Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (Ki Bild)
Der dritte Teil der legendären Mad-Max-Reihe brachte 1985 erneut postapokalyptische Action auf die Kinoleinwand. In Deutschland startete der Film am 26. September 1985 und erreichte bis Jahresende rund 1,1 Millionen Kinobesucher. Die Videoveröffentlichung folgte am 14. März 1986.
Die Handlung
Der Film spielt etwa 20 Jahre nach „Mad Max und 15 Jahre nach den Ereignissen von Mad Max II – Der Vollstrecker.
Die Welt ist weiter zerfallen: Benzin, Wasser und Ressourcen sind extrem knapp, die Zivilisation existiert nur noch in Resten. Max Rockatansky (Mel Gibson), einst Polizist, zieht einsam mit einem von Kamelen gezogenen Wagen durch das Ödland.
Nachdem ihm ein Dieb – der Sohn des Tragschrauberpiloten aus dem zweiten Teil – seine gesamte Habe stiehlt, verfolgt Max ihn bis nach Bartertown , einer von der machtbewussten Aunty Entity (Tina Turner) regierten Wüstenstadt.
Bartertown wird durch Methangas aus Schweinezuchtanlagen mit Energie versorgt. Im Zentrum steht die berühmte Arena „Donnerkuppel“ (Thunderdome), in der Konflikte nach dem Motto entschieden werden:
„Zwei gehen rein, einer kommt raus.“
Max wird in einen Machtkampf zwischen Aunty Entity und dem Ingenieur Master hineingezogen. Nach einem Kampf in der Donnerkuppel wird er jedoch verstoßen und in der Wüste ausgesetzt. Dort trifft er auf eine Gruppe Kinder, die auf die Rückkehr eines Retters hoffen. Schließlich kommt es zum finalen Showdown zurück in Bartertown.
Hintergrund
- „Jenseits der Donnerkuppel“: Ist der erste Teil der Reihe, der stärker auf Mythos, Symbolik und Hoffnung setzt.
- Der Film: Kombiniert klassische Endzeit-Action mit märchenhaften Elementen und einer beinahe spirituellen Erzählstruktur.
- Die Figur Aunty Entity, gespielt von Tina Turner, wurde zu einer der ikonischsten Gegenspielerinnen des 80er-Jahre-Kinos.
Tina Turner steuerte außerdem den weltweiten Hit „We Don’t Need Another Hero“ zum Soundtrack bei.
Im Vergleich zu den Vorgängern wirkt der Film weniger brutal, dafür aber visuell größer und aufwendiger produziert.
Kritiken
Die Reaktionen fielen gemischt aus:
Positiv bewertet wurden:
- Das spektakuläre Produktionsdesign
- Die Donnerkuppel-Sequenz
- Tina Turners charismatische Performance
- Die atmosphärische Endzeitwelt
Kritikpunkte waren:
- Der weniger düstere Ton im Vergleich zu Teil 2
- Der märchenhafte Mittelteil mit den Kindern
- Eine teils unausgewogene Dramaturgie
Heute wird der Film oft als unterschätzter, stilprägender Beitrag des 80er-Actionkinos gesehen.
Trivia
- Die Donnerkuppel-Kampfszene wurde mit aufwendigen Draht- und Seiltechniken gedreht.
- Tina Turner erhielt für ihre Rolle eine hohe Gage – ungewöhnlich für eine Sängerin ohne große Schauspielerfahrung im Actiongenre.
- Der Film war der letzte Mad-Max-Teil mit Mel Gibson in der Hauptrolle.
- Erst 2015 wurde die Reihe mit Mad Max: Fury Road von George Miller erfolgreich fortgesetzt.
Fazit
„Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ verbindet postapokalyptische Action mit mythologischen Motiven und 80er-Jahre-Charme. Auch wenn er nicht die rohe Intensität von „Mad Max II“ erreicht, bleibt er ein visuell beeindruckender Kultfilm, der das Franchise nachhaltig geprägt hat.