Faszinierende Fantasie: Die Reise ins Labyrinth mit David Bowie als Koboldkönig
Die Reise ins Labyrinth (1986)
Originaltitel: Labyrinth • Land: USA / Großbritannien • Genre: Fantasy / Abenteuer / Familienfilm • Regie: Jim Henson • Kinostart (Deutschland): 11. Dezember 1986
Die Reise ins Labyrinth ist ein Fantasy-Abenteuerfilm aus dem Jahr 1986. Der Film verbindet Realfilm, Puppenspiel, Animatronics und visuelle Effekte zu einem einzigartigen Fantasy-Erlebnis. Außerdem erreichte das Werk im Laufe der Jahre echten Kultstatus. Produziert wurde der Film von George Lucas, während Jim Henson Regie führte. Besonders unvergesslich bleibt jedoch David Bowies Auftritt als Koboldkönig Jareth.
Weitere Informationen und Kritiken:
- Wikipedia – Die Reise ins Labyrinth
- IMDb Filmprofil
- The Movie Database
- Rotten Tomatoes
Die Handlung

Sarah ist 15 Jahre alt und fühlt sich von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter oft missverstanden. Deshalb flüchtet sie sich immer wieder in die Fantasiewelten ihrer Bücher. Eines Abends soll sie auf ihren kleinen Halbbruder Toby aufpassen. Allerdings verliert sie dabei die Geduld und wünscht sich im Streit, die Kobolde mögen ihn holen.
Kurz darauf erscheint tatsächlich der geheimnisvolle Koboldkönig Jareth. Er entführt Toby in sein Schloss, das tief im Zentrum eines magischen Labyrinths liegt. Sarah bleiben nun nur 13 Stunden Zeit, um ihren Bruder zu retten. Andernfalls wird Toby selbst in einen Kobold verwandelt.
Auf ihrem Weg durch das Labyrinth begegnet Sarah vielen seltsamen Wesen und gefährlichen Orten. Dazu gehören sprechende Felsen, rätselhafte Türen und wilde Monster. Außerdem trifft sie auf verspielte Feuertrolle, hinterlistige Wurzelwichte und das berüchtigte „Moor des ewigen Gestanks“.
Doch Sarah bleibt nicht allein. Stattdessen findet sie treue Freunde, die sie bei ihrer gefährlichen Reise begleiten. Gemeinsam versuchen sie, den Weg zum Schloss des Koboldkönigs zu finden.
Hintergrund
Der Film wurde unter anderem von den Werken von Maurice Sendak und Lewis Carroll inspiriert. Darüber hinaus orientieren sich mehrere Szenen an den surrealen Kunstwerken von M. C. Escher. In Sarahs Zimmer hängt beispielsweise ein Druck des berühmten Werkes Relativität.
Produziert wurde der Film von George Lucas. Die visuellen Effekte entstanden bei Industrial Light & Magic. Gleichzeitig erschuf Jim Hensons Creature Shop die fantasievollen Puppen und Kreaturen.
Besonders bekannt wurde der Film durch seine innovativen Puppen- und Animatronic-Effekte. Viele Figuren wurden nämlich mit aufwendigen Puppenspiel-Techniken zum Leben erweckt. Dadurch wirkt die Fantasy-Welt bis heute außergewöhnlich lebendig.
In mehreren Szenen jongliert Jareth scheinbar mühelos mit Kristallkugeln. Tatsächlich stammen diese Tricks jedoch vom Performance-Künstler Michael Moschen. In Nahaufnahmen sind daher seine Hände zu sehen und nicht die von David Bowie.
Obwohl der Film bei seiner Kinoveröffentlichung kein großer Erfolg war, entwickelte er sich später zu einem echten Kultfilm. Vor allem Fantasy-Fans entdeckten den Film über die Jahre neu.
Die instrumentale Filmmusik komponierte Trevor Jones. Zusätzlich stammen die gesungenen Songs von David Bowie. Besonders bekannt wurden dabei die Titel Magic Dance, Underground, As the World Falls Down und Within You.
Außerdem arbeitete die spätere Star Trek: The Next Generation-Darstellerin Gates McFadden an der Choreografie des Films mit. Unter anderem inszenierte sie die berühmte Ballsaal-Sequenz.
Kritiken
Die Kritiken zur Kinoveröffentlichung fielen gemischt aus. Dennoch lobten viele Kritiker die fantasievollen Effekte, die originellen Kreaturen und die besondere Atmosphäre des Films.
„Teils fantasie- und humorvolle, teils schleppende Mischung aus Puppentrick- und Realfilm; das Interesse wird hauptsächlich durch die skurrilen Puppen und deren mitunter rüde Streiche wachgehalten.“
Lexikon des internationalen Films
„Die Reise ins Labyrinth ist ein fabelhafter Film über die Reise eines jungen Mädchens in die Weiblichkeit, der moderne Technologie verwendet, um eine Geschichte im mythischen Stil zu beleuchten.“
Nina Darnton, The New York Times
Cast & Crew
- David Bowie – Jareth, der Koboldkönig
- Jennifer Connelly – Sarah
- Toby Froud – Toby
- Shelley Thompson – Stiefmutter
- Christopher Malcolm – Vater
- Shari Weiser – Hoggle
- Michael Hordern – Hoggle (Stimme)
- Warwick Davis – Kobolde
Besonderheiten
- Kultfilm der 1980er-Jahre
- Kombination aus Realfilm, Puppenspiel und Animatronics
- Visuelle Inspiration durch M. C. Escher
- Musik und Songs von David Bowie
- Produktion durch George Lucas
- Effekte von Industrial Light & Magic
Bewertungen
- IMDb – 7,3/10
- Rotten Tomatoes – Kultklassiker mit großer Fangemeinde
Mein Fazit
Die Reise ins Labyrinth gehört heute zu den bekanntesten Fantasy-Kultfilmen der 1980er-Jahre. Jim Henson erschuf gemeinsam mit George Lucas eine fantasievolle Märchenwelt voller skurriler Kreaturen, surrealer Kulissen und emotionaler Momente.
Besonders die charismatische Darstellung von David Bowie als Koboldkönig Jareth verleiht dem Film seinen einzigartigen Charakter. Gleichzeitig sorgt die Mischung aus Musik, Puppenspiel, Fantasy-Abenteuer und Coming-of-Age-Geschichte dafür, dass der Film bis heute zeitlos wirkt.
Trotz seines anfänglichen Kinoflops entwickelte sich der Film später zu einem echten Klassiker mit treuer Fangemeinde. Außerdem begeistert er noch immer neue Generationen von Fantasy-Fans.
Ein magisches Fantasy-Abenteuer voller Kreativität, Musik und unvergesslicher Figuren.
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