Dunkirk – Die Schlacht von Dünkirchen (1958)
Der britische Spielfilm Dunkirk – Die Schlacht von Dünkirchen aus dem Jahr 1958, inszeniert von Leslie Norman, ist ein eindringliches Kriegsdrama über die dramatische Rettung alliierter Truppen aus Dünkirchen im Mai 1940. Im Mittelpunkt steht die historische Operation Dynamo, bei der über 300.000 Soldaten vor der drohenden Einkesselung durch die deutsche Wehrmacht evakuiert werden konnten.
Mit Hauptdarstellern wie John Mills, Richard Attenborough und Bernard Lee gilt der in Schwarz-Weiß gedrehte Film als historisch präzise, nüchtern und dokumentarisch angehaucht. Statt übertriebenem Heldentum zeigt er Angst, Chaos und die anfängliche Ignoranz der Heimatfront gegenüber der drohenden Katastrophe.
Die Handlung
Die Lage spitzt sich zu: General Gort, Oberbefehlshaber der BEF, ignoriert Befehle zum Gegenangriff und bereitet stattdessen die Evakuierung aus Dünkirchen vor. In England koordiniert Vizeadmiral Ramsay die Operation Dynamo, während das Admiralitätsministerium zivile Boote – darunter die von Foreman und Holden – requiriert, um Soldaten von den Stränden zu retten.
In Sheerness versammeln sich mutige Bootsbesitzer. Foreman besteht darauf, sein Motorboot Vanity selbst zu steuern, trotz Warnungen vor der Gefahr. Auch Holden folgt schließlich mit seiner Heron, begleitet von Lehrling Frankie.
Bereits 1940 hatte Journalist Charles Foreman versucht, seine Landsleute vor der wachsenden Bedrohung durch die deutschen Streitkräfte zu warnen. Er kritisierte das Informationsministerium für Zensur, während viele – darunter sein Nachbar John Holden – sich vom „Scheinkrieg“ in trügerischer Sicherheit wiegen ließen.
Vergleich mit der Neuverfilmung
Im Gegensatz zu Christopher Nolans Dunkirk (2017) , der auf visuelle Immersion, IMAX-Bilder und Hochspannung setzt, konzentriert sich die Version von 1958 stärker auf Dialoge, politische Hintergründe und individuelle Charakterentwicklung. Während Nolan die Zeitstrukturen verschachtelt, erzählt Leslie Norman die Ereignisse weitgehend linear und klassisch – fast schon dokumentarisch.
Hauptbesetzung
- John Mills: Corporal „Tubby“ Binns
- Richard Attenborough: John Holden
- Bernard Lee: Charles Foreman
Weitere wichtige Rollen
- Robert Urquhart: Private Mike Russell
- Ray Jackson: Private Barlow
- Maxine Audley: Diana Foreman
- Anthony Nicholls: Militärsprecher
- Lionel Jeffries: Oberst (Medizinischer Offizier)
- Kenneth Cope: Lieutenant Lumpkin