Derrick (KI Bild)
Die deutsche Krimiserie Derrick gehört zu den bekanntesten Fernsehproduktionen der Bundesrepublik. Sie wurde von 1974 bis 1998 im ZDF ausgestrahlt und in über 100 Länder verkauft. Im Mittelpunkt steht der Münchner Oberinspektor Stephan Derrick, gespielt von Horst Tappert. Unterstützt wird er von seinem Assistenten Harry Klein, dargestellt von Fritz Wepper.
Handlung

Im Zentrum jeder Episode steht ein Mordfall, der meist im gehobenen Münchner Milieu angesiedelt ist. Anders als viele moderne Krimiserien setzt Derrick jedoch weniger auf Action, sondern vielmehr auf psychologische Spannung.
Zunächst wird das Verbrechen gezeigt, häufig sogar mit dem Täter oder der Täterin. Anschließend beginnt Derrick mit seinen ruhigen, aber gezielten Ermittlungen. Dabei legt er großen Wert auf Gespräche und Beobachtungen. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, die von inneren Konflikten und moralischen Fragen geprägt ist.
Figuren und Besetzung
Die Hauptfigur Stephan Derrick ist ein besonnener, nachdenklicher Ermittler. Er wirkt ruhig und sachlich, zugleich aber sehr empathisch. Gerade diese zurückhaltende Art macht seinen Charakter unverwechselbar.

Sein Kollege Harry Klein hingegen ist etwas direkter und pragmatischer. Dennoch ergänzt er Derrick ideal. Während Derrick analysiert, übernimmt Harry häufig operative Aufgaben.
Darüber hinaus traten zahlreiche bekannte Gaststars auf, was der Serie zusätzliche Popularität verlieh. Die klare Rollenverteilung und die glaubwürdige Darstellung trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Derricks Kollegen

Neben Harry Klein erscheinen wiederkehrend weitere Polizeikollegen und Gerichtsmediziner. Diese Figuren bleiben zwar meist im Hintergrund, jedoch tragen sie zur realistischen Darstellung der Polizeiarbeit bei.
Im Vergleich zu anderen Krimiserien steht jedoch eindeutig die Beziehung zwischen Derrick und Klein im Mittelpunkt. Ihre professionelle Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt.
Musik
Die Titelmusik der Serie stammt von Les Humphries. Sie verleiht der Serie eine ruhige, fast melancholische Stimmung.
Generell ist die musikalische Untermalung zurückhaltend. Dadurch wird die Konzentration auf Dialoge und Mimik verstärkt. Somit unterstützt die Musik die psychologische Tiefe der Handlung.
Rezeption
National wie international war Derrick außerordentlich erfolgreich. Besonders in Europa, aber auch in Asien und Südamerika, erfreute sich die Serie großer Beliebtheit.
Kritiker lobten vor allem die ruhige Inszenierung und die schauspielerische Leistung von Horst Tappert. Allerdings wurde die Serie später kontrovers diskutiert, da die Vergangenheit Tapperts in der Waffen-SS öffentlich bekannt wurde. Infolgedessen wurden Wiederholungen zeitweise aus dem Programm genommen.
Nichtsdestotrotz gilt Derrick bis heute als eine der erfolgreichsten deutschen Krimiserien aller Zeiten.
Ende der Serie
1998 wurde die Serie nach 281 Folgen eingestellt. Die letzte Episode markierte bewusst einen würdigen Abschied der Hauptfigur. Damit endete eine fast 25-jährige Fernsehgeschichte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Derrick ein Meilenstein der deutschen Fernsehgeschichte ist. Durch seine ruhige Erzählweise, die klaren Figuren und die psychologische Tiefe setzte die Serie Maßstäbe im Krimigenre.
