Die Eiserne Lady (2011): Margaret Thatcher mit Meryl Streep
Die Eiserne Lady (Originaltitel: The Iron Lady) ist ein britisches Biopic aus dem Jahr 2011. Regie führte Phyllida Lloyd, das Drehbuch stammt von Abi Morgan. Im Mittelpunkt steht das Leben der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, dargestellt von Meryl Streep.
Das Filmdrama erzählt nicht nur von Thatchers politischem Aufstieg, sondern auch von ihren Erinnerungen und ihrem hohen Alter. Dabei verbindet der Film die Gegenwart der gealterten Thatcher mit Rückblenden auf ihre Kindheit, ihre Familie und ihre politische Karriere.

Die Eiserne Lady (2011): Steckbrief
| Deutscher Titel | Die Eiserne Lady |
|---|---|
| Originaltitel | The Iron Lady |
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Erscheinungsjahr | 2011 |
| Regie | Phyllida Lloyd |
| Drehbuch | Abi Morgan |
| Genre | Biopic, Filmdrama |
| Hauptdarstellerin | Meryl Streep |
| Thema | Das Leben und die politische Karriere von Margaret Thatcher |
| US-Premiere | Ende Dezember 2011 |
| Deutscher Kinostart | 1. März 2012 |
| Produktionskosten | ca. 13 Millionen US-Dollar |
| Weltweites Einspielergebnis | rund 115 Millionen US-Dollar |
Handlung von Die Eiserne Lady
England im Jahr 2011: Die inzwischen alte Margaret Thatcher ist von ihrem Alter und einer Demenz gezeichnet. In einem kleinen Lebensmittelgeschäft wird die ehemalige Premierministerin von den anderen Kunden nicht erkannt. Wieder zu Hause angekommen, bereitet sie Frühstück für sich und ihren bereits 2003 verstorbenen Ehemann Denis Thatcher vor, dessen Anwesenheit sie in ihrer Vorstellung noch wahrnimmt.
Später beginnt Margaret, die Kleidung und persönlichen Gegenstände ihres verstorbenen Mannes auszusortieren. Dabei spricht sie mit Denis, als wäre er noch am Leben. Ihre Assistentin bemerkt die zunehmende Verwirrung und macht sich Sorgen, insbesondere weil Margaret weiterhin versucht, allein das Haus zu verlassen.
Auch im Alltag zeigen sich erste deutliche Anzeichen ihrer Orientierungsschwierigkeiten. So unterschreibt sie beispielsweise ein Buch mit ihrem Geburtsnamen Margaret Roberts anstatt mit ihrem bekannten Namen Margaret Thatcher. Daraufhin wird beschlossen, dass sie einen Arzt aufsuchen soll.
Margaret selbst weist jedoch jede Vorstellung zurück, mit ihr stimme etwas nicht. Stattdessen erklärt sie dem Arzt, dass Menschen sich ihrer Meinung nach weniger mit Gefühlen und stärker mit Gedanken und Ideen beschäftigen sollten.
Erinnerungen an Margaret Thatchers Vergangenheit
Während Margaret ihren Alltag verbringt, kehren immer wieder Erinnerungen an ihr früheres Leben zurück. Besonders häufig drehen sich diese Erinnerungen um ihren Ehemann Denis, der für sie lange Zeit eine wichtige Stütze war.
Sie erinnert sich an die Luftschlacht um England, die sie in ihrer Heimatstadt Grantham erlebte. Ebenso denkt sie an ihre Entscheidung, am Somerville College in Oxford zu studieren, sowie an die politischen Reden ihres Vaters, durch die ihr Interesse an Politik geweckt wurde.
Nach ihrem Studium versucht sich die junge Margaret zunächst in der Lokalpolitik. Bei einer Dinnerparty beteiligt sie sich an politischen Diskussionen, wird jedoch trotz ihres politischen Interesses aufgefordert, sich anschließend mit den anderen Frauen zurückzuziehen.
Später lernt sie Denis Thatcher kennen. Er unterstützt sie nach einer gescheiterten Kandidatur für einen Parlamentssitz und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Margaret nimmt an, macht aber deutlich, dass sie weiterhin eine eigene politische Karriere verfolgen möchte.
1959 gelingt ihr schließlich der Einzug ins Parlament. In der von Männern dominierten politischen Welt wird sie von Airey Neave unterstützt. Margaret Thatcher arbeitet sich weiter nach oben und wird schließlich Mitglied der Regierung von Premierminister Edward Heath.
Der Weg zur Parteivorsitzenden
Als Kultus- und Wissenschaftsministerin hält Thatcher in den 1970er-Jahren temperamentvolle Reden im Parlament. Ihre Stimme und ihr Auftreten sorgen bei manchen Abgeordneten für Spott. Dennoch entwickelt sie sich zunehmend zu einer bedeutenden Figur innerhalb der Conservative Party.
Während einer Kabinettssitzung korrigiert Thatcher den Premierminister Heath. Bei einem Stromausfall, der im Zusammenhang mit Gewerkschaftsstreiks und politischen Auseinandersetzungen steht, zieht sie demonstrativ eine Taschenlampe aus ihrer Handtasche, während die Männer um sie herum im Dunkeln sitzen.
Als Thatcher ihrer Tochter erste Fahrstunden gibt, erzählt sie ihrem Ehemann von ihrem Plan, für den Parteivorsitz der Conservative Party zu kandidieren. Denis steht diesem Vorhaben zunächst skeptisch gegenüber und reist nach Südafrika. Als er zurückkehrt, erkennt er, dass Margaret seine Abwesenheit kaum bemerkt hat.
Mit Unterstützung ihrer politischen Berater verändert Margaret ihr Erscheinungsbild und arbeitet intensiv an ihrer Stimme und ihrem Auftreten. Schließlich gelingt ihr der entscheidende politische Schritt: Sie wird Vorsitzende der Conservative Party und anschließend zur ersten weiblichen Regierungschefin eines westlichen Landes gewählt.
Margaret Thatcher als Premierministerin
Als Premierministerin verfolgt Thatcher einen entschlossenen und wenig kompromissbereiten politischen Kurs. Ihre Popularität sinkt zunächst deutlich. Gleichzeitig setzt sie Reformen und eine Konsolidierungspolitik durch, die später zu einem Wirtschaftsaufschwung führen.
Eine entscheidende Rolle spielt der Falklandkrieg gegen Argentinien. Thatcher reagiert auf die Invasion der Falklandinseln mit großer Entschlossenheit und führt den Krieg zu einem Sieg Großbritanniens. Ihre Popularität steigt daraufhin wieder.
Auch ein Bombenanschlag in Brighton, den Thatcher gemeinsam mit Denis überlebt, prägt diese Zeit. Trotz der politischen Erfolge wächst jedoch der Widerstand innerhalb der eigenen Partei.
Der politische Niedergang
Anfang der 1990er-Jahre gerät Thatcher zunehmend unter Druck. Bei einer Kabinettssitzung stellt sie ihren langjährigen Minister Geoffrey Howe wegen Fehlern in einem Zeitplan vor den anwesenden Kabinettsmitgliedern bloß.
Howe tritt daraufhin zurück. Anschließend fordert Michael Heseltine Thatcher um den Parteivorsitz heraus. Bei der entscheidenden Abstimmung verfehlt Thatcher die notwendige Wiederwahl knapp.
Daraufhin kündigt sie ihren Rücktritt an und verlässt gemeinsam mit Denis den Amtssitz 10 Downing Street. Durch ihre Unterstützung wird schließlich John Major anstelle von Heseltine neuer Premierminister.
Das Ende des Films
Der Film kehrt am Ende wieder zur alten Margaret Thatcher zurück. Sie sitzt allein am Frühstückstisch und denkt darüber nach, ihre benutzte Teetasse abzuwaschen. Schließlich steht sie auf und erledigt diese einfache Alltagshandlung selbst.

Besetzung von Die Eiserne Lady
| Darsteller | Rolle |
|---|---|
| Meryl Streep | Margaret Thatcher |
| Jim Broadbent | Denis Thatcher |
| Alexandra Roach | junge Margaret Thatcher |
| Harry Lloyd | junger Denis Thatcher |
Im Mittelpunkt des Films steht Meryl Streep, die Margaret Thatcher in verschiedenen Lebensphasen verkörpert. Ihre Darstellung verbindet die politische Entschlossenheit der ehemaligen Premierministerin mit den persönlichen und emotionalen Momenten ihres hohen Alters.
Produktion von Die Eiserne Lady
Die Eiserne Lady wurde von der britischen Regisseurin Phyllida Lloyd inszeniert. Das Drehbuch stammt von Abi Morgan und konzentriert sich nicht ausschließlich auf Thatchers politische Karriere.
Stattdessen verbindet der Film die großen politischen Stationen ihres Lebens mit einer persönlichen Rahmenhandlung. Die gealterte Margaret Thatcher blickt auf ihr Leben zurück, während die Erinnerungen an Denis und ihre politische Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart hineinreichen.
Die Produktion wurde mit rund 13 Millionen US-Dollar veranschlagt. Weltweit spielte der Film rund 115 Millionen US-Dollar ein und war damit auch wirtschaftlich erfolgreich.
Auszeichnungen für Meryl Streep
Die Darstellung von Margaret Thatcher brachte Meryl Streep mehrere wichtige Auszeichnungen ein.
🏆 Golden Globe Award für ihre Darstellung der Margaret Thatcher
🏆 Oscar als beste Hauptdarstellerin
Insbesondere die schauspielerische Leistung von Meryl Streep wurde zu einem der herausragenden Aspekte des Films.
Rezeption: Meryl Streep als Margaret Thatcher
Die Eiserne Lady setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf die Hauptdarstellerin. Der Film zeigt Margaret Thatcher sowohl als entschlossene Politikerin als auch als alte Frau, die mit Erinnerungen und dem Verlust ihres Ehemanns umgehen muss.
Dadurch entsteht ein Biopic, das politische Ereignisse und persönliche Erfahrungen miteinander verbindet. Die Rückblenden führen von Thatchers Kindheit und ihrer Ausbildung über ihre ersten politischen Schritte bis zu ihrem Aufstieg zur Premierministerin.
Besonders prägend sind dabei die Kontraste zwischen der jungen Politikerin, die sich in einer von Männern dominierten politischen Welt behaupten muss, und der alten Margaret Thatcher, die zunehmend in ihrer eigenen Erinnerungswelt lebt.
Der Film behandelt außerdem zentrale Stationen ihrer politischen Karriere, darunter ihren Aufstieg zur Parteivorsitzenden, ihre Regierungszeit, den Falklandkrieg, die politischen Reformen und schließlich ihren Rücktritt.
Produktion von Die Eiserne Lady
Die Eiserne Lady wurde von der britischen Regisseurin Phyllida Lloyd inszeniert. Das Drehbuch stammt von Abi Morgan und konzentriert sich nicht ausschließlich auf Thatchers politische Karriere.
Stattdessen verbindet der Film die großen politischen Stationen ihres Lebens mit einer persönlichen Rahmenhandlung. Die gealterte Margaret Thatcher blickt auf ihr Leben zurück, während die Erinnerungen an Denis und ihre politische Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart hineinreichen.
Die Produktion wurde mit rund 13 Millionen US-Dollar veranschlagt. Weltweit spielte der Film rund 115 Millionen US-Dollar ein und war damit auch wirtschaftlich erfolgreich.
Auszeichnungen für Meryl Streep
Die Darstellung von Margaret Thatcher brachte Meryl Streep mehrere wichtige Auszeichnungen ein.
🏆 Golden Globe Award für ihre Darstellung der Margaret Thatcher
🏆 Oscar als beste Hauptdarstellerin
Insbesondere die schauspielerische Leistung von Meryl Streep wurde zu einem der herausragenden Aspekte des Films.
Rezeption: Meryl Streep als Margaret Thatcher
Die Eiserne Lady setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf die Hauptdarstellerin. Der Film zeigt Margaret Thatcher sowohl als entschlossene Politikerin als auch als alte Frau, die mit Erinnerungen und dem Verlust ihres Ehemanns umgehen muss.
Dadurch entsteht ein Biopic, das politische Ereignisse und persönliche Erfahrungen miteinander verbindet. Die Rückblenden führen von Thatchers Kindheit und ihrer Ausbildung über ihre ersten politischen Schritte bis zu ihrem Aufstieg zur Premierministerin.
Besonders prägend sind dabei die Kontraste zwischen der jungen Politikerin, die sich in einer von Männern dominierten politischen Welt behaupten muss, und der alten Margaret Thatcher, die zunehmend in ihrer eigenen Erinnerungswelt lebt.
Der Film behandelt außerdem zentrale Stationen ihrer politischen Karriere, darunter ihren Aufstieg zur Parteivorsitzenden, ihre Regierungszeit, den Falklandkrieg, die politischen Reformen und schließlich ihren Rücktritt.
🎬 Dokumentation über Margaret Thatcher
Wenn dir der Film Die Eiserne Lady (2011) über das Leben von Margaret Thatcher gefallen hat, könnte dich auch diese Biografie über Margaret Thatcher interessieren.
Margaret Thatcher war die erste Frau im Amt der Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Von 1979 bis 1990 prägte sie die britische Politik wie kaum eine andere Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Ihre politische Haltung, ihre Wirtschaftsreformen und ihr außenpolitischer Kurs machten sie zu einer bewunderten, zugleich aber auch äußerst umstrittenen Politikerin.
Die als „Eiserne Lady“ bekannte Margaret Thatcher steht bis heute für einen tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Wandel Großbritanniens. Diese Biografie zeichnet ihren politischen Aufstieg, ihre Regierungszeit, wichtige politische Entscheidungen und ihr bleibendes Vermächtnis nach.
👉 Hier geht’s zur Biografie:
Fazit zu Die Eiserne Lady
Die Eiserne Lady erzählt das Leben von Margaret Thatcher aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Statt ausschließlich ihre politische Karriere chronologisch nachzuerzählen, verbindet der Film die Vergangenheit mit der Gegenwart der gealterten Politikerin.
Dabei stehen sowohl Thatchers politischer Aufstieg als auch ihre Beziehung zu Denis Thatcher im Mittelpunkt. Die Rückblenden zeigen ihren Weg von der Tochter eines Lebensmittelhändlers über die Parlamentarierin bis zur ersten weiblichen Premierministerin des Vereinigten Königreichs.
Meryl Streep trägt den Film mit ihrer Darstellung der unterschiedlichen Lebensphasen Margaret Thatchers. Die Auszeichnung mit dem Golden Globe und dem Oscar unterstreicht die Bedeutung dieser schauspielerischen Leistung.
🔗 Weiterführende Informationen
🎬 IMDb
🍅 Rotten Tomatoes
🎞️ Filmstarts
Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu Handlung, Produktion und Veröffentlichung basieren auf den bereitgestellten Filminformationen und den genannten Quellen. Die Dokumentation über Margaret Thatcher befindet sich derzeit in Planung.