⭐ Blitz – Cop-Killer vs. Killer-Cop (2011)
Anfang
Blitz – Cop-Killer vs. Killer-Cop ist einer dieser Filme, die man nicht wegen ihrer Komplexität schaut, sondern wegen ihrer rohen Energie. Der britische Actionthriller aus dem Jahr 2011 basiert auf dem Roman von Ken Bruen und bringt Jason Statham in einer Rolle auf die Leinwand, die ihm wie auf den Leib geschrieben ist: hart, kompromisslos, unerschütterlich.
Regisseur Elliott Lester inszeniert den Film als düsteren, urbanen Cop-Thriller, der sich irgendwo zwischen klassischem britischen Crime und modernem Actionkino bewegt. Für mich ist Blitz einer dieser Statham-Filme, die man gerne unterschätzt – bis man wieder merkt, wie effektiv er funktioniert.
Handlung

In London treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der gezielt Polizisten ermordet. Die Medien taufen ihn schnell den „Blitz“ – ein Name, der sich wie ein Schlag ins Gesicht anfühlt. Die Polizei steht unter Druck, und ausgerechnet der unberechenbare, raue Cop Tom Brant (Jason Statham) wird auf den Fall angesetzt.
Brant ist kein Mann für Regeln. Er ist der Typ Polizist, der lieber Türen eintritt, als höflich anzuklopfen. Zusammen mit dem frisch versetzten, ruhigen Kollegen Porter Nash (Paddy Considine) beginnt er die Jagd auf den Killer.
Der Täter spielt jedoch sein eigenes Spiel – provokant, arrogant, eiskalt. Was folgt, ist ein Katz-und-Maus-Spiel durch die Straßen Londons, das immer persönlicher wird. Für mich lebt der Film vor allem von der Dynamik zwischen Statham und Considine – zwei völlig unterschiedliche Cops, die sich perfekt ergänzen.
Hintergrund
Blitz basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Bruen, der für seine harten, schnörkellosen Crime-Stories bekannt ist. Die Verfilmung bleibt diesem Stil treu: rau, direkt, ohne unnötige Ausschmückungen.
Gedreht wurde größtenteils in London, was dem Film eine authentische, graue, fast schon bedrückende Atmosphäre verleiht. Besonders spannend: Stathams Figur Tom Brant taucht in mehreren Bruen-Romanen auf – Blitz ist also nur ein Ausschnitt aus einer viel größeren literarischen Welt.
Synchronisation
In der deutschen Fassung wird Jason Statham wie gewohnt von Hubertus Bengsch gesprochen – eine Stimme, die perfekt zu seiner stoischen, kantigen Art passt. Auch die übrigen Sprecher liefern solide Arbeit ab und transportieren den britischen Tonfall gut ins Deutsche.
Soundtrack
Der Soundtrack ist eine Mischung aus düsteren, elektronischen Klängen und treibenden Beats, die perfekt zur urbanen Atmosphäre passen. Kein bombastisches Hollywood-Orchester, sondern ein Score, der die Härte der Straßen Londons widerspiegelt.
Besonders die ruhigen, fast melancholischen Stücke setzen starke Kontraste zu den brutalen Momenten des Films.
Kritik
Die Kritiken zu Blitz fielen gemischt aus – was mich ehrlich gesagt nie überrascht hat. Der Film ist kein komplexer Thriller, sondern ein geradliniger, harter Cop-Film, der genau das liefert, was er verspricht.
Gelobt wurden:
- Jason Stathams kompromisslose Performance
- die düstere, authentische London-Atmosphäre
- die starke Chemie zwischen Statham und Paddy Considine
- der trockene, britische Humor
Kritisiert wurden:
- die einfache Handlung
- einige klischeehafte Nebenfiguren
- der Fokus auf Härte statt Tiefgang
Für mich gehört Blitz zu den unterschätzten Statham-Filmen: kein Spektakel, kein CGI-Overkill – einfach ein dreckiger, direkter Cop-Thriller, wie man ihn heute kaum noch bekommt.
Fazit
Blitz – Cop-Killer vs. Killer-Cop ist ein Film für Fans von britischem Crime, harten Cops und kompromissloser Action. Jason Statham liefert eine seiner kantigsten Rollen ab, und die düstere Atmosphäre Londons macht den Film zu einem kleinen, aber feinen Genre-Beitrag.
Kein Meisterwerk – aber ein verdammt solider Thriller, der genau weiß, was er sein will. Und manchmal ist das genau das, was man sehen möchte.