Auf brennen dem Eis (KI Bild)
Auf brennendem Eis ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahr 1994 und markiert das Regiedebüt des Schauspielers Steven Seagal.
Handlung: Das Ölunternehmen Aegis kümmert sich weder um die unberührte Natur Alaskas noch um deren naturverbundene Einwohner. Ziel ist allein die Maximierung des Profits. Präsident Michael Jennings nimmt dafür sogar Menschenleben in Kauf. Sein aktuelles Projekt, Aegis 1, ist eine gigantische Bohranlage und Raffinerie in einem sensiblen Ökosystem.
Nach einem Brand an einem Bohrturm wird Spezialist Forrest Taft gerufen, der die Situation mit einer Präzisionssprengung entschärft. Er erfährt von seinem Freund Hugh Palmer, dass mangelhafte Sicherheitsverschlüsse Ursache waren. In der Unternehmensdatenbank bestätigt Taft dies: Billigmaterial wurde wegen Lieferverzögerungen und Termindruck verwendet, da bei verspäteter Fertigstellung die Bohrrechte an die Ureinwohner zurückfallen würden.
Als Taft Jennings konfrontiert, schickt dieser seine Handlanger MacGruder und Otto. Palmer wird zu Tode gefoltert, die gesuchten Daten bleiben unauffindbar. Ein Anschlag auf Taft schlägt fehl, er wird jedoch schwer verletzt. Der Iñupiat-Häuptling Silook und seine Tochter Masu retten ihn. Während der Genesung erkennt Taft die Zerstörung der Natur durch den Menschen und beschließt, Jennings zu stoppen. MacGruder sucht das Dorf auf, es kommt zur Eskalation, bei der Silook erschossen wird. Taft bricht daraufhin gemeinsam mit Masu auf.
Produktion & Handlung
- Umweltbotschaft: Seagal nutzte sein Regiedebüt für ein Herzensprojekt mit starker ökologischer Botschaft. Er spielt Forrest Taft, einen Spezialisten für die Bekämpfung von Ölbränden, der sich gegen seinen korrupten Arbeitgeber stellt, um die unberührte Natur Alaskas und die Rechte der Inuit zu schützen.
- Besetzung: Trotz mäßiger Kritiken konnte der Film mit Hochkarätigen aufwarten. Michael Caine spielt den skrupellosen Öl-Tycoon Michael Jennings, und Joan Chen übernimmt die weibliche Hauptrolle als Masu. Auch ein junger Billy Bob Thornton ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.
- Drehort: Wie Nicolas Cages The Frozen Ground wurde auch dieser Film in der spektakulären Kulisse von Alaska gedreht.
Rezeption & Trivia
- Goldene Himbeere: Der Film war bei Kritikern berüchtigt und erhielt sechs Nominierungen für die Goldene Himbeere. Steven Seagal „gewann“ dabei tatsächlich den Preis als schlechtester Regisseur.
- Die Abschlussrede: Legendär (und oft parodiert) ist die fast vierminütige Abschlussrede von Seagals Charakter über die Zerstörung der Umwelt durch Großkonzerne, die ursprünglich deutlich länger geplant war.
- Budget: Mit rund 50 Millionen Dollar war es für 1994 eine sehr teure Produktion, die an den Kinokassen jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb.
- Lexikon des internationalen Films: „Mischung aus Actionthriller und Öko-Western mit grandiosen Naturaufnahmen. Heldenverehrung und Rechtfertigung von Gewalt werden scheinheilig mit ökologischen Motiven bemäntelt.“
Interessanter Querverweis: Während Cage in USS Indianapolis eine historische Tragödie aufarbeitet, versuchte Seagal hier, Action mit politischem Aktivismus zu verbinden – ein Trend, der Cage in seinen späteren Direct-to-Video-Phasen oft erspart blieb, da er sich meist auf Charakterstudien oder Genrefilme konzentrierte.