca. 58 Minuten
- 🎬 Reihe: Sechs auf einen Streich
- 📺 Produktion: RBB / ARD
- 👶 FSK: Ab 6 Jahren
Einführung
Der Märchenfilm „Rapunzel“ (2009) gehört zur erfolgreichen ARD‑Reihe „Sechs auf einen Streich“, die seit vielen Jahren klassische Märchen der Brüder Grimm neu interpretiert. Die Produktion des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) setzt auf eine Mischung aus traditioneller Märchenästhetik und moderner TV‑Inszenierung.
Der Film richtet sich vor allem an Familien und Kinder, bleibt aber durch seine atmosphärische Gestaltung und die starke Besetzung auch für erwachsene Märchenfreunde interessant. Die Geschichte von Rapunzel gehört zu den bekanntesten Grimm‑Märchen überhaupt – und diese Verfilmung versucht, die vertrauten Elemente mit emotionalen Momenten und einer leicht düsteren Grundstimmung zu verbinden.
Handlung
Ein armer Bauer gerät in die Gewalt einer mächtigen Zauberin, nachdem seine Frau während der Schwangerschaft unstillbares Verlangen nach Rapunzeln verspürt. Aus Angst um seine Frau verspricht er der Zauberin das ungeborene Kind.
Nach der Geburt nimmt die Zauberin das Mädchen mit sich und nennt es Rapunzel. Sie wächst abgeschieden auf, fernab der Welt, und entwickelt eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Liebe.
Mit zunehmendem Alter verliebt sich Rapunzel in einen jungen Prinzen, der zufällig ihren Turm entdeckt. Doch die Zauberin, die Rapunzel als ihren Besitz betrachtet, sperrt sie aus Angst vor Verlust in einen hohen Turm – ohne Treppe, ohne Tür. Der einzige Zugang ist Rapunzels langes, goldenes Haar.
„Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“
Die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Die Zauberin trennt sie, der Prinz verliert sein Augenlicht, und Rapunzel wird in die Einsamkeit verbannt. Doch am Ende siegt die Liebe: Rapunzels Tränen heilen die Blindheit des Prinzen, und beide finden wieder zusammen.
Besetzung
- Luisa Wietzorek – Rapunzel
- Jaime Krsto Ferkic – Prinz
- Suzanne von Borsody – Zauberin
- Antje Westermann – Rapunzels Mutter
- Boris Aljinovic – Rapunzels Vater
- Piet Klocke – Hoflehrer
- Rita Feldmeier – Königin
- Dieter Montag – König
- Evelina Sidikowa – Rapunzel (Kind)
Visuelle Gestaltung & Atmosphäre
Der Film setzt auf eine klassische Märchenoptik, die stark an traditionelle Illustrationen erinnert. Die Kostüme sind farbenfroh, die Kulissen liebevoll gestaltet, und der Turm wirkt wie direkt aus einem Bilderbuch entsprungen.
Die Kameraarbeit ist ruhig und klar, was besonders für jüngere Zuschauer angenehm ist. Gleichzeitig schafft die Inszenierung eine leicht melancholische Stimmung, die gut zur tragischen Grundgeschichte passt.
Vergleich zu anderen Rapunzel‑Verfilmungen
Im Gegensatz zu modernen, humorvollen Interpretationen wie Disneys „Rapunzel – Neu verföhnt“ bleibt diese ARD‑Version nah an der Grimm‑Vorlage. Sie verzichtet bewusst auf Action, Slapstick oder Musical‑Elemente und konzentriert sich auf:
- die emotionale Entwicklung der Figuren
- die moralische Botschaft
- die klassische Märchensymbolik
Damit richtet sich der Film eher an Zuschauer, die eine traditionelle Märchenadaption bevorzugen.
Trailer
Mein Fazit
„Rapunzel“ (2009) ist ein solider, klassischer Märchenfilm, der die bekannte Geschichte kindgerecht und ohne große Experimente erzählt. Die düstere Darstellung der Zauberin, die romantische Liebesgeschichte und die ruhige Erzählweise schaffen eine stimmige Atmosphäre.
Zwar wirkt die Inszenierung an einigen Stellen etwas schlicht, doch gerade das macht den Charme vieler ARD‑Märchenfilme aus. Für Familien, Märchenfreunde und Fans der Reihe „Sechs auf einen Streich“ ist der Film eine schöne Ergänzung – ideal für gemütliche Filmabende oder die Adventszeit.
Quellen:
Wikipedia
IMDb
RBB
Filmdienst