Gorgo (1961, KI Bild)
Gorgo, ein britischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1961, gehört zu den wenigen Riesenmonster-Filmen außerhalb der USA und Japan. Unter der Regie von Eugène Lourié präsentiert der Film eine unverwechselbare, britisch geprägte Interpretation des Genres, die bis heute Zuschauer begeistert. In Deutschland lief er im Fernsehen auch unter dem Titel Gorgo – Die tödliche Bedrohung.
Handlung in Kürze
Ein Team von Meeresforschern entdeckt ein gigantisches Meereswesen namens Gorgo, das durch eine Verkettung von Ursprungsereignissen an Land gelangt. Die Handlung begleitet die intensiven Bemühungen, dieses kolossale Wesen zu kontrollieren. Das Ziel ist es, Gorgo wissenschaftlich zu untersuchen und mit den weitreichenden Folgen seiner Präsenz umzugehen. Dabei erinnert die Inszenierung an den klassischen Godzilla-Film und greift ähnliche Themen auf. Der Film setzt sich mit den Spannungsfeldern zwischen wissenschaftlicher Neugier, wirtschaftlichen Interessen und den ethischen Überlegungen auseinander. Ob ein Lebewesen von der Größe eines Gebäudes getötet oder gefangen genommen werden sollte.
Hintergrund und Entstehung
- Entstehung: 1961, Großbritannien
Regie: Eugène Lourié, ein Künstler und Filmemacher, der zuvor als Designer für Monster-Modelle arbeitete. - Produzenten und Studio: Gebrüder Torrick (amerikanische Verleiher) mit britischer Produktion.
- Inspiration: Der Film gehört zur Welle der Riesenmonster-Filme, orientiert sich lose an klassischen Monsterfilmen, versucht aber eine eigene, manchmal ernsthaftere Tonlage zu wahren.
Produktionstechnik
Praktische Effekte, Stop-Motion-Modelle und Marmorminiaturen, typisch für Monsterfilme der Zeit
Tonfall: Im Vergleich zu amerikanischen Titanszenen versucht Gorgo eine gemischte Balance aus Spannung, Action und ergänzender Tiefe durch Charakterfokus.
- Visuals: Der Film nutzt klassisches B-Movie-Feeling, kombiniert mit britischer Landschaft und Studioumgebungen, die dem Film einen eigenen Charme verleihen.
- Rezeption: Bei der Veröffentlichung teils gemischte Kritiken; im Laufe der Jahre gewann der Film Kultstatus unter Fans des Genres
Wirkung und Vermächtnis. - Einfluss: Gorgo gehört zu den wenigen europäischen Beiträgen im Monsterfilm-Subgenre und beeinflusste spätere britische Sci-Fi-/Monsterfilme durch seinen bodenständigeren Ansatz.
- Kultstatus: Dank seiner handwerklichen Effekte und seinem Retro-Charme hat Gorgo bis heute eine treue Fangemeinde.
- Verfügbarkeit: Oft im Fernsehen gezeigt und später auf VHS/DVD/Blu-ray erhältlich, teils in restaurierten Fassungen
Vergleich mit Zeitgenossen.

Im Vergleich zu den in den USA typischen Monsterfilmen der 1950er- und 1960er-Jahre präsentiert sich *Gorgo* mit einer deutlich europäischeren Handschrift: weniger auf spektakuläre Effekte und standardisierte Spannungsbögen ausgerichtet, dafür mit einer stärkeren Fokussierung auf das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Natur. Auch andere britische Monster- und Science-Fiction-Produktionen dieser Zeit, wie The Curse of the Mummy’s Tomb oder The Day the World Ended, spiegeln ähnliche Merkmale wider: den unverwechselbaren Charme handgemachter Effekte, ein begrenztes Produktionsbudget, aber spürbar viel Herzblut.
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Hintergrund Infos
- Titel: Gorgo (1961) – auch bekannt als Gorgo – Die tödliche Bedrohung (deutsche Ausstrahlung)
- Herkunft: Großbritannien
- Regie: Eugène Lourié
- Produktionsjahr: 1961
- Genre: Britischer Science-Fiction-/Riesenmonster-Film
- Stil/Technik: praktische Effekte, Stop-Motion-Modelle, Miniaturen
- Handlung (Knappfassung): Meeresforscher entdecken Gorgo; es folgt der Versuch, das Monster zu kontrollieren, zu studieren und mit den Folgen der gigantischen Kreatur umzugehen
- Themenschwerpunkte: Wissenschaft vs. Profit, ethische Fragen zur Gefangennahme/Tötung eines Lebewesens
- Besonderheiten: britische Perspektive, gemischter Ton aus Spannung, Action und Charakterfokus
- Rezeption: gemischte Kritiken bei Veröffentlichung; Kultstatus bei Monsterfilm-Fans
- Vermächtnis: europäischer Beitrag zum Monster-Subgenre; Einfluss auf spätere britische Sci-Fi/Monsterfilme
- Verfügbarkeit: oft im Fernsehen; später auf VHS/DVD/Blu-ray, teilweise restaurierte Fassungen
- Vergleich zu Zeitgenossen: europäischer Ansatz, weniger spektakuläre Effekte, mehr Fokus auf Konflikte Mensch/Natur
Gorgo – Besetzung
Hier die wichtigsten Darsteller des Films:
- Bill Travers: Joe Ryan
- William Sylvester: Sam Slade
- Vincent Winter: Sean
- Christopher Rhodes: McCartin
- Joseph O’Conor: Prof. Hendricks
- Bruce Seton: Prof. Flaherty
- Martin Benson: Dorkin
Fazit
Gorgo (1961) ist bis heute ein faszinierender Vertreter des Riesenmonstergenres jenseits der dominanten US- und japanischen Produktionen. Mit praktischen Spezialeffekten, einer eigenständigen erzählerischen Perspektive und einer Prise britischen Filmcharmes bietet er eine willkommene Alternative zu den damals marktbeherrschenden Monster-Blockbustern. Für Liebhaber des Genres ist Gorgo ein lohnenswerter Geheimtipp – voller Charme, Kreativität und nostalgischem Reiz.