Kampfstern Galactica (KI Generiert)

Die Serie startete im September 1978 im amerikanischen Fernsehen beim Sender ABC. Trotz akzeptabler Einschaltquoten wurde sie bereits nach einer Staffel eingestellt – vermutlich vor allem wegen der für damalige Verhältnisse sehr hohen Produktionskosten und des aufwendigen Einsatzes von Spezialeffekten.
In Deutschland lief zunächst eine gekürzte Version des Pilotfilms am 31. Januar 1981 in der ARD. Die erste vollständige Ausstrahlung der gesamten Serie folgte 1989 bei RTL plus. Eine technisch überarbeitete und restaurierte HD-Fassung wurde ab dem 9. November 2013 bei RTL Nitro gezeigt, beginnend mit der ungekürzten deutschen Fernsehpremiere des Pilotfilms Kampfstern Galactica. Trotz ihrer kurzen Laufzeit entwickelte sich die Serie durch ihre epische Handlung, die markante Musik von Stu Phillips und die innovativen visuellen Effekte schnell zu einem Kultklassiker der Science-Fiction-Fernsehgeschichte.
Handlung und Hintergrund
Die Geschichte beruht auf der Annahme, dass das menschliche Leben seinen Ursprung auf dem Planeten „Kobol“ hatte – eine Anspielung auf den von den Mormonen angenommenen Planeten Kolob. Als Kobol dem Untergang geweiht war, verließen die 13 Stämme den Planeten. Zwölf von ihnen siedelten sich an neuen Welten an und begründeten die in der Serie dargestellte menschliche Gesellschaft. Der dreizehnte Stamm hingegen gilt als verschollen; alten Legenden zufolge fand er seinen Weg zur Erde und legte dort den Grundstein für die menschliche Zivilisation.
Nach einem tausendjährigen Krieg zwischen den menschlichen Kolonien und den Roboter-Modellen der Zylonen scheint endlich Frieden möglich. Doch das Friedensangebot der Zylonen – vermittelt durch Graf Baltar, der aus Machtgier mit ihnen paktiert – entpuppt sich als tödliche Falle: In einem Überraschungsangriff werden die Raumstreitkräfte der Menschen, bestehend aus riesigen kampfträgerartigen Kampfschiffen, vernichtend geschlagen. Nur der von Commander Adama geführte Kampfstern Galactica – und, wie sich später herausstellt, der Kampfstern Pegasus unter Commander Cain – entkommen dem Hinterhalt. Währenddessen können die Zylonen ungehindert die nun schutzlosen zivilen Kolonien der Menschen zerstören.
Unter Führung von Commander Adama begibt sich der Kampfstern Galactica mit einem Konvoi von Flüchtlingen (englisch Ragtag fleet), die auf 220 kleineren Schiffen zusammengepfercht sind, auf die Flucht vor der Tyrannei der Zylonen und auf die Suche nach einer neuen Heimat: der verschollenen, sagenumwobenen 13. Kolonie, dem Planeten Erde. Dabei werden sie von zylonischen Basisschiffen verfolgt.
Eines der Basisschiffe steht unter dem Kommando des Verräters Baltar, der dank seines Wissens über menschliches Denken oft erfolgreicher in der Verfolgung ist als die zylonischen Kommandanten. Obwohl die Flucht vor den Zylonen im Mittelpunkt der Serie steht, muss die Flotte der Galactica auch viele Abenteuer bestehen, die nichts mit den Zylonen zu tun haben. Auf ihrer Reise entdecken sie außerdem den Ursprung der Menschheit: den Planeten Kobol. Die Serie *Galactica 1980* setzt ein, als die Galactica die Erde der Gegenwart erreicht hat.
Zylonen
Die Zylonen (engl. Cylons) waren ursprünglich eine reptiloide Spezies vom Planeten Zylon, die irgendwann begann, intelligente Roboter zu bauen. Doch diese wandten sich gegen ihre Schöpfer und vernichteten sie. Seitdem setzen die Zylonen alles daran, die Menschheit auszulöschen, ohne Rücksicht auf Zivilisten. Selbst nach ihrem nahezu vollständigen Sieg über die menschlichen Kolonien verfolgen sie dieses Ziel unbeirrt weiter.
Zylonische Führung
Der Erhabene Führer (engl. Imperious Leader) ist das Oberhaupt aller Zylonen und in seiner Erscheinung den ursprünglichen, reptiloiden Zylonen nachempfunden. Er selbst ist eine Maschine derselben Baureihe wie „Lucifer“, ein Zylon der IL-Serie, der direkt Baltar unterstellt ist. In Folge 16 („Teuflische Versuchung – Teil 1“) wird offenbart, dass der Zylonenführer mit der Stimme des Teufels spricht, um zu verdeutlichen, dass das Zylonenimperium vom Bösen gegründet oder beherrscht wurde.
Hintergrund dieser Darstellung ist, dass Patrick Macnee, der im Zweiteiler „Teuflische Versuchung“ den „Teufel“ verkörperte, im englischen Original auch dem Führer der Zylonen seine Stimme lieh. Zudem sprach Macnee die Intros der ersten beiden Kinofilme sowie der Serie, wobei das erste Intro in leicht gekürzter und veränderter Form verwendet wurde.
Zylonische Gesellschaft
Die zylonische Gesellschaft ist vollständig militarisiert, Zivilisten treten nur einmal auf – als jubelnde Menge beim Besuch des Erhabenen Führers auf Gamoray (Mission Galactica: Angriff der Zylonen). Ihre Struktur ist streng hierarchisch, Individualität oder Meinungsvielfalt existieren kaum. An der Spitze steht der Imperious Leader, der nur willenlose Drohnen neben sich duldet; gewöhnliche Zylonen teilen ausschließlich seine Ansichten. Die IL-Serien-Modelle unterscheiden sich optisch deutlich von den Zenturien: Sie tragen Umhänge, besitzen zwei Augen sowie einen durchsichtigen, spitz zulaufenden Kopf. Sie übernehmen höhere Aufgaben, sind den Zenturien übergeordnet und handeln oft machtbewusst und eigensinnig, auch zum Schaden des Imperiums. In Robert Thurstons Romanen erscheinen die Zylonen hingegen als nicht-humanoide Rasse in Kampfanzügen. Hierarchisch gibt es einfache Zenturien mit einem Gehirn, Offiziere in goldener Rüstung mit zwei Gehirnen und den Erhabenen Führer mit drei Gehirnen.
2004–2009 die neune Version
Die Raumkampfszenen bestanden überwiegend aus wiederverwendetem Effektmaterial der Vorgängerserie. Zudem richtete sich die Ausstrahlung stärker an ein jüngeres Publikum im Kinderprogramm, wodurch der Anteil an Action- und Gewaltszenen stark reduziert wurde. Bei Fans stieß die Serie überwiegend auf negative Resonanz und wurde späteren Fortführungsprojekten – etwa The Second Coming (1998/1999) – weitgehend ausgeklammert.