The Calling - Ruf des Bösen (KII Bild)
🎬 The Calling – Ruf des Bösen
Der Thriller„ The Calling – Ruf des Bösen“ (Originaltitel: The Calling) entführt die Zuschauer in die scheinbar idyllische Kleinstadt Port Dundas. Doch hinter der ruhigen Fassade lauert das Grauen.
Im Mittelpunkt steht Hauptkommissarin Hazel Micallef, eindrucksvoll verkörpert von Susan Sarandon. Hazel lebt zurückgezogen mit ihrer Mutter, gespielt von Ellen Burstyn. Ihr Alltag ist geprägt von Einsamkeit, körperlichen Schmerzen und einer zunehmenden Abhängigkeit von Alkohol und Schmerzmitteln.
Als ein grausamer Mord die beschauliche Gemeinde erschüttert, wird Hazel aus ihrer Lethargie gerissen. Die Ermittlungen führen sie auf die Spur eines Serienmörders mit religiös-fanatischem Motiv. Während die Hinweise immer verstörender werden, muss sich Hazel nicht nur dem Täter stellen, sondern auch ihren eigenen inneren Dämonen.
Der Film verbindet klassische Thriller-Elemente mit einer intensiven Charakterstudie. Besonders Susan Sarandon überzeugt mit einer nuancierten Darstellung einer gebrochenen, aber unbeugsamen Ermittlerin. Die düstere Atmosphäre und die ruhige Inszenierung verstärken die beklemmende Stimmung und machen „The Calling – Ruf des Bösen“ zu einem spannenden, psychologisch geprägten Krimi.
🎬 Persönliche Review: The Calling – Ruf des Bösen
Der Thriller „The Calling – Ruf des Bösen“ (Originaltitel: The Calling) ist kein Film, der laut schreit – er flüstert. Und genau darin liegt seine Stärke.
Ich bin mit der Erwartung eines klassischen Serienkiller-Thrillers hineingegangen – düster, spannend, vielleicht ein paar Schockmomente. Was ich bekommen habe, war deutlich ruhiger, fast melancholisch. Und überraschend intensiv.
Im Mittelpunkt steht Hazel Micallef, gespielt von Susan Sarandon – eine Ermittlerin, die nicht geschniegelt und heldenhaft daherkommt, sondern erschöpft, verletzlich und menschlich wirkt. Ihre chronischen Schmerzen, der Alkohol, das angespannte Verhältnis zu ihrer Mutter (beeindruckend dargestellt von Ellen Burstyn) – all das macht sie greifbar.
Der eigentliche Serienmörder ist grausam, ja – aber der Film interessiert sich weniger für blutige Details als für das „Warum“. Religiöser Fanatismus, Erlösung, Schuld – große Themen, die hier in einer ruhigen, fast kühlen Atmosphäre verhandelt werden.
Was mir besonders gefallen hat:
- Die entschleunigte Erzählweise
- Die intensive Charakterzeichnung
- Eine ungewöhnliche, ältere weibliche Hauptfigur im Thriller-Genre
Was man wissen sollte:
Wer Hochspannung im Minutentakt erwartet, könnte den Film als „zu langsam“ empfinden. Die Spannung baut sich subtil auf – eher psychologisch als actionreich.
⭐ Meine Wertung:
7,5 von 10 Punkten
Ein stiller, atmosphärischer Thriller mit starker Hauptdarstellerin – nicht perfekt, aber eindringlich.