Eolomea (DDR 1972)
Regie: Herrmann Zschoche
Drehbuch: Angel Wagenstein
Produktionsland/-jahr: DDR, 1972 (mit Unterstützung aus der Sowjetunion und Bulgarien)
Genre: Science-Fiction
IMDb-Bewertung: 5,6/10
Weitere Infos: DEFA-Stiftung, Wikipedia, IMDb
Anfang
Eolomea ist ein Science-Fiction-Spielfilm der DEFA aus dem Jahr 1972. Regie führte Herrmann Zschoche, das Drehbuch stammt von Angel Wagenstein. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Filmgesellschaften aus der Sowjetunion und Bulgarien und gehört zu den bekannteren Sci-Fi-Produktionen aus der DDR.
Schon die Ausgangssituation ist spannend: Acht Raumschiffe sind spurlos verschwunden. Niemand weiß, was mit ihnen passiert ist, und die Verantwortlichen auf der Erde stehen unter Druck, Antworten zu finden.
Handlung
Im Zentrum der Geschichte steht Maria Scholl, die Leiterin der Station „Erde-Zentrum“. Sie beruft eine Konferenz ein, um das Verschwinden der Raumschiffe zu klären. Dort gerät sie mit Professor Olo Tal aneinander, dessen Tochter an Bord der Station „Margot“ ist – eines der verschwundenen Schiffe. Die Lage ist angespannt, und schließlich wird ein Flugverbot verhängt.
Parallel dazu sehen wir Kosmonaut Dan, der auf einem Asteroiden Dienst tut. Er liebt Maria, was der Geschichte eine persönliche Note gibt. Dan erhält den Befehl, einem dritten Raumschiff den Weg zu versperren, das trotz Flugverbot Kurs auf die Station „Margot“ nimmt.
Maria bleibt nicht tatenlos und folgt mit ihrem eigenen Raumschiff. Auf einer Orbitalstation treffen sich Dan und Maria schließlich wieder. Dort wird nach und nach das Geheimnis um die acht verschwundenen Raumschiffe gelüftet – und es zeigt sich, dass hinter allem ein größerer Plan steckt, der weit über einzelne Missionen hinausgeht.
Kritiken
Die Bewertungen zu Eolomea fallen gemischt aus. Auf IMDb liegt der Film bei einer Wertung von 5,6/10 – also irgendwo im Mittelfeld. Viele Zuschauer schätzen die ruhige, nachdenkliche Art des Films und seinen philosophischen Unterton. Er setzt weniger auf Action und Effekte, sondern mehr auf Dialoge, Atmosphäre und Ideen.
Aus heutiger Sicht wirkt die Ausstattung angenehm retro: Modelle, Kulissen und Kostüme haben diesen typischen 70er-Jahre-Charme, den man entweder liebt oder etwas altmodisch findet. Gerade für Fans von DEFA-Filmen und osteuropäischer Science-Fiction ist das aber ein großer Pluspunkt.
Wer schnelle Weltraumschlachten erwartet, wird eher enttäuscht sein. Wer sich aber auf ein ruhigeres, nachdenkliches Sci-Fi-Erlebnis einlässt, kann mit Eolomea durchaus etwas anfangen.
Fazit
Eolomea ist kein lauter Blockbuster, sondern ein leiser, eher philosophischer Science-Fiction-Film. Er erzählt von verschwundenen Raumschiffen, persönlichen Beziehungen und der Frage, wie die Menschheit mit dem Weltraum und ihrer eigenen Zukunft umgeht.
Für alle, die sich für DEFA-Filme, DDR-Kino oder alternative Sci-Fi-Perspektiven interessieren, ist Eolomea auf jeden Fall einen Blick wert. Der Film wirkt heute wie ein kleines Zeitdokument – mit viel 70er-Jahre-Flair und einer Geschichte, die mehr fragt als beantwortet.