Die Pilgerin (2014): Mut, Intrigen und Mittelalter-Abenteu
Die Pilgerin (2014) – Historischer ZDF‑Zweiteiler voller Intrigen, Mut und Abenteuer
Originaltitel: Die Pilgerin • Land: Deutschland • Genre: Historienfilm / Abenteuer • Regie: Philipp Kadelbach • Erstausstrahlung: 5. & 6. Januar 2014 (ZDF)
Die Pilgerin ist ein aufwendig produzierter Zweiteiler nach dem Roman von Iny Lorentz. Der Film erzählt eine dramatische Geschichte über Mut, Verrat und die Suche nach Gerechtigkeit. Gleichzeitig entsteht ein atmosphärisch dichtes Bild des Mittelalters, das den Zuschauer sofort in die Zeit hineinzieht. Dadurch gehört der Film bis heute zu den erfolgreichsten ZDF‑Historienproduktionen.
Als Mann verkleidet: Die Pilgerin (2014) – ein Mittelalter‑Highlight
Die Handlung
Die Geschichte beginnt im Jahr 1386 in Tremmlingen bei Ulm. Tilla Willinger lebt als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns ein ruhiges und geschütztes Leben. Doch schon bald ändert sich alles. Ihr todkranker Vater möchte sein Geschäft an ihren Verlobten Damian übergeben. Tillas Bruder Otfried will das jedoch verhindern. Deshalb ermordet er heimlich den Vater und lässt das Testament verschwinden.
Otfried zwingt Tilla zur Heirat mit dem Geschäftsmann Veit Gürtler. Allerdings stirbt dieser noch in der Hochzeitsnacht. Da Otfried den letzten Wunsch des Vaters ignoriert, nimmt Tilla ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie schneidet das Herz ihres Vaters heraus und macht sich auf den Weg nach Santiago de Compostela. Um sicher reisen zu können, verkleidet sie sich als junger Mann.
Während ihrer Reise wird sie verfolgt. Rigobert, der uneheliche Sohn von Veit Gürtler, glaubt, Tilla habe seinen Vater ermordet. Gleichzeitig trägt sie ein Dokument bei sich, das Otfried des Hochverrats überführt. Zu ihrem Schutz folgt ihr Sebastian Laux, der jüngste Sohn des Bürgermeisters.
Nach einem Überfall geraten Tilla und Sebastian in Frankreich in Gefangenschaft. Bei der Flucht verlieren sie das Herz des Vaters. Es gelangt in Rigoberts Hände. Er fordert im Austausch das belastende Dokument. Doch Sebastian hat es zuvor heimlich ausgetauscht.
Schließlich erreichen Tilla und Sebastian Santiago de Compostela. Dort kann Tilla das Herz ihres Vaters begraben. Zurück in Tremmlingen deckt sie die Wahrheit auf. Otfried wird des Hochverrats beschuldigt. Er flieht, gesteht Tilla den Mord am Vater – und wird schließlich von Rigobert getötet.
Drehorte
Gedreht wurde an mehreren historischen Schauplätzen. Dadurch wirkt der Film besonders authentisch:
- Süddeutschland (Raum Ulm)
- Österreich
- Tschechien – darunter die beeindruckenden Tyssaer Wände (Tiské stěny)
Diese Kulissen verstärken die dichte Mittelalter‑Atmosphäre und machen den Zweiteiler visuell besonders stark.
Rezeption & Einschaltquoten
Der Zweiteiler war ein großer Erfolg. Beide Teile erreichten über 15 Prozent Marktanteil im ZDF. Dadurch zählt Die Pilgerin zu den erfolgreichsten Historienfilmen des Senders.
| Datum | Zuschauer gesamt | Marktanteil | Zuschauer 14–49 | Marktanteil 14–49 |
|---|---|---|---|---|
| 5. Jan. 2014 | 6,39 Mio. | 17,3 % | 1,55 Mio. | 10,8 % |
| 6. Jan. 2014 | 5,98 Mio. | 16,8 % | 1,41 Mio. | 10,7 % |
Kritiken
Die Kritiken fielen sehr unterschiedlich aus. Viele lobten die starke Hauptdarstellerin Josefine Preuß und die aufwendige Inszenierung. Andere bemängelten die Vorhersehbarkeit oder den Stil des Films. Dadurch entstand ein breites Meinungsspektrum.
- Prisma: „Authentisch, atmosphärisch dicht. Josefine Preuß ragt heraus.“
- TV Spielfilm: „Moderne Erzählweise und sinnliche Bilder. Entzaubert das Mittelalter.“
- Focus: „Trotz Klischees gut anzuschauen. Starkes Schauspieler‑Team.“
- Berliner Zeitung: „Überinszeniert und vorhersehbar.“
- Spiegel Online: „Mittelalter im Kuttenlook – zwischen Emanzipation und Abenteuer.“
- Die Welt: „Ein Abenteuerfilm, nicht mehr und nicht weniger.“
Die Pilgerin – Beide Teile ansehen
Die Pilgerin (Teil 1)
Die Pilgerin (Teil 2)
Mein Fazit
Die Pilgerin ist ein starker Historien‑Zweiteiler, der durch seine dichte Atmosphäre und die gelungene Romanvorlage überzeugt. Die Verfilmung nach Iny Lorentz wirkt hochwertig, emotional und durchweg spannend. Außerdem ist sie bequem in der ZDF‑Mediathek abrufbar, was den Einstieg besonders leicht macht. Insgesamt ist der Film ein empfehlenswertes TV‑Event für alle, die historische Abenteuer lieben.