Die Wilden Hühner (KI Bild)
Der Film Die Wilden Hühner ist ein deutscher Kinder- und Jugendfilm aus dem Jahr 2006 und basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Cornelia Funke, die bis dahin aus fünf Bänden bestand. Obwohl der Titel anderes vermuten lässt, orientiert sich die Handlung größtenteils am dritten Band Die Wilden Hühner: Fuchsalarm. Aus dem ersten Band wird lediglich die Gründung der Bande übernommen, während die Aufnahme von Wilma, die ursprünglich im zweiten Band geschildert wird, für den Film angepasst wurde. Neben der Kinofassung existiert auch eine zweiteilige Fernsehversion, die am 3. und 10. April 2011 im ZDF ausgestrahlt wurde.
2007 wurde die Fortsetzung Die Wilden Hühner und die Liebe gedreht, die in Titel und Inhalt dem fünften Teil entspricht. Nur in kurzen Rückblenden wird Bezug auf den vierten Band genommen. Drehorte waren u. a. Köln, Düsseldorf, Xanten und München.
Im Jahr 2009 wurde der dritte Film mit dem Titel „Die Wilden Hühner und das Leben“ veröffentlicht. Dieser Film greift teilweise das Thema des zweiten Buches (Klassenfahrt) auf, entwickelt jedoch eine eigenständige Handlung, die nach dem fünften Band spielt, um die Chronologie der Filmreihe beizubehalten. Funke arbeitet an einem Drehbuch für einen möglichen vierten Teil der Reihe.
Die Handlung
Die Mädchenbande „Wilden Hühner“ besteht aus Sprotte, Frieda, Trude, Wilma und Melanie, die eine große Vorliebe für die Hühner von Sprottes Großmutter haben. Sie befinden sich oft im Konflikt mit den „Pygmäen“ (Fred, Torte, Steve und Willi), einer Jungenbande aus ihrer Umgebung. Häufig verbringen die Wilden Hühner Zeit im Hühnerstall. Doch als Sprottes Großmutter, Oma Slättberg, beschließt, die Hühner zu schlachten, setzen sie alles daran, sie zu retten. Trotz ihrer anfänglichen Abneigung und häufigen Streitigkeiten scheint eine unsichtbare Verbindung die beiden Gruppen zu vereinen. Gemeinsam gelingt es ihnen, Oma Slättberg auszutricksen und die Hühner zu beschützen.
Auszeichnungen
Die Wilden Hühner (Mädchenclique)
- Sprotte (Charlotte): Michelle von Treuberg
- Frieda: Lucie Hollmann
- Melanie: Paula Riemann (Teil 1 & 2) / Sonja Gerhardt (Teil 3)
- Trude: Zsá Zsá Inci Bürkle
- Wilma: Jette Hering
Die Pygmäen (Jungenclique)
- Fred: Jeremy Mockridge
- Torte: Martin Kurz
- Willi: Vincent Redetzki
- Steve: Philip Wiegratz
Erwachsene Rollen
- Sybille (Sprottes Mutter): Veronica Ferres
- Oma Slättberg: Doris Schade
- Lehrerin Frau Rose: Jessica Schwarz
- Christian (Sprottes Vater): Benno Fürmann
Die Filmreihe umfasst insgesamt drei Teile: Die Wilden Hühner (2006), Die Wilden Hühner und die Liebe (2007) und Die Wilden Hühner und das Leben (2009).
| Charakter | Stärke | Konflikt |
| Sprotte | Loyalität & Gerechtigkeit | Die Abwesenheit des Vaters |
| Frieda | Empathie & Vernunft | Die Rolle der Vermittlerin |
| Melanie | Ästhetik & Ambition | Oberflächlichkeit vs. wahre Freundschaft |
| Wilma | Mut & Talent | Ihre Entdeckung der eigenen Identität (Coming-out) |
| Trude | Herzlichkeit | Selbstbewusstsein |
Auszeichnungen
- Paula Riemann wurde 2006 mit dem Undine Award als beste Debütantin geehrt.
- Der New Faces Award der Zeitschrift BUNTE ehrte 2009 mit einem Sonderpreis die gesamte Filmtrilogie.
- Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film die Bezeichnung wertvoll.