Die Vögel (Originaltitel: The Birds ,KI Bild)
Die Vögel (1963) – Alfred Hitchcocks meisterhafter Horrorfilm
Ein Meilenstein des Suspense-Kinos
The Birds ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1963. Die Vorlage stammt von Daphne du Maurier.

Der Film startete am 28. März 1963 in den USA und wenig später in Deutschland. Damit setzte Hitchcock nach North by Northwest und Psycho einen weiteren Höhepunkt seines Spätwerks.
Handlung: Wenn die Natur zur Bedrohung wird
Im Mittelpunkt steht Melanie Daniels, die einen Mann in eine kalifornische Küstenstadt verfolgt. Zunächst wirkt alles wie eine romantische Begegnung. Doch plötzlich greifen Vögel Menschen an.
Währenddessen nehmen die Attacken zu. Die Bewohner geraten in Angst. Schließlich wird klar, dass die Bedrohung nicht kontrollierbar ist.
Besonderheiten der Inszenierung
Hitchcock verzichtet fast vollständig auf klassische Filmmusik. Stattdessen nutzt er elektronische Klänge und Naturgeräusche. Dadurch entsteht eine unheimliche Atmosphäre.
Zudem gibt es keine klare Erklärung für die Angriffe. Gerade diese Offenheit verstärkt die Wirkung des Films.
Die Filmmusik

Der Film verzichtet bewusst auf einen herkömmlichen musikalischen Soundtrack. Stattdessen ließ Hitchcock, unter der Leitung seines bevorzugten Komponisten Bernard Herrmann, die deutschen Komponisten Remi Gassmann und Oskar Sala mithilfe eines Trautoniums künstliche Vogelstimmen sowie verschiedene Geräuscheffekte kreieren.
Bereits Ende der 1920er-Jahre hatte Hitchcock das innovative Instrument, das nach seinem Erfinder Friedrich Trautwein benannt ist und als Vorläufer der analogen Synthesizer gilt, beim Berliner Rundfunk gehört. Interessanterweise kam das Filmteam von „Die Vögel“ durch das 1961 von George Balanchine in New York City uraufgeführte Ballett „Electronics“, in dem Gassmann eine zentrale Rolle spielte, in Kontakt mit diesem faszinierenden Instrument.
Auf Einladung von Gassmann reiste Hitchcock zusammen mit Herrmann im Dezember 1962 erneut nach Berlin. Dort informierten sie sich über die Möglichkeiten der elektronischen Klangerzeugung. Nach einer erfolgreichen Probevertonung der finalen Angriffsszene erhielten Gassmann und Sala schließlich den gesamten Auftrag. Besonders bemerkenswert ist die Spannung, die der Film ohne musikalische Untermalung erzeugt. Diese einzigartige Herangehensweise macht ihn auch aus musikwissenschaftlicher Sicht zu einem bedeutenden Werk.
Wirkung und Vermächtnis
Die Vögel beeinflusste zahlreiche spätere Horrorfilme. Darüber hinaus zeigte Hitchcock, dass Suspense auch ohne Monster oder übernatürliche Wesen funktioniert.
Insgesamt gilt der Film heute als Klassiker des psychologischen Horrors.