Claude Akins (1960) war Darsteller in Die Rückkehr der glorreichen Sieben
Handlung: Die Revolverhelden reiten wieder

Als Die glorreichen Sieben 1960 in die Kinos kam, war der Film sofort ein Klassiker. Steve McQueen, Yul Brynner, Elmer Bernstein – ein Western, der nicht nur Schießereien, sondern auch Charakter, Stil und eine ikonische Musik lieferte. Sechs Jahre später folgte mit Die Rückkehr der glorreichen Sieben (Originaltitel: Return of the Seven) die erste Fortsetzung. Und genau hier wird es spannend.
Zurück nach Mexiko – mit neuem Team
Die Handlung bleibt dem bewährten Prinzip treu: Eine unterdrückte Dorfgemeinschaft bittet um Hilfe, und erneut stellt sich eine Gruppe von Revolverhelden gegen skrupellose Banditen. Yul Brynner kehrt als Chris Adams zurück – der ruhende Pol, der Mann mit dem schwarzen Outfit und der eiskalten Autorität. An seiner Seite: ein komplett neues Team, gespielt unter anderem von Robert Fuller, Julián Mateos und Claude Akins.
Das fühlt sich anfangs ungewohnt an. Die Chemie der Originalbesetzung wird hier nicht erreicht, aber das ist vielleicht auch zu viel verlangt. Stattdessen setzt der Film auf solide Western-Tugenden: klare Fronten, moralische Entscheidungen und genug Action, um Genre-Fans bei Laune zu halten.
Weniger Mythos, mehr Routine
Eines muss man ehrlich sagen: Die Rückkehr der glorreichen Sieben ist kein Meilenstein wie sein Vorgänger. Der Film wirkt geradliniger, teilweise vorhersehbar und weniger emotional. Die ikonische Musik von Elmer Bernstein ist zwar wieder da, entfaltet aber nicht mehr dieselbe Wucht.
Trotzdem hat die Fortsetzung ihre Qualitäten. Die Schießereien sind sauber inszeniert, die Landschaftsaufnahmen stark, und Yul Brynner trägt den Film mit seiner Präsenz fast im Alleingang. Für Western-Fans ist das schlicht solides Genre-Handwerk – kein Revolutionsversuch, sondern ein klassischer Kino-Western der 60er.
Für wen lohnt sich der Film heute?

Wenn du den Originalfilm liebst und mehr Zeit in dieser Welt verbringen willst, ist Die Rückkehr der glorreichen Sieben definitiv einen Blick wert. Wer allerdings dieselbe Tiefe und Magie erwartet, könnte enttäuscht werden. Der Film funktioniert am besten, wenn man ihn als das sieht, was er ist: eine ordentliche, wenn auch etwas zahmere Fortsetzung.
Gerade für Kino-Fans, die klassische Western mögen, hat der Film einen nostalgischen Reiz. Er zeigt, wie Hollywood damals mit erfolgreichen Stoffen umging – und wie schwer es ist, einen perfekten Klassiker zu wiederholen.
- Star-Power: Yul Brynner ist der einzige Rückkehrer aus der Originalbesetzung von 1960.
- Regie: Geführt von Burt Kennedy, einem erfahrenen Western-Spezialisten.
- Musik: Der ikonische Soundtrack von Elmer Bernstein kehrt auch in dieser Fortsetzung zurück und sorgt für das typische Gänsehaut-Feeling.
- Verfügbarkeit: Du kannst den Film aktuell auf Plattformen wie Apple TV oder Amazon Prime Video streamen.
Besetzung
- Robert Fuller: Vin
- Julián Mateos: Chico
- Warren Oates: Colbee
- Claude Akins: Frank
- Elisa Montés: Petra
- Emilio Fernández: Francisco Lorca
- Virgílio Teixeira: Luis Emilio Delgado
- Rodolfo Acosta: Lopez
- Jordan Christopher: Manuel
Fazit
Die Rückkehr der glorreichen Sieben ist kein schlechter Film, aber auch kein großer Wurf. Er lebt von der Erinnerung an das Original, von Yul Brynners charismatischer Rückkehr und von der Liebe zum Western-Genre. Für Fans klassischer Kino-Western ist er ein interessantes Kapitel der Filmgeschichte – nicht mehr, aber auch nicht weniger.