Viel Lärm um nichts (KI Bild)
Mit Viel Lärm um nichts brachte Regisseur und Hauptdarsteller Kenneth Branagh 1993 eine der erfolgreichsten modernen Shakespeare-Verfilmungen auf die Leinwand. Der Film verbindet originalgetreue Dialoge mit einer lebendigen, sonnendurchfluteten Inszenierung und macht die klassische Komödie auch für ein heutiges Publikum zugänglich.
Kapitel I – Heimkehr und erste Verwicklungen
Nach einer siegreichen Schlacht kehren Don Pedro und seine Gefährten auf das Landgut von Leonato, dem Gouverneur von Messina, zurück. Zwischen alten Gemäuern und sonnigen Gärten entspinnt sich bald ein lebhaftes Spiel aus Flirt, Wortwitz und versteckten Gefühlen.
Kapitel II – Intrigen und Täuschungen
Claudio und Hero verloben sich schnell. Um die Zeit bis zur Hochzeit zu verkürzen, schmieden die Freunde einen Plan: Benedikt und Beatrice sollen durch eine harmlose Intrige zueinanderfinden.
Benedikt belauscht ein fingiertes Gespräch, in dem von Beatrices angeblicher heimlicher Liebe zu ihm die Rede ist. Gerührt beschließt er, seine „Abneigung“ aufzugeben. Ebenso wird Beatrice durch ein inszeniertes Gespräch davon überzeugt, Benedikt liebe sie. Stolz und Spott weichen vorsichtiger Zuneigung.
Doch Don Juan verfolgt finsterere Pläne. Mit Hilfe seines Gefolgsmanns Borachio inszeniert er eine nächtliche Szene vor Heros Fenster: Heros Zofe Margaret tritt – in Heros Kleidung – mit Borachio auf, sodass Claudio glaubt, seine Braut sei untreu.
Am Hochzeitstag beschuldigt Claudio Hero öffentlich der Untreue und verweigert die Eheschließung. Hero bricht zusammen. Der Mönch schlägt vor, ihren vermeintlichen Tod vorzutäuschen, bis ihre Unschuld bewiesen ist.
Kapitel IV
Enthüllung und Versöhnung Von Reue geplagt, willigt Claudio ein, eine „unbekannte“ Nichte Leonatos zu heiraten, die Hero zum Verwechseln ähnlich sehe. Vor dem Altar wird das Geheimnis gelüftet: Hero lebt. Auch Benedikt und Beatrice geraten erneut in ihr gewohntes Wortgefecht, bis Liebesgedichte ihre Gefühle offenbaren. Das Stück endet mit einer fröhlichen Doppelhochzeit, während Don Juan auf der Flucht gefasst wird. Liebe, Witz und Vergebung triumphieren über Intrige und Misstrauen.
Kritiken
„Als rasant-übermütige ‚screwball comedy‘ konzipierte Shakespeare-Verfilmung, von einem gemischten Ensemble aus Theater- und Kinostars ausgezeichnet gespielt. Das Thema des Geschlechterkampfes steht im Mittelpunkt einer gleichermaßen werkgetreuen wie ‚populären‘ Theateradaption, die vor allem von ihrem sprühenden Sprachwitz lebt.“
„Selten war Shakespeare ein so sinnlicher Genuß: Der Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh […] hat die schönste Komödie des Meister-dramatikers [sic] wunderbar leicht und unterhaltsam verfilmt.“
Synchronisation und Darsteller
| Darsteller | Sprecher[4] | Rolle |
|---|---|---|
| Kenneth Branagh | Ulrich Matthes | Benedikt |
| Emma Thompson | Katerina Jacob | Beatrice |
| Denzel Washington | Leon Boden | Don Pedro von Aragon |
| Keanu Reeves | Joachim Tennstedt | Don Juan |
| Richard Briers | Jürgen Thormann | Signor Leonato |
| Michael Keaton | Joachim Kerzel | Dogberry |
| Robert Sean Leonard | Udo Schenk | Claudio |
| Richard Clifford | Ernst Meincke | Conrade |
| Kate Beckinsale | Marina Krogull | Hero |
| Gerard Horan | Roland Hemmo | Borachio |
| Edward Jewesbury | Hans Teuscher | Schreiber |
| Brian Blessed | Horst Lampe | Antonio |
| Phyllida Law | Bettina Schön | Ursula |
| Jimmy Yuill | Peter Reinhardt | Friar Francis |
| Conrad Nelson | Gösta Knothe | Hugh Oatcake |
Anmerkungen
Sämtliche Dialoge der Personen entstammen ausnahmslos dem Originaltext Shakespeares, wie in allen Shakespeare-Verfilmungen von Kenneth Branagh. Das fünfstündige Theaterstück wurde für den Film nur stark gekürzt und die Szenenfolge teilweise umgestellt.

Obwohl Shakespeares Stück im sizilianischen Messina angesiedelt ist, fanden die Filmaufnahmen in der Umgebung des toskanischen Greve in Chianti statt, ganz überwiegend auf dem Areal der Villa Vignamaggio.[5]
In mehreren Szenen spielt der Mönch, der Hero und Claudio verheiraten soll, das musikalische Leitthema des Films auf einer Gitarre. Dem Abspann ist zu entnehmen, dass dieses tatsächlich von dem Komponisten Patrick Doyle gespielt wurde, der ebenfalls den gesamten Soundtrack zu dem Film lieferte.
Auszeichnungen (Auswahl)
Schauspielerin Emma Thompson wurde 1994 mit dem Evening Standard British Film Award als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt der Film bei den Golden Globes Awards 1994 eine Nominierung in der Kategorie Bester Film – Komödie oder Musical.
(Qulle: Wikipedia)