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⭐ Creed III – Rocky’s Legacy (2023)
Einführung
Mit Creed III – Rocky’s Legacy geht die beliebte Creed-Reihe in die nächste Runde – und diesmal fühlt sich vieles persönlicher an als je zuvor.
Was mich direkt neugierig gemacht hat: Michael B. Jordan steht nicht nur wieder als Adonis Creed im Ring, sondern übernimmt hier auch erstmals die Regie. Und genau das merkt man dem Film an – er wirkt moderner, mutiger und emotional direkter.
Ohne Sylvester Stallone im Hintergrund konzentriert sich die Story komplett auf Adonis selbst – seine Vergangenheit, seine Entscheidungen und die Frage, ob man alten Fehlern wirklich entkommen kann.
Handlung
Adonis Creed hat eigentlich alles erreicht: Karriere beendet, ein stabiles Familienleben mit Bianca und Tochter Amara – alles scheint perfekt. Doch genau diese Ruhe wird gestört, als plötzlich jemand aus seiner Vergangenheit auftaucht.
Damian Anderson, ein früherer Freund und einst großes Box-Talent, steht wieder vor ihm. Während Adonis seinen Weg gemacht hat, saß Damian im Gefängnis – und genau daraus entsteht eine Spannung, die man als Zuschauer sofort spürt.
Was zunächst wie ein vorsichtiges Wiedersehen wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Intensiverem. Damian will nicht nur eine zweite Chance – er will das, was er glaubt verloren zu haben.
👉 Und genau hier wird der Film für mich richtig stark: Es geht nicht nur ums Boxen, sondern um Schuld, Loyalität und unausgesprochene Vergangenheit.
Der Film fühlt sich weniger wie ein klassisches Sportdrama an, sondern eher wie ein emotionales Duell zweier Männer, die untrennbar miteinander verbunden sind.
Kritiken
Was mir (und vielen anderen) gefallen hat:
- Die frische, visuelle Handschrift von Michael B. Jordan
- Jonathan Majors – extrem intensiv und für mich das Highlight des Films
- Die emotionale Tiefe statt reiner Underdog-Story
- Die stylischen, teilweise fast anime-inspirierten Kämpfe
- Der Mut, die Reihe ohne Rocky weiterzuführen
Was nicht perfekt ist:
- Rockys Abwesenheit fühlt sich stellenweise ungewohnt an
- Einige Story-Elemente sind vorhersehbar
- Nebenfiguren hätten mehr Tiefe vertragen können
Trotzdem: Für mich funktioniert Creed III als eigenständiger Film richtig gut – vielleicht sogar besser, weil er sich traut, neue Wege zu gehen.
⭐ IMDb-Bewertung: 6,8/10
Mit einer soliden Bewertung zeigt sich auch hier: Der Film kommt an – vor allem wegen seiner Emotionen und der starken Performance von Jonathan Majors.
Fazit
Ganz ehrlich: Creed III hat mich mehr überrascht als erwartet. Ich bin mit der Erwartung eines soliden Sportfilms reingegangen – bekommen habe ich ein intensives Charakterdrama mit starken Bildern und echten Emotionen.
Michael B. Jordan zeigt, dass er nicht nur vor der Kamera überzeugt, sondern auch dahinter ein gutes Gespür für Storytelling hat. Und Jonathan Majors liefert eine Performance ab, die man nicht so schnell vergisst.
Wenn du die Rocky- oder Creed-Reihe magst, lohnt sich der Film auf jeden Fall – auch (oder gerade), weil er sich ein Stück weit davon löst.