Kult‑, Trash zugleich
Tor in die fünfte Galaxis (1987)
Timesweep – Low‑Budget‑Sci‑Fi‑Horrortrip durch Raum, Zeit und Filmgeschichte
🟦 Anfang
Tor in die fünfte Galaxis (Originaltitel: Timesweep) ist ein US‑amerikanischer Science-Fiction‑Horrorfilm aus dem Jahr 1987, inszeniert von Dan Diefenderfer. Der Film gehört zu den kuriosen Low‑Budget‑Produktionen der späten 80er‑Jahre, die mit kreativen Ideen, praktischen Effekten und wilder Fantasie mehr punkten wollten als mit großen Budgets.
Mit einer Mischung aus Zeitreisen, Monster‑Horror und surrealen Studio‑Kulissen ist der Film ein typisches Beispiel für den Independent‑Sci‑Fi jener Ära.
🟦 Handlung
Eine Gruppe junger Leute betritt ein altes, verlassenes Filmstudio – und wird dort plötzlich in eine fremde Dimension geschleudert.
Ohne Orientierung irren sie durch bizarre Räume, Zeitebenen und Kulissen, die wie lebendig wirken. Dabei begegnen sie:
- einem römischen Zenturio,
- mysteriösen Spiegelportalen, die in andere Welten führen,
- und gigantischen Killer‑Schaben, die ihre Opfer in einen tödlichen, säurehaltigen Nebel hüllen.
Die Monster ernähren sich von Menschenblut, und die Gruppe muss sich von einer Gefahr zur nächsten retten. Doch jeder vermeintliche Ausweg führt nur tiefer in ein Labyrinth aus Zeit, Raum und Albtraumvisionen.
🟦 Hintergrund
- Der Film wurde mit sehr geringem Budget produziert, was man ihm ansieht – aber gerade das macht seinen Trash‑Charme aus.
- Regisseur Dan Diefenderfer arbeitete zuvor vor allem im Bereich Kamera und Effekte.
- Die Monster‑Schaben wurden mit praktischen Effekten und Miniaturen realisiert.
- Gedreht wurde überwiegend in echten, leerstehenden Studiohallen, was dem Film seinen surrealen Look verleiht.
- Die Besetzung besteht aus Independent‑Darstellern wie Kevin Brief, Jeff Tamblyn und Greg Anderson.
- Der Film erhielt in Deutschland eine FSK 18, vor allem wegen der Creature‑Horror‑Elemente.
Drag Me To Hell
USA (2009) • FSK 16 • Regie: Sam Raimi
Christine, eine ehrgeizige Bankangestellte, will beruflich aufsteigen und trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie verweigert einer alten Frau einen Kredit – und wird daraufhin verflucht. Was folgt, ist ein albtraumhafter Horrortrip voller Visionen, Dämonen und tödlicher Bedrohung.
- Genre: Horror / Thriller
- Laufzeit: 99 Minuten
- Kinostart: 11. Juni 2009
- FSK: Ab 16 Jahren
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🟦 Kritiken
Die Kritiken fielen – wenig überraschend – sehr gemischt aus.
👍 Gelobt wurden:
- die kreativen Ideen trotz Mini‑Budget
- der surreale Studio‑Look
- der Mut, verschiedene Genres (Zeitreise, Horror, Sci‑Fi) zu mischen
- die praktischen Effekte, die heute nostalgisch wirken
👎 Kritisiert wurden:
- die schwache Handlung und fehlende Dramaturgie
- das billige Produktionsdesign
- die teils amateurhaften Darstellerleistungen
- die Monster, die eher kurios als furchteinflößend wirken
Heute hat der Film einen gewissen Kultstatus unter Trash‑ und B‑Movie‑Fans, die genau solche skurrilen 80er‑Jahre‑Experimente lieben.
🟦 Auszeichnungen
Der Film erhielt keine Filmpreise – was bei dieser Art Produktion nicht überrascht.
Er wird jedoch in Trash‑Film‑Kreisen regelmäßig als „so schlecht, dass er schon wieder unterhaltsam ist“ erwähnt.
🟦 Synchronisation
Die deutsche Fassung erschien Ende der 80er‑Jahre auf VHS.
Die wichtigsten Rollen:
| Rolle | Schauspieler | Deutsche Stimme |
|---|---|---|
| Mark | Kevin Brief | dt. Sprecher der VHS‑Synchro |
| Tom | Jeff Tamblyn | dt. Sprecher |
| Rick | Greg Anderson | dt. Sprecher |
| Diverse Monster / Kreaturen | – | keine Sprache |
Eine vollständige Sprecherliste existiert nicht, da viele VHS‑Synchros jener Zeit nicht dokumentiert wurden.
🟦 Fazit
Tor in die fünfte Galaxis ist ein Film, den man weniger wegen seiner Qualität, sondern wegen seines ungewollten Charmes genießt. Die Mischung aus Zeitreise‑Chaos, Monster‑Trash und surrealen Studio‑Kulissen macht ihn zu einem kuriosen Erlebnis, das Fans von 80er‑Jahre‑B‑Movies lieben werden.
Wer handgemachte Effekte, schräge Ideen und Low‑Budget‑Mut zu schätzen weiß, findet hier ein kleines Trash‑Juwel.
Alle anderen werden sich fragen, wie dieser Film jemals eine FSK‑18‑Freigabe bekommen konnte.