König einer vergessenen Welt (2005 , KI Bild)
König einer vergessenen Welt (2005) – Wenn King Kong beim Discounter einkauft
Man nehme einen Literaturklassiker, würze ihn mit etwas Blockbuster-Neid, füge ein überschaubares Budget hinzu – und heraus kommt King of the Lost World.
Der 2005 erschienene Abenteuerfilm aus dem Hause The Asylum zeigt eindrucksvoll, wie man mit minimalem Mitteleinsatz maximal vom Hype profitieren kann. Regie führte Leigh Scott, der sich hier an einer sehr, sehr freien Interpretation von The Lost World von Arthur Conan Doyle versucht.
Handlung: Flugzeugabsturz trifft Urzeit-Überraschung

Ein Flugzeug stürzt über dem Dschungel ab – ein klassischer Start für jedes Abenteuer. Die Überlebenden finden sich in einer vergessenen Welt wieder, bevölkert von Dinosauriern, Riesenkäfern und natürlich einem gigantischen Affen, der ganz zufällig stark an den prominenten Kollegen aus King Kong erinnert, der im selben Jahr die große Leinwand eroberte.
Während Peter Jackson epische Gefühle und spektakuläre Effekte inszenierte, setzt King of the Lost World eher auf die Ästhetik „gehobenes Computerspiel von 2002“. Die CGI-Effekte wirken dabei weniger bedrohlich als nostalgisch.
Mockbuster in Reinform
Wer nach „King of the Lost World Kritik“, „King of the Lost World Handlung“ oder „King of the Lost World Mockbuster“ sucht, landet unweigerlich bei einem Paradebeispiel für die Geschäftsstrategie von The Asylum:
- Zeitgleich mit einem großen Blockbuster veröffentlichen
- Titel bewusst ähnlich wählen
- DVD-Markt bedienen
- Produktionskosten niedrig halten
Das Ergebnis ist kein großes Kino – aber großes Selbstbewusstsein.
Trash-Faktor & Unterhaltungswert
Ist der Film gut?
Objektiv betrachtet: eher nicht.
Ist er unterhaltsam?
Mit der richtigen Erwartungshaltung: absolut.
Zwischen steifen Dialogen, wackeliger Dramaturgie und digital animierten Kreaturen entfaltet sich ein ganz eigener Charme. Wer B-Movies liebt oder wissen möchte, wie kreativ man mit kleinem Budget sein kann, findet hier ein Studienobjekt erster Güte.
Fazit: Kult durch Kalkül
King of the Lost World ist kein würdiger Erbe von Conan Doyles Abenteuerroman und schon gar kein ernstzunehmender Konkurrent für King Kong.
Aber er ist ein wunderbares Beispiel für die Mockbuster-Kultur der 2000er-Jahre – und damit ein Stück Filmgeschichte, das irgendwo zwischen dreister Kopie und liebevollem Trash pendelt.
⭐⭐☆☆☆ (mit Augenzwinkern)